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3:0 gegen Freiburg : Stindl macht’s für Gladbach

  • -Aktualisiert am

Der Kapitän hat es gemacht: Lars Stindl erzielte das entscheidende erste Tor für die Gladbacher. Bild: dpa

Lange tun sich die Gladbacher gegen Freiburgs Defensive schwer. Dann geht den Gästen die Luft aus – und die Borussia nutzt das sofort aus. Vor allem ein Borusse ragt heraus.

          Mit stoischer Ruhe, die Arme meist hinter dem Rücken verschränkt und ein Bewegungsradius von nicht mehr als zwei Metern – so verfolgte Dieter Hecking die Partie seiner Borussia gegen den SC Freiburg. Bis zur 72. Minute. Dann durfte der neue Mönchengladbacher Cheftrainer seine Arme in seinem neuen fußballerischen Zuhause zum ersten Mal hochreißen.

          Beim 3:0-Sieg über den SC Freiburg schaffte Hecking ein gelungenes Heimdebüt am 19. Spieltag und – wie schon beim ersten Auswärtssieg der Saison am vergangenen Wochenende bei Bayer Leverkusen – eine spektakuläre zweite Halbzeit. Dabei hatte die erste Hälfte der Partie gegen die Freiburger wesentlich mehr Schatten als Licht. 45 Minuten sahen die 47.194 Zuschauer im Borussia-Park eine Begegnung, in der beide Teams zwar in Ansätzen Offensivaktionen zeigten, Torchancen aber auf beiden Seiten Mangelware waren.

          Nach temporeichen ersten zehn Minuten verflachte die Partie so sehr, dass die Stadionregie große Probleme hatte, genügend Highlights aus der für die Zusammenfassung auf den Leinwänden in der Pause zusammenzuschneiden. Der Distanzschuss von Raffael aus der 31. Spielminute und die Direktabnahme von Andreas Christensen (40.) durften mit viel Wohlwollen als Höhepunkte des Spiels bezeichnet werden.

          Kopfballduell zwischen Gladbachs Innenverteidiger Jannik Vestergaard und Freiburgs Angreifer Nils Petersen, der seit langem mal wieder von Beginn an für den Sportclub auflief. Zuletzt war er vor allem als Joker erfolgreich. Bilderstrecke
          Kopfballduell zwischen Gladbachs Innenverteidiger Jannik Vestergaard und Freiburgs Angreifer Nils Petersen, der seit langem mal wieder von Beginn an für den Sportclub auflief. Zuletzt war er vor allem als Joker erfolgreich. :

          Janick Haberer hatte die beste Möglichkeit für die Gäste. Hecking, nach der Pause die Arme jetzt vor dem Körper verschränkt und mit deutlich mehr Laufleistung in seiner Mixedzone als im ersten Durchgang, sah nach dem Seitenwechsel stürmische Freiburger, die mit drei hochkarätigen Chancen durch Vincenzo Grifo (50.), Nils Petersen (53.) und Florian Niederlechner (55.) hätten in Führung gehen können. Aber irgendein Spieler der Borussia hatte immer ein Körperteil zur Gladbacher Rettung dazwischen. Die Gladbacher fanden ihr Heil in der Flucht nach vorne und konterten. Lars Stindl traf mit einem ansehnlichen Schlenzer aus der Distanz zur 1:0-Führung (72.). Es war der Zeitpunkt, als Hecking und die Anhänger der Borussia jubeln durften.

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          Stindl war es auch, der den zweiten Gladbacher Sieg in Folge festzurrtet. Seine Vorlage auf Raffael zum 2:0 zog den Gästen den Zahn. Der Gladbacher Kapitän erzielte schon zwei Treffer in Leverkusen und hat seine Rolle unter dem neuen Trainer schnell gefunden. Den Endstand zum 3:0 erzielte Patrick Herrmann, der nach dreimonatiger Verletzungspause sein Comeback feierte und auch noch mal jubeln durfte. Borussia Mönchengladbach kann sich nach dem zweiten Sieg in Folge wieder etwas beruhigter in Richtung Mittelfeld der Bundesliga-Tabelle orientieren.

          Quelle: FAZ.NET

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