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Bundesliga, 18. Spieltag Leverkusen unbeeindruckt - Hertha lebt doch noch

17.01.2010 ·  Der Rückrundenauftakt blieb ohne Unentschieden und kannte nur Sieger und Verlierer: Schalke 04 folgte dem Leverkusener Vorbild. Der HSV und Dortmund bleiben dem Spitzentrio auf den Fersen. Schlusslicht Hertha gewinnt sein zweites Saisonspiel - wieder gegen Hannover. Der 18. Spieltag der Fußball-Bundesliga.

Von Daniel Meuren
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Der Auftakt der Bundesliga-Rückrunde bescherte Miroslav Klose eine bemerkenswerte Bestleistung: Der Stürmer von Bayern München beendete beim Heimsieg gegen die TSG Hoffenheim am Freitagabend dank seines Treffers zum 2:0 gegen die TSG Hoffenheim nicht nur eine mehr als zehnmonatige Durststrecke in der Bundesliga. Klose machte zugleich seine Sammlung perfekt: Der 31 Jahre alte Nationalstürmer hat nun gegen jeden der 18 aktuellen Bundesligaklubs mindestens ein Tor erzielt.

Kloses Erfolgsbilanz ist Grund genug, die Ergebnisse des ersten Rückrundenspieltags mal in Beziehung zu setzen zu den Leistungen der Klassenkameraden der Bayern. Und das erstaunliche Ergebnis: In den ersten sieben Spielen gewann jeweils der Klub, gegen den Klose mehr Tore erzielt hat. Erst am Sonntag riss die Serie.

Die beiden Lieblingsgegner Kloses waren beispielsweise offenkundig beflügelt von der Tatsache, dass sie eben nicht gegen Klose spielen mussten. Der Hamburger SV (elfmal „Opfer“ Kloses) startete beim 2:0-Sieg gegen den SC Freiburg (fünf Gegentore Marke Klose) souverän in die Rückrunde. Marcell Jansen und Mladen Petric waren die Torschützen. Der HSV-Klose Petric setzte damit übrigens seine erstaunliche Serie fort: Wenn der desöfteren verletzte Schweizer mitspielt, ist der HSV erfolgreich.

Tabellenschlusslicht Hertha BSC Berlin (ebenfalls elfmal von Klose bezwungen) beendete seine trostlose Serie von zuletzt 16 Spielen ohne Sieg. Wie zum Saisonauftakt war Hannover 96 (fünfmal durch Klose bezwungen) beim 3:0-Sieg der Hertha der selbst für Berliner schlagbare Gegner.

Leverkusen bleibt ungeschlagen

Bayer Leverkusen schien ebenfalls erleichtert, dass der siebenmal gegen die Werkself erfolgreiche Klose sich nicht in der Winterpause zu Mainz 05 (bislang nur drei Klose-Treffer) verirrt hat. Bayer bezwang Mainz 05 mit 4:2 und bleibt weiterhin ungeschlagener Tabellenführer.

Auch die Frankfurter Eintracht trotzte der Klose-Statistik: Obwohl die Frankfurter (fünfmal) für Miroslav Klose offenbar einfacher zu knacken ist als Werder Bremen (viermal - wobei Klose natürlich vier Jahre lang für Werder auf Torejagd ging), gewannen die Frankfurter überraschend gegen das Spitzenteam aus dem Norden mit 1:0.

Der VfL Bochum wurde seiner 4:2-Favoritenstellung in der Klose-Wertung vollauf gerecht und siegte bei Borussia Mönchengladbach mit 2:1.

Am Abend scherte dann auch der VfB Stuttgart (vier Klosetore) nicht aus und besiegte den VfL Wolfsburg mit dem früheren Stuttgarter Meistertrainer Armin Veh mit 3:1.

Magath widerlegt die Statistik

Am Sonntag wurde die Klose-Wertung dann doch noch widerlegt - natürlich vom Wundertrainer Felix Magath, der ja schon in der Vorsaison gegen jede Statistik der Welt einen Autohersteller zum deutschen Fußballmeister machte. Beim 1:0-Sieg der Königsblauen (nur drei Klosetreffer) gegen Nürnberg (fünf Klosetreffer) war einmal mehr Kevin Kuranyi der entscheidende Mann.

Am Abend verlor schließlich auch noch der 1. FC Köln (sechs Gegentreffer von Klose) mit 2:3 gegen Borussia Dortmund (fünf). Kevin Großkreutz krönte eine turbulente Schlussphase, in der sein Trainer Klopp nach einem Ausraster auf die Tribüne geschickt wurde, mit dem Siegtreffer.

Freitag
Bayern München - 1899 Hoffenheim 2:0 (1:0)
Samstag
Hamburger SV - SC Freiburg 2:0 (1:0)
Eintracht Frankfurt - Werder Bremen 1:0 (0:0)
Hannover 96 - Hertha BSC Berlin 0:3 (0:2)
Bayer Leverkusen - FSV Mainz 05 4:2 (3:1)
Borussia Mönchengladbach - VfL Bochum 1:2 (0:2)
VfB Stuttgart - VfL Wolfsburg 3:1 (1:0)
Sonntag
Schalke 04 - 1. FC Nürnberg 1:0 (0:0)
1. FC Köln - Borussia Dortmund 2:3 (0:2)

Quelle: FAZ.NET
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Jahrgang 1973, Sportredakteur.

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