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Bundesliga-Vermarktung DFL bereitet Klage gegen Kartellamt vor

18.08.2008 ·  Die Deutsche Fußball Liga (DFL) will im Streit um die Fernsehvermarktung der Fußball-Bundesliga gegen das Bundeskartellamt klagen - nachdem sie aus den Medien von der neuen Ablehnung eines nachträglich eingereichten zentralen Vermarktungskonzeptes erfahren hat.

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Die Deutsche Fußball Liga (DFL) will im Streit um die Fernsehvermarktung der Fußball-Bundesliga gegen das Bundeskartellamt klagen - nachdem sie aus den Medien von der neuen Ablehnung eines nachträglich eingereichten zentralen Vermarktungskonzeptes erfahren hat. „Natürlich ist man nicht glücklich darüber, wenn man das so erfährt. Wir waren erstaunt“, sagte der DFL-Vizepräsident Peter Peters. Eine Klage gegen das Kartellamt werde nun nach weiteren Beratungen mit den DFL-Anwälten erfolgen.

Die DFL will sich zudem an die Politik wenden. „Wir müssen nach Berlin schauen. Die Beamten des Kartellamts sagen, es steht in den Gesetzen. In Berlin sagt man, dass es um EU-Recht geht und die EU sagt, dass es eine deutsche Angelegenheit ist. Wir brauchen Klarheit“, sagte der Vorsitzende der DFL-Geschäftsführung, Christian Seifert.

„Aus den Nachrichten erfahren“

Das Bundeskartellamt hatte die Linie ausgegeben, dass die Bundesliga im sogenannten freien Fernsehen samstags vor zwanzig Uhr zu sehen sein müsse. Den darob aufgelegten Plan der DFL, Spielberichte selbst zu produzieren und in einem unverschlüsselten Digital-Kanal zu plazieren verwarf die Behörde. Von diesem Veto habe man nur „aus den Nachrichten“ erfahren, sagte DFL-Vizepräsident Peters.

Der drei Milliarden Euro schwere Vertrag der DFL mit der Kirch-Tochterfirma Sirius für die Spielzeiten 2009/2010 bis 2014/2015 scheint somit obsolet. „Die Vertragsgrundlage ist weggefallen. Das gibt beiden Vertragsparteien die Möglichkeit, den Vertrag aufzulösen“, sagte Peters. Der Kirch-Vertraute Dieter Hahn hatte schon angekündigt, die Summe nicht gewährleisten zu können. Sollte die Klage scheitern und der Vertrag platzen, müsste die DFL die Fernsehrechte neu ausschreiben. Der Vorsitzende der DFL-Geschäftsführung, Christian Seifert, sieht es gelassen: „Wir sehen es als Herausforderung, wir müssen nicht in Panik verfallen.“

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