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1. FC Köln : BGH begrenzt Regressforderung an Fan

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Regressforderung ja, Höhe geringer: Der BGH bestätigt ein Urteil Bild: Picture-Alliance

Der Bundesgerichtshof bestätigt abermals, dass Fußballvereine Fans in Regress nehmen können für Verbandsstrafen. Allerdings mindert er die Höhe in einem konkreten Fall.

          Ein betrunkener Fußballfan, der einen gefährlichen Knallkörper in eine Zuschauermenge geworfen hat, muss dem 1. FC Köln 20.340 Euro Schadenersatz zahlen. Das entschied der Bundesgerichtshof (BGH) am Donnerstag und wies damit die Revision des Fußball-Bundesligisten gegen ein entsprechendes Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) Köln zurück. Der Verein wollte eine höhere Summe erstreiten und hatte 30.000 Euro gefordert.

          Hintergrund ist eine vom DFB-Sportgericht verhängte Verbandsstrafe von insgesamt 60.000 Euro gegen den 1. FC Köln, die mehrere von dem Fall unabhängige andere Vorfälle einschließt.

          Berechnungsgrundlage strittig

          Der betrunkene Mann hatte im Februar 2014 im Zweitligaspiel gegen den SC Paderborn 07 vom Oberrang der Tribüne einen Knallkörper, der unter das Sprengstoffgesetz fällt, auf Zuschauer geworfen und dabei mehrere Menschen verletzt. Der Fall hatte den BGH bereits einmal beschäftigt. Er hatte im September 2016 ein erstes Urteil des OLG Köln, das die Schadenersatzklage abgewiesen hatte, aufgehoben und an das Berufungsgericht zurückverwiesen.

          Der 1. FC Köln hatte seine Forderung mit der Einzelstrafe für den Knallkörperwurf von 40.000 Euro begründet. Der BGH-Senat wies das zurück, da diese Summe wegen der Gesamtstrafe nicht fällig wurde. Denn aus den Einzelstrafen von insgesamt 118.000 Euro sei eine Gesamtstrafe von 60.000 Euro gebildet worden. Das OLG hatte für sein Urteil den Anteil des Knallkörperwerfers daran errechnet. „Der Schaden entstand erst mit der Gesamtstrafe“, sagte der Vorsitzende Richter zur Begründung. Die Berechnungsmethode des OLG sei nicht zu beanstanden.

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