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Bundesliga-Glosse : Die alte Leier

Eben noch Lazio Rom, dann schon Hamburger SV: Gladbach ist vollbeschäftigt dieser Tage Bild: dpa

Gladbach musste 40 Stunden nach dem Europa-League-Spiel wieder in der Bundesliga antreten. Doch der Spielplan ist ein Kompromiss aus Kommerz und Kundenwunsch. Wem das zu viel wird, der kann ja auf den Europapokal verzichten.

          Es ist das letzte Mal in dieser Saison, dass das Thema erwähnt wird - versprochen! Aber der Gladbacher Sportdirektor Eberl hat nach dem 0:1 seiner Borussen beim HSV so lange auf diesem Knochen herumgekaut, dass es den Widerspruch herausfordert. Ja, diese unmöglichen Spielansetzungen in der Bundesliga, die immer wieder Teilnehmer der Europa League dazu zwingen, gute 40 Stunden nach dem Abpfiff am Donnerstag, schon wieder Samstags im Ligabetrieb anzutreten.

          Der zugegeben suboptimale Spielplan ist jedoch nicht Ausgeburt einer Gedankenlosigkeit, sondern Notwendigkeit. Wenn vier Klubs die Gruppenphase der Europa League erreichen und auch noch überstehen, muss es mit Terminen eng werden. Im Fernsehvertrag steht, dass nur an fünf Bundesliga-Spieltagen drei Sonntagsspiele stattfinden dürfen, ansonsten zwei Partien. Eine Forderung der DFL, also der Vereinigung der Profiklubs, die damit auf frühere Fanproteste reagierte.

          Die Fans würden am liebsten alle Begegnungen am Traditionstermin Samstag, 15.30 Uhr, anpfeifen lassen. Das geht natürlich nicht, denn dem Pay-TV-Sender Sky sind die Übertragungsrechte nur deshalb so viel wert, weil er mehrere Spiele zeitversetzt live übertragen kann. Der Spielplan ist also ein Kompromiss aus Kommerz und Kundenwunsch. Wenn den Gladbachern die Belastung zu viel wird, der NBA-Basketballprofis wochenlang ausgesetzt sind, können sie ja künftig auf die Europa League verzichten.

          Quelle: F.A.Z.

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