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Bayern München Sammer für Nerlinger

 ·  Nach zwei titellosen Spielzeiten setzt der FC Bayern auf einen neuen Sportdirektor. Matthias Sammer löst Christian Nerlinger ab. Dabei war dessen Vertrag im Herbst erst verlängert worden. Sammer hinterlässt beim DFB eine große Lücke.

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Thomas Seifert

"Hochsterilisiert!" würde Hrubesch sagen

Die Debatte wird immer alberner. Ein schmerzlicher Kontrast etwa zu den Italienern, die auch Niederlagen mit Würde und Grandezza zu nehmen wissen.
Jetzt wird Sammer schon zu einer Erlöserfigur, zu einer Art Sarrazin des deutschen Fußballs aufgebaut. Geht's noch? Seine Trainer-Karriere war äußerst gemischt, um es vorsichtig auszudrücken. Nun bekommt er eine neue Chance. Ob er Bayern weiterhilft? Da sprechen wir doch mit dem Ehrenpräsidenten: Schaun mer mal.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 04.07.2012 08:23 Uhr
Bernd Loose

Albern ist was anderes,...

...aber im Grundsatz liegen Sie richtig Herr Seifert. Sammers Fachkompetenzen sind unbestritten. Wo hat er aber wirklich Spuren hinterlassen, außer beim DFB, wo das Credo eine gewisse Langmut und Kontinuität vorsieht. Diese Zeit gibt er sich in München nicht. Sammer ist unbequem, und aus diesem Grund und mit dem selbstaufgebauten Druck wird es sehr spannend und unterhaltsam, wie sich die Antipoden Hoeneß und Sammer in den sicher nicht ausbleibenden Misserfolgsmomenten im Triumvirat mit Heynckes aneinander abarbeiten werden. Nicht zu vergessen KH Rummenigge, der irgendwann auch mal aus dem Schatten des ewigen Uli heraustreten möchte. Es gibt definitiv interessante mögliche Koalitionen im FC Hollywood-Stadl...

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Hugh Greene

Sammer und Hrubesch statt Löw und Bierhoff wäre dringender gewesen

Der deutsche Fußball muß noch weitere zwei Jahre mit dem mittelmäßigen Trainer Löw leben, der die großen deutschen Talente auf der Bank oder gleich ganz zu Hause läßt. Den DFB interessiert nicht die Leistung, es soll alles weichgespült bleiben.
Die Bayern kriegen einen Visionär des modernen, aber kämpferischen Fußballs. Eine große Chance, den FCB mit seinem überholten Starfußball zu modernisieren, sofern Hoeneß und Rummenigge samt Hollywood-Umfeld genug Geduld aufbringen.
Dafür ist die Lage beim DFB umso trauriger: Der einzige Kritiker der Löw-Bierhoff-Jubel-Maschine verläßt den DFB, nachdem er die Jugendarbeit herausragend ausgebaut hat. Jetzt sind die Unterwürfigen am Hofe des titellosen Trainers wieder unter sich und können uns ungestört zwei weitere Jahre das Märchen vom Übertrainer Löw erzählen, der seit 2006 immer mit einer jungen Elf eine unglaubliche Entwicklung feiert. Und die deutschen Medien klatschen Beifall, wenn Löw wieder seine verdrucksten Sätze von sich gibt.

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Peter Müller
Peter Müller (PiMue) - 03.07.2012 13:06 Uhr

Die Eigenheiten der Bayern

Nerlinger agierte in der Öffentlichkeit unglücklich: Man sei nicht überzeugt gewesen von Khediras und Özils Qualität, Stuttgarts Stadion sähe aus wie eine Baustelle in Chicago, etc. Wenn ich mir als Außenstehender so etwas anmaßen darf, ist es von daher vielleicht nicht falsch ihn zu entlassen. Und es war auch nicht unerwartet. Hoeneß hatte in der Vergangenheit wiederholt Warnschüsse abgegeben: Man hat ihn etwas rausgenommen, man hat ihm schon öffentlich gesagt, die Lehrzeit sei nun vorbei, etc. Aber bei Bayern bleiben ja auch Leute mit Qualität nicht lange. Ohne Van Gaal, z.B. hätte man ja die ganzen jungen deutschen Spieler nicht (+Alaba), auf die die ganze Welt scharf ist, und nur die "2.te" Garde bekommt (Marin, Podolski,...). Und Van Gaal wurde so lange demontiert, bis ihm die Mannschaft auch nicht mehr gefolgt ist. Selbst wenn Sammer Qualität mitbringt, die er als Ex-Weltklassespieler haben muss, und einen neuen Impetus setzen könnte, bleibt die Frage, ob der Vorstand das erlaubt

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michael hergen

Bauernopfer gefunden. Operette im Anmarsch

Man wird den Verdacht nicht ganz los, dass hier mit Nerlinger ein billiges Bauernopfer gesucht und gefunden wurde. Nerlinger tat bisher nur, was ihm Hoeness vorgesetzt hatte. Er war der Diener seines Herrn. Sonst wäre er schon früher geschasst worden, wäre sein Vertrag nicht erst im November vergangenen Jahres verlängert worden. Eine typisch bayerische Volte, um das eigene Versagen von Vorstand und Aufsichtsrat unter den Teppich zu kehren. Es erinnert ein wenig auch an die Chaostgruppe des FC Köln. Auch dort wurde zuerst der Sportdirektor, Finke, gefeuert. Zwei Wochen später der Trainer. Nun also soll es mit Motzki Sammer in die Vollen gehen. Und bald wird man puderrote Gesichter von Sammer und Hoeness im Vereinshaus an der Säbener Straße beobachten können und laute Schreie "ich hab´s doch gleich gesagt, du hirnrissiges A..." vernehmen können. Der FCB spielt im deutschen Fußball die beste Operette. Doch wie sagte Adi Preissler: "entscheidend ist auf dem Platz".

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Bernd Loose

Wie war das in den Neuntigern,...

als die Bayern ebenfalls eine wechselvolle Phase hatten? Warum wurde in dieser Ära nicht auch Hoeneß vom Hof gejagt? Der oftmals neunmalklug wirkende Sammer wird schon die Stacheln seiner Kratzbürste wetzen. Die Chance des Lebens (mit 5-Fach höheren Bezügen denn beim DFB) könnte sich schon bald als weiteres Missverständnis im Bayern-Kosmos erweisen. Die vielfach zitierte "Mia san mia" Mentalität könnte sich schon bald zum ultimativen Showdown der Alphatiere Hoeneß und Sammer entwickeln.

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Andreas Rühl
Andreas Rühl (raruehl) - 02.07.2012 23:30 Uhr

Gute Idee

wie sämtlichen fachkundigen kommentaren zur fußball em und zur totalen erfolglosigkeit des fc bayern und der grottenschlechten nationalmannschaft ja zu entnehmen war, ist die produktion von heißer luft, sehr heißer luft und extrem heißer luft im fußball der moderne eine der wertvollsten eigenschaften eines funktionärs. sammer wird beim fc bayern endlich wieder die mikrophone befönen können, bis dass sie schmelzen. endlich ein fiesling aus dem osten, der noch weiß, dass man mit flachen hierarchien, wie sie die spanier haben, und fairer spielweise, wie die spanier sie pflegen, mit technischer brillianz, wie die spanier sie aufblitzen lassen, und mit verwöhnten stars, wie die spanier sie in massen in ihrer mannschaft haben, nix gewinnt - außer weltmeisterschaften, europameisterschaften bis in alle ewigkeit. mit deutschen tugenden a la sammer stürmen wir wie bei der em 2000 an die spitze. fehlt nur noch, dass wörns löw ablöst und briegel techniktrainer wird.

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Franz Josef Stuhrmann

Sammer

Wenn Hr. Sammer für den DFB-Nachwuchs so unglaublich Gutes geleistet hat, muss man sich doch die Frage stellen," Warum lassen sie (der DFB) ihn (Sammer) nach München gehen, obwohl er noch unter Vertrag steht?". Hätte Sammer Charakter, würde er dem DFB und somit dem gesamten deutschen Fußballnachwuchs weiterhin Vorbild sein. Sammer geht einen anderen Weg. Er nimmt lieber das vermutlich hohe Gehalt der Münchener als eine Vorbildfunktion. Wer kann ihm das verwehren, da in Deutschland Werte in Form einer Vorbildfunktion belächelt werden. Sammer übersieht, dass Geld allein nicht glücklich macht und Höness müsste doch wissen, dass Geld allein keine Tore schießt.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 04.07.2012 11:11 Uhr
Matthias Unger

Die Antwort auf Ihre Frage

liegt, vermute ich, ich in der Dominanz den Tandems Löw/Bierhoff. Das es zwischen den Fraktionen nicht rund lief und Sammer in der Chefetage den Kürzeren zog, wird mit ein Auslöser sein. Und wenn er Bayern jetzt umkrempelt und die erfolgreich Fußball spielen, dann hätte M. Sammer seine Genugtuung und beim DFB werden die vielleicht mal wach.

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H. Lothar Wessling

Sammer muss den radikalen Umbruch einleiten!

Klar doch, ein ebenso überraschender wie (vom Zeitpunkt her) gelungener Coup der Bayern, dem DFB den einzig Kompetenten und Klartextbegabten in Sachen moderner Fußball wegzuholen. Ohne Sammer hätte Löw, der so flach ist wie die Hierarchie in seinem Bubihaufen, 2010 und 2012 nicht einmal das Viertelfinale erreicht. Mit Sammers Weggang wird sich der DFB weiter in Richtung Zweitklassigkeit und Rumpelfußball bewegen, möglicherweise reicht es ja nicht einmal für die WM-Quali 2014. Was Bayern angeht, so sehe ich die Probleme Sammers weniger im Konfliktpotenzial mit Hoeness, Rummenigge & Co. (Heynckes ist eh ein Auslaufmodell), er wird sich durchsetzen, sondern eher in den begrenzten Möglichkeiten des Clubs, Top-Personal zu verpflichten. Bislang wurde lediglich für die Ersatzbank eingekauft. Bayern braucht den radikalen Systemwechsel. Schweinsteiger, Lahm, Gomez, Robben müssen schnellstmöglich durch wirkliche "Leader" ersetzt werden. Ob dafür das Festgeld vorhanden ist, darf bezweifelt werden

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Lee Brilleaux
Lee Brilleaux (Nomodo) - 02.07.2012 20:32 Uhr

Glückwunsch

Der DFB erinnert mich immer an unsere weichgespülte Bundesregierung. Unangenehme Typen werden weggeekelt. Beim DFB waren das Frings, Ballack, Sammer. Das ist die Kohl/Merkel Strategie. Übrig bleiben rückgratlose Ja-Sager. Ich bin das Gegenteil eines Bayern-Fans, aber zu dieser Personalie kann ich ihnen nur gratulieren. Nerlinger findet bestimmt im Austausch einen Platz beim DFB. Er passt vom Auftritt hervorragend zum Nationalmannschafts-Kapitän. Die beiden könnten Brüder sein. Mit dem verkrampft politisch-korrektem Konzept des DFB "Allen wohl und keinem Wehe" werden wir auf Sicht keine Titel mehr einfahren.

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Johann Unsichtbar

Nerlinger

hatte doch nie eine Chance. Er war oftmals anderer Meinung als Hoeness.
So zB beim Rausschmiss von van Gaal.
Das einzige, was man ihm vorwerfen kann ist, dass er sich nicht gegen Hoeness durchsetzen hat können.
Aber wie soll man als Neuling den Firmenpatriarch absägen? Wenn Alles auf den zugeschnitten ist und der eigentlich noch nicht bereit ist abzutreten.
Also ein Neuer, von dem Hoeness glaubt, dass er dieselbe Meinung hat wie er.
Als Nachfolger hätte der Hoeness gern seinen Klon. ;-)

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Clemens Berg
Clemens Berg (CCBerg) - 02.07.2012 18:54 Uhr

Klares Signal gegen Löw

Gratulation an beiden Seiten für diesen Coup! Jetzt scheidet Löw als kommender Bayerntrainer wohl aus... Zum Glück scheinen die Bayern einzusehen, dass man mit Löwschen Fußball a la "deutsche Tugenden wie Einsatzbereitschaft und Siegeswille sind von gerstern" oder "wir brauchen keine Standards üben, weil wir spielerisch zum Erfolg kommen wollen" nichts gewinnen kann.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 04.07.2012 17:45 Uhr
Johannes Grün
Johannes Grün (ppjjll) - 04.07.2012 17:45 Uhr

Da irren Sie sich

es vielen einige Kopfballtore nach Freistoß / Ecke. Pirlo verwandelte zudem einen Freistoß direkt.

Standards zu üben sind elementar. Sich einige gewitzte Spielzüge auszudenken ist zudem sehr schnell einstudiert!

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Norbert Schiefer

Bekommen die Bayern jetzt Angst und Panik

Daß Christian Nerlinger die Schuhe des H.Hoeneß einige Hausnummern zu groß waren und vielleicht geblieben wären konnte einem einleuchten. Daß er auch im Profil und der Außendarstellung etwas hölzern rüber kam? Schwamm drüber. Mutmaßlich haben eh ganz andere an den dicken Strippen gezogen. Die Entscheidung für Sammer mutet panisch an. Entweder hat man dicke Angst bekommen in Deutschland und Europa nur noch hinterher zu laufen oder H.Hoeneß möchte nun endgültig das operative Geschäft verlassen. Aber Matthias Sammer? Gewiß ein Typ mit Kanten zuweilen ein Sturschädel. Bayerische Mentalität und Verhaltensmuster gehen ihn aber größtenteils ab. Ob die Akzeptanz reift bei den Fans? (siehe zuletzt M.Neuer). Ob er Vorstandskompatibel ist mit H.Rummenigge, Hopfner, Hoeneß? Die Lunte glimmt.

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Dr. Michael Bauer
Dr. Michael Bauer (mbam) - 02.07.2012 16:58 Uhr

Auch das noch....

Jetzt ist dem DFB der letzte aufrechte Ehrgeizige abhanden gekommen. Geradezu eine Ironie dieser EM-Geschichte, dass die netten Erfolglosen den letzten unbequemen Antreiber losgeworden sind.
Übrigens zum Thema "wir können dcoh zufrieden sein, so weit gekommen zu sein": in Deutschland mit 80Mio Einwohneren und dem grössten Fussballverband der Welt MUSS es eine Selbstverständlichkeit sein, das Halbfinale zu erreichen! Die 100T€ Prämie dafür gleichen den unsäglichen Bankerboni, für ein Nichts oder sogar Negatives auch noch belohnt zu werden. Mit dieser antriebs- und eigenschaftslosen Einstellung wird das auch 2014 wieder nix!

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Richard Schessner

Welch teuflischer Plan!

Wenn Jupp nach nur vier Siegen in fünf Spielen kurz vor dem Abschuss steht, ist der Nachfolger schon bei den Bayern unter Vertrag: Matthias Sammer.
Ganz nebenbei: Ich mag den Mattes. Ein streitbarer Mensch, der auch mal aus sich rauskommt und sagt, was er denkt - eine richtige Type eben. Ich höre ihn gern reden. Obwohl ich kein Bayern-Fan bin freue ich mich auf ihn.
Motzki is back!

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Thomas Padberg

Ehe auf (kurze) Zeit

Ich gönne diesen Sportdirektor dem FC Bayern von ganzem Herzen. Genau diesen Mann haben sie verdient!

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Gerhard Grell

Klar, das bringt was ...

.... fragt sich nur für wen!

Bundespräsident aus dem Osten, Bundeskanzlerin aus dem Osten und nun Sportdirektor bei Bayern aus ostdeutscher Sozialisation!

Könnte sein, dass sich Letzterer aber als streitbarer Geist entwickelt. Dank der unzähligen Eminenzen bei den Bayern sind die Wutausbrüche programmiert. Mann darf gespannt sein, wei lange es dauert, bis Hoeness und Sammer zeitgleich explodieren! Spätestens nach 10 Monaten, denken ich ....!

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Matthias Unger

Kluger Schachzug

Sammer sagt immer direkt was er denkt und wo nach seiner Meinung Optimierungspotential besteht, wird das, unabhängig von Rang und Namen, angesprochen. Er ähnelt da sehr seinem Vor-Vorgänger. Deswegen denke ich, daß die Verpflichtung kein Fehler ist. Sammer koennte zur Not sogar als Trainer einspringen.
Der Bundes-Jogi wird froh sein, daß seine DFB-Kuschelecke jetzt sammerfrei ist.

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Sascha Philip Rheinert

Schade aber typisch DFB und FC Bayern

Da war der DFB mal wieder zu blöd das Problem Löw intern zu lösen und hat sich Sammer vom FC Bayern wegschnappen lassen. Gut für Bayern, schlecht aber auch typisch für den DFB.

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Johannes Grün
Johannes Grün (ppjjll) - 02.07.2012 14:59 Uhr

Der 80er-Jahre Stil von Heynckes

ist das Problem und nicht Nerlinger. Hieran wird Sammer wenig ändern können.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 04.07.2012 17:42 Uhr
Johannes Grün
Johannes Grün (ppjjll) - 04.07.2012 17:42 Uhr

80er Jahre Stil heißt

laufen mit dem Ball am Fuß, sich nicht anbieten, sondern auf den Ball warten, kein schnelles Kurzpassspiel. Der Mittelstürmer beteiligt sich am Spiel nicht.

Alle Bayernspieler haben sich taktisch, fußballerisch unter van Gaal weiterentwickelt. Mit Heynckes ging es einige Jahrzehnte zurück. Bayern lebt von Einzelaktionen, weil nie das Team als ganzes arbeitet (wie es beim BVB zu sehen ist). Außerdem sind die Spieler nicht austrainiert (siehe EM).

Was das mit del Bosque zu tuen haben soll, verstehe ich nicht.

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Michael Rembrink
Michael Rembrink (mr1960) - 02.07.2012 17:46 Uhr

Oh ja, Nerlinger war ein Problem

Das Problem des FCB ist der Spielerkader, der von einer Handvoll unterschiedlicher Trainer zusammengestellt und ausgebildet wurde, deren Spielidee mal 'Chaos mit Buddha', mal 'Tiki-Taka', mal 'Retten, was noch zu retten ist' war. Eine Spielidee braucht Zeit zum Reifen. Idealerweise entwickelt man die Spieler bereits im Jugendalter daraufhin. Klopp hat in Dortmund zwei Jahre gebraucht, bevor sich im dritten der erste Erfolg zeigte. Im Geschäftsmodell des FCB, wo selbst über 70 Punkte in der Bundesliga und die CL-Finalteilnahme ohne Titel nichts gelten, gibt es so viel Zeit für einen Trainer nicht. Also braucht man einen starken Mann darüber, der Spielidee und Ausbildung/Auswahl des Personals langfristig verfolgt und dem es egal ist, wer unter ihm Abteilungsleiter Training ist. Nerlinger war damit heillos überfordert. Den hat ein van Gaal zum Frühstück verspeist. Sammer hat eine echte Chance. Und mit ihm der FCB.

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Michael Scheffler

Herr Meyer

Herr Sammer hat schon einige Erfolge sowohl als Spieler als auch als Trainer zu verzeichnen. Woehr speist sich Ihre Meinung?

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 02.07.2012 18:20 Uhr
Thomas Seifert

Meinungsspeisung

Sammer war ein großer Spieler. Hier geht es um Eignung und Erfolge als Trainer/Manager. In Stichworten:

Beim BVB: Meisterschaft 2002 in der unseligen Niebaum-Ära der Kauf-Stars (Amoroso, Koller, Rosicky, Ewerthon), Endspiel UEFA-Cup gegen Rotterdam verloren. Von da an gings bergab. Folgesaison: Dritter Platz, CL-Aus in der Zwischenrunde; Folgesaison: CL-Quali vergeigt, UEFA-Cup Runde 2 raus, Bundesliga sechster Platz - Entlassung.
Danach Stuttgart: Als Magath-Nachfolger 2004 die "jungen Wilden" übernommen, nach kläglichem Saisonfinale mögliche CL-Plazierung verspielt - Entlassung.
Beim DFB 2006 Sportdirektor, als die von Mayer-Vorfelder und Weise im Jahr 2000 eingeleitete grundlegende Wende im Nachwuchsfußball erste Früchte zu tragen begann. Glück für ihn: Diese Früchte werden seitdem - zu großen Teilen irrtümlich - mit ihm in Verbindung gebracht.
.
Eine nachhaltig ausgewiesene Erfolgskarriere sieht anders aus, oder? Aber gut - bei Bayern bekommt er eine neue Chance. Mal sehen.

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