30.11.2008 · Die Wundermannschaft von 1899 Hoffenheim scheint in jeder Hinsicht stark genug, um gegen die Münchner Bayern zu bestehen. Forsche Neulinge gab es zwar schon viele. Aber dieser kann sich den üblichen Mechanismen widersetzen.
Von Peter PendersNun haben wir also dieses absolute Spitzenspiel, und in den nächsten Tagen wird alle, die sich für Fußball-Experten halten oder gehalten werden, das einzig wirklich interessante Bundesligathema beschäftigen: Ist die Wundermannschaft von 1899 Hoffenheim tatsächlich in jeder Hinsicht stark genug, um auch bei den Münchner Bayern zu bestehen? Und bevor die Hauptbeteiligten ihre schweren Geschütze für das Vorgeplänkel in Stellung bringen konnten, hat sich einer schon weit vorgewagt.
„Hoffenheim ist aktuell die beste Mannschaft der Liga“, hat der Bielefelder Trainer Michael Frontzeck nach der 0:3-Niederlage der Arminia gesagt. Dieser Satz wird am späten Freitagabend dieser Woche oft zitiert werden. Entweder, weil Frontzeck recht behalten hat oder weil ihm die Bayern diese Aussage um die Ohren hauen werden. Es wäre eine besondere Genugtuung für Uli Hoeneß, da darf man ganz sicher sein, diese Aufgabe höchstpersönlich zu übernehmen.
Am Ende der Verwertungskette standen immer die Bayern
Eines aber muss man dem Bayern-Manager schon jetzt zugutehalten: Er hat das Unheil schon lange kommen sehen und vor diesem Aufsteiger gewarnt, als seine Kollegen im Bayern-Vorstand noch Witze über den neureichen Dorfverein gemacht haben. Vermutlich hat Hoeneß als Erster erkannt, dass die üblichen Mechanismen im Bundesligageschäft in diesem Fall nämlich nicht greifen werden.
Denn schon immer haben es kleinere Vereine geschafft, für eine kurze Zeit für Furore zu sorgen. Doch genauso regelmäßig fand sich ein größerer und finanziell stärkerer Klub, der mit seinem Interesse an Spielern einer Überraschungsmannschaft deren Zusammenhalt nachhaltig störte und irgendwann auch zerstörte. Und am Ende dieser Verwertungskette standen immer die Bayern, die sich eben vor allem gerne und aus guten Gründen bei ihren ärgsten Widersachern bedienten.
Bis jetzt scheint der Teamgedanke über allem zu stehen
Hoffenheim scheint entschlossen, den Bayern auch in dieser Hinsicht die Stirn zu bieten. Das Münchner Interesse an Salihovic vor ein paar Wochen kann man kaum anders als ein erstes Störfeuer deuten, das aber ohne Knalleffekt schon deshalb in Rauch aufging, weil der Hoffenheimer Spielgestalter seinen Vertrag schon verlängert hatte. Am Samstag durfte Franz Beckenbauer den nächsten Versuchsballon starten, als er als Premiere-Experte wie nebenbei bemerkte, dass so ein Stürmer wie Ibisevic natürlich auch für die Bayern interessant sei.
Erfolg aber verändert alles, und das schon jetzt gelungene Hoffenheimer Modell steht am nächsten Freitag überhaupt nicht vor einem Härtetest. Der wird in den nächsten Monaten, in den nächsten Jahren kommen, wenn niemand mehr über diesen tollen Fußball staunt, sondern ihn erwarten wird. Damit es so weitergeht, werden die Kraichgauer die zwangsläufig entstehenden Eitelkeiten auf allen Ebenen kleinhalten müssen. Bislang passt, soweit erkennbar, zwischen Trainer Rangnick, Manager Jan Schindelmeiser und den Jugend-Sportdirektor Bernhard Peters kein Blatt Papier, bislang scheint auch die Mannschaft aus lauter vernünftigen Profis zu bestehen, die den Teamgedanken über alles stellen. Wenn das auf lange Sicht so bliebe, wäre das eine größere Überraschung als ein Hoffenheimer Sieg am Freitag.
Ausnahme?
Rolf Huchthausen (huchthausen)
- 30.11.2008, 19:56 Uhr
Stark übertrieben und viel zu früh...
Matthias Reinbold (MatthiasReinbold64)
- 30.11.2008, 20:53 Uhr
Stark übertrieben und viel zu früh? ... auf Wiedervorlage legen ... ?
Freder Guttfeld (wwellkamp)
- 30.11.2008, 23:03 Uhr
Abwarten, Hoffenheim
gisbert heimes (gisbert4)
- 04.12.2008, 21:44 Uhr
Die Saison 2011/2012
| Verein | Sp | Diff | Pkt. | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. | ![]() |
Borussia Dortmund | 34 | 55 | 81 | ![]() |
| 2. | ![]() |
Bayern München | 34 | 55 | 73 | ![]() |
| 3. | ![]() |
FC Schalke 04 | 34 | 30 | 64 | ![]() |
| 4. | ![]() |
Bor. Mönchengladbach | 34 | 25 | 60 | ![]() |
| 5. | ![]() |
Bayer Leverkusen | 34 | 8 | 54 | ![]() |
| 6. | ![]() |
VfB Stuttgart | 34 | 17 | 53 | ![]() |
| 7. | ![]() |
Hannover 96 | 34 | -4 | 48 | ![]() |
| 8. | ![]() |
VfL Wolfsburg | 34 | -13 | 44 | ![]() |
| 9. | ![]() |
Werder Bremen | 34 | -9 | 42 | ![]() |
| 10. | ![]() |
1. FC Nürnberg | 34 | -11 | 42 | ![]() |
| 11. | ![]() |
1899 Hoffenheim | 34 | -6 | 41 | ![]() |
| 12. | ![]() |
SC Freiburg | 34 | -16 | 40 | ![]() |
| 13. | ![]() |
FSV Mainz 05 | 34 | -4 | 39 | ![]() |
| 14. | ![]() |
FC Augsburg | 34 | -13 | 38 | ![]() |
| 15. | ![]() |
Hamburger SV | 34 | -22 | 36 | ![]() |
| 16. | ![]() |
Hertha BSC | 34 | -26 | 31 | ![]() |
| 17. | ![]() |
1. FC Köln | 34 | -36 | 30 | ![]() |
| 18. | ![]() |
1. FC Kaiserslautern | 34 | -30 | 23 | ![]() |