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Dortmund gegen Bayern : „Dieser Wahnsinn kann unglaubliche Dinge auslösen“

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„Die Bayern haben in Sachen Erfahrung und damit, mit Druck umzugehen, uns gegenüber einen Vorteil“: Dortmunds Axel Witsel. Bild: EPA

Erstmals seit langem geht der FC Bayern nicht als Favorit ins Duell mit Borussia Dortmund. Der Spitzenreiter genießt die Situation – und verrät einen Grund, warum es derzeit beim BVB so gut läuft.

          Schmeichelhafte Worte statt verbaler Attacken vor dem Liga-Gipfel – Borussia Dortmund lassen die Aussagen aus Richtung des FC Bayern München vor dem Anpfiff am Samstagabend (18.30 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Fußball-Bundesliga und bei Sky) kalt. „Es ist doch unerheblich, was vor einem Spiel gesagt wird. Es ist auch egal, wer als Favorit ins Spiel geht. Davon führst du auch nicht 1:0“, sagte BVB-Manager Michael Zorc am Donnerstag.

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          Zuvor hatte Uli Hoeneß nach dem 2:0-Sieg der Münchner in der Champions League gegen AEK Athen gesagt: „Wir fahren nicht als Favorit nach Dortmund, sondern als Außenseiter zum ersten Mal seit langer Zeit.“ Zuletzt kamen die Münchner in der Saison 2011/2012 als Verfolger zum damaligen Spitzenreiter Dortmund und mussten ihnen am Saisonende der Fußball-Bundesliga zur Meisterschaft gratulieren.

          Vier Punkte Rückstand hat der FC Bayern derzeit, am Samstag könnte es nur noch einer sein – bei einer Niederlage allerdings sieben. „Wir genießen unsere Situation“, gestand Zorc, schränkte zugleich jedoch ein: „Entscheidend ist aber doch die Strecke über 34 Spieltage.“ Und Dortmunds Trainer Lucien Favre, ohnehin kein Freund lauter Töne, sagte am Donnerstag ganz sachlich: „Wir wollen jedes Spiel gewinnen.“ Damit dies am Samstag gelingt, fordert der Schweizer, dass „wir clever angreifen, pressen und sehr intelligent verteidigen.“

          Was den Unterschied ausmachen kann, verdeutlichte Dortmunds neuer Mittelfeld-Stratege Axel Witsel. Er lobte im Interview mit „bundesliga.de“ am Donnerstag den Gegner, hob aber zugleich die eigenen Stärken hervor. „Die Bayern haben in Sachen Erfahrung und damit, mit Druck umzugehen, uns gegenüber einen Vorteil. Aber unsere jungen Spieler bringen ein bisschen Wahnsinn in unser Spiel und dieser Wahnsinn kann unglaubliche Dinge auf dem Platz auslösen.“

          Bei den Dortmundern könnte Abdou Diallo, der dem BVB beim VfL Wolfsburg (1:0) und bei der Champions League-Niederlage gegen Atlético Madrid (0:2) wegen einer Adduktorenzerrung fehlte, in die Vierer-Abwehrkette zurückkehren. „Wir müssen abwarten“, meinte Favre. Roman Bürkis Einsatz ist dagegen eher nicht gefährdet, auch wenn sich der Torhüter gegen Madrid eine Oberschenkelprellung zuzog und aus dem Stadion humpelte. Favre sagte dazu nur achselzuckend: „Ich habe keine News, wir müssen das Training abwarten.“

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