Wenn schon Fußballlehrer den Transfermarkt im deutschen Fußball mit einem Viehmarkt vergleichen dürfen, dann sind andere Tierassoziationen an diesem Wochenende ebenfalls gestattet: Auch dort sind die Freiburger involviert. Es geht um Eichhörnchen und Schnecken. Das Nagetier legt sich zum einen für den Winter Vorräte an und ernährt sich dann in sehr kleinen Rationen. Das Weichtier bewegt sich bekanntermaßen sehr langsam fort.
Und so ähnelt derzeit der gesamte Bandwurm an Bundesligamannschaften zwischen Platz vier und zehn unweigerlich ans Teilnehmerfeld eines Schneckenrennens, in dem kein Team im Kampf um die Champions-League-Qualifikation entscheidend voran kommt. Auch an diesem Wochenende zehrten Schalke 04, der HSV, Mainz 05 und eben auch Freiburg bei der Verteidigung ihres eigentlich so aussichtsreichen Ranges in Reichweite des internationalen Fußballs wieder einmal von ihren Punktepolstern. Eintracht Frankfurt gelang gar das Kunststück, mit einer Niederlage auf Champions-League-Rang vier vorzurücken!
Außer Bayern München und Dortmund scheint derweil kein Team der oberen Tabellenhälfte mehr Gefallen zu finden an häufigem Siegesjubel. Die schlauen Fußballlehrer wollen uns nun allerorten weismachen, dass die vielen Unentschieden oder die Niederlagen gegen Abstiegskandidaten Ausweis der Ausgeglichenheit und des hohen Niveaus der Bundesliga seien. Aber irgendwie sind Schneckenrennen trotzdem langweilig.