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Bundesliga-Kommentar Das Fußball-Prekariat kommt aus dem Osten

 ·  Erfolg lässt sich im Fußball kaufen, aber nicht von allen. Cottbus liegt nach vier Spieltagen auf Rang 17, Rostock ist mit null Punkten Letzter. Eine Überraschung ist das nicht, meint Michael Horeni.

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PreSize (PreSize) - 04.09.2007 12:26 Uhr

Buli Soli Zuschlag?

Hier scheint übersehen zu werden, dass sich die Westvereine die Millionen, die sie investieren über Jahre und Jahrzehnte erarbeitet haben. Der FCB könnte keine 70 Millionen investieren, wenn er sie nicht über eine sehr lange Zeit erarbeitet hätte! Und auch hier gibt es Traditionsvereine, die wir wohl auf mittel- und langfristig nicht mehr in der ersten Klasse sehen werden!

Eine finanzielle Unterstützung halte ich für Unsinn!
Wir sind auf dem besten Wege unseren 3. CL Platz zu verlieren. Sollten den aktuellen Bundesliga Clubs Geldzuwendungen abgeschnitten werden, ist der deutsche Fußball auf internationaler Ebene nicht mehr zu retten!

Wobei ich auch finde, dass wir hier dann in Regionen eines Soli Abschlags kommen. Ob das zu etwas führen würde, sei dahin gestellt. Ein besseres Glasfasernetz und neue Autobahnen haben in den neuen Bundesländern auch nicht geholfen den Motor in Schwung zu bekommen!

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Carlo Sartorius

Liebe Superreiche, wir bitten um Regionalproporz in der Bundesliga!

Der Osten ist nicht hinreichend repräsentiert. Zu diesem Ergebnis muss man unschwer gelangen, wenn man sich die Tabellen der Fußball-Bundesliga der letzten Jahre ansieht. Auch in diesem Jahr haben es lediglich zwei Vertreter aus den neuen Bundesländern geschafft und diese scheinen, trotz zum Teil (womöglich in der ersten Hälfte) guten Spiels, einen schweren Stand zu haben. Das ist bedauerlich, gibt sogar Anlass zur Sorge. Was ist zu tun? Brauchen wir einen Auschuss, eine Stiftung, einen Fonds, oder sollen wir auf Mäzenatentum setzen? Sind wir vielleicht in einem liberalen Wirtschafts- und Sozialmodell gezwungen ein bestimmtes Maß an Ungleichheit zuzulassen? Aber wir leben doch in einer sozialen Marktwirtschaft, in der der Staat eingreift, wenn der Markt ganz offenbar versagt und zu ethisch nicht hinnehmbaren Konsequenzen führt. Ist hier ein staatliches Eingreifen zu rechtfertigen, wenn die Nutznießer doch letztlich Fußball-Millionäre wären, die oft nicht pünktlich zum Training erscheinen und sich im falschen Trikot fotografieren lassen. Das ist ein sehr wichtiges Thema für Sonntagabend bei Anne Will, aber - man muss auf den Regionalproporz in der Diskussionsrunde achten.

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Jürgen Pudlowski

Fußball - gesamt deutsch?

Dem Artikel gehört meine volle Zustimmung. Der Fußballsport ist nicht wichtig, nur die Kohle zählt.

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Christian Gau

Jetzt bitte nicht wieder nach dem Staat rufen...

Warum sollte es Hansa Rostock anders gehen wie Rot-Weiss Essen oder Fortuna Duesseldorf? Es wird immer Städte geben, in denen für den Fussball keine Sponsoren zu gewinnen ist und ganz ehrlich... das muß auch nicht sein. Das Leben hat noch anderes zu bieten als Fussball. Und wenn ich jetzt schon staatliche organisierte Brot und Spiele als Ablenkung für das Ost-Prekariat organisieren muß, wird´s mir doch eine Spur zu römisch.
Wir sollten alle mal darüber nachdenken unser Schicksal selbst zu beeinflussen statt regelmäßig nach Vater Staat zu brüllen wenn es gerade mal nicht so läuft wie erwartet. Und dieser SAP-Vergleich ist auch nicht gerade dazu geeignet eine großflächige Tendenz aufzuzeigen, wie die konstante Finanznot der oben genannten Großstatdtvereine zeigt.

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Andreas Becker

Na klar...

So funktioniert das heit in der freie Wirtschaft, es funktioniert einfach nicht, wenn man den "Armen" genausoviel gibt wie den Reichen, was man ja wiederrum wunderbar an der DDR gesehen hat.

Weitere Probleme wären geweßen das dann alle Sportarten Geld haben würden und die Westvereine weniger hätten und somit international gar nichts mehr schaffen würden.

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K.M. Kommikion

Versagen des DFB und der Politik

Hier wurde bei und nach der deutschen Wiedervereinigung eine einmalige Chance zur gegenseitigen Integration vertan. Eine gezielte Förderung von Vereinen aus Ostdeutschland wäre wichtig gewesen, damit sie heute einen repräsentativen Teil der Bundesligavereine ausmachen könnten. Warum wäre das wichtig gewesen? Wie kann man sich im Osten mit einer so westlastigen Bundesliga indentifizieren?? Geht nicht. Wäre aber gut, besonders für die Jugend dort. Das wären andere Identifikationsmöglichkeiten als die NPD. Fussball gegen Rechtsradikalismus. Leider wurde diese Chance mit Blick auf die Interessen der West-Vereine gar nicht in Erwägung gezogen. Wie hätten die Ost-Vereine denn eine faire Chance haben sollen in der Bundesliga? Mit Mäzenen, mit Förderung, mit Integrationsprogrammen. Auch für den Fussballernachwuchs aus diesen Bundesländern ist das schlecht. Und damit schlecht für die Nationalmannschaft und alle Bundesligaklubs.

Der DFB sollte sich mal Gedanken machen, dieses Ungleichgewicht mittelfristig zu ändern, wäre eine "task force" wert. Wäre doch auch komisch, wenn in der Serie A plötzlich nur noch norditalienische Klubs spielen würden, weil es dem Süden Italiens wirtschaftlich schlechter geht.

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Jahrgang 1965, Korrespondent für Sport in Berlin.

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