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1:1 bei Hoffenheim : Frankfurt verpasst Sieg im letzten Moment

Gacinovic und die Frankfurter verspielen den Sieg noch. Bild: dpa

Mit einem Sieg wäre die Eintracht hinter die Bayern und Leipzig in der Tabelle gesprungen. Es sieht auch gut aus nach Boatengs Knaller – bis in die Nachspielzeit.

          Geht es nach Sandro Wagner, sind seine Tage im Trikot der TSG 1899 Hoffenheim alsbald gezählt. Der 29 Jahre alte Stürmer möchte in seiner in der Vergangenheit nicht unbedingt geradlinig verlaufenen Karriere ein nächstes Etappenziel ansteuern, bei dem er in jüngeren Zeiten als Talent schon einmal Station gemacht hatte und bei dem er nun glaubt, sich im gereiften Alter besser durchsetzen zu können.

          Bundesliga

          Beim FC Bayern München sieht der spätberufene Nationalspieler seine Zukunft als Backup von Robert Lewandowski. „Ich bin ein Freund der Wahrheit und der Realität. Wir sind gesprächsbereit, aber es hängt vieles an der Ablöse“, sagte dazu sein Trainer Julian Nagelsmann am Samstag. Am Nachmittag stand Wagner für seinen Arbeitgeber in der Startformation und betrieb beim 1:1 gegen Eintracht Frankfurt nicht wirklich Werbung in eigener Sache.

          Wagner, der am liebsten schon im Winter gehen würde, verpasste mit seinen Kollegen den sechsten Saisonsieg. Er selbst vergab dabei kurz vor der Pause in aussichtsreicher Position (41. Minute). Durch das Remis, das Mark Uth mit seinem Treffer in der Nachspielzeit (90.+1) spät rettete, behauptete Hoffenheim im Vergleich mit den Hessen, für die es das sechste ungeschlagene Bundesligaspiel in Serie war, immerhin den vierten Tabellenplatz.

          Zwei, die sich verstehen: Hoffenheim-Trainer Nagelsmann (links) und Eintracht-Kollege Kovac. Bilderstrecke

          Der Mut der Frankfurter machte sich rasch bezahlt. Sie sorgten im Mittelfeld, angetrieben von Mijat Gacinovic und Ante Rebic, für Überzahlsituationen und zwangen den Gegner so zu Fehlern. Als Lukas Rupp dabei die Kontrolle über den Ball verlor, war Kevin-Prince Boateng zur Stelle: Er überwand Oliver Baumann mit einem Schuss aus rund zwanzig Metern, der sich unhaltbar über den Keeper hinweg ins Netz senkte (14.). Marc Stendera (29.) und Gacinovic (38.) versäumten es, die Führung auszubauen.

          Auch nach dem Seitenwechsel tat sich die TSG schwer, Lücken im kompakten Defensivverbund der Elf von Trainer Niko Kovac zu finden, die einen großen läuferischen Aufwand betrieb und in kritischen Szenen lange aufmerksam klärte. Mit der Hereinnahme von Serge Gnabry (für Rupp) und Andrej Kramaric, der Wagner ersetzte, versuchte Nagelsmann, dem Geschehen eine Wende zu geben. Der Plan ging auf, weil die Eintracht in den Nachspielzeit bei Gnabrys Sololauf Uth im eigenen Strafraum aus den Augen verlor.

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