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Bayern München Robben soll für 25 Millionen aus Madrid kommen

27.08.2009 ·  Nach dem schlechten Saisonstart steht der FC Bayern vor einer spektakulären Neuverpflichtung. Arjen Robben soll aus Madrid kommen. Die Ablöse soll rund 25 Millionen betragen. Noch fehlt aber die Bestätigung aus München.

Von Roland Zorn
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Bayern München wird kurz vor der Schließung der Transferliste einen Star des internationalen Fußballs verpflichten. Was Florentino Perez, der Präsident von Real Madrid, und Jorge Valdano, der Generalmanager des spanischen Fußballrekordmeisters, schon vorher in aller Öffentlichkeit bestätigt hatten, kündigte Bayern-Manager Uli Hoeneß am Donnerstagabend für diesen Freitag an: Arjen Robben, der 25 Jahre alte niederländische Nationalspieler, wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit an die Säbener Straße wechseln. „Wir sind uns mit Real Madrid einig. Wenn alles optimal klappt“, sagte Hoeneß am Donnerstagabend bei einer Veranstaltung in München , „könnte er sogar schon am Samstag im Bundesliga-Spiel gegen den VfL Wolfsburg dabei sein.“

Es wäre vielleicht die perfekte Premiere für den Stürmerstar, nachdem der deutsche Rekordmeister mit zwei Unentschieden und einer Niederlage so schlecht wie seit 43 Jahren nicht in die Saison gestartet ist. An diesem Freitagmorgen aber stehen noch letzte Verhandlungen zwischen den Bayern, Robben und dessen Vater hans sowie die medizinische Untersuchung des Spielers bevor.

Die Ablösesumme für Robben, der bei Real Madrid einen Vertrag bis 2012 hatte, soll rund 25 Millionen Euro betragen. Damit hätten die Bayern, die bisher schon 50 Millionen Euro für sechs Verpflichtungen zur neuen Saison ausgaben, ihren Kader noch einmal für viel Geld aufgerüstet. Die Notwendigkeit, nachzulegen, wurde nach dem missglückten Saisonstart evident. Mit Robben als neuem Angreifer auf der linken Seite könnte der niederländische Bayern-Trainer Louis van Gaal endlich auch das von ihm bevorzugte 4-3-3-System spielen lassen.

Mann mit Potential

Die Bayern selbst wollten den Transfer am Donnerstagnachmittag zunächst nicht offiziell bestätigen. Mediendirektor Markus Hörwick sagte: „Wir geben erst Dinge bekannt, wenn wir unsere Hausaufgaben gemacht haben.“ Wesentlich konkreter wurde Valdano gegenüber der Münchner Tageszeitung „tz“. Der frühere argentinische Nationalspieler teilte mit, dass „der Deal so gut wie fix“ sei. „Es fehlen nur noch Kleinigkeiten.“ Robben selbst sagte dem Sender Cadena SER vor seiner Abreise aus Madrid am Donnerstag: „Ich wollte nicht von Real weggehen. Aber der Klub will mich verkaufen. Ich möchte spielen und auf dem Platz zeigen, was ich kann.“

Der Niederländer, dessen Profikarriere beim Ehrendivisionsklub FC Groningen begann und danach über den PSV Eindhoven zum FC Chelsea und zu Real Madrid führte, gilt als ein Spieler mit gewaltigem Potential. Ihm ist aber auch eine große Anfälligkeit für Verletzungen, vorzugsweise an den Sprunggelenken, zu eigen. In Spanien nannten sie Robben deswegen den „Glas-Mann“. Um den dynamischen Ballkünstler und Tempodribbler hatte sich neben den Bayern zuletzt auch Manchester United bemüht. Allerdings soll der Champions-League-Gewinner von 2008 nur 12,5 Millionen und damit die Hälfte der von den Bayern offerierten 25 Millionen Euro für Robbens Dienste geboten haben. Robben selbst war nach drei Jahren und zwei englischen Meisterschaften mit dem FC Chelsea 2007 gegen eine Ablösesumme von 36 Millionen Euro zu Real Madrid gewechselt.

Absprache zu Ribéry?

Ob mit dem bevorstehenden Robben-Deal zwischen den Münchnern und Madrid auch eine Absprache über die Zukunft des Bayern-Stars Franck Ribéry verbunden ist, bleibt spekulativ. Real wollte den Franzosen in diesem Sommer erwerben, hätte ihn aber erst für eine Summe oberhalb von 100 Millionen Euro bekommen. Ribérys Vertrag mit den Münchnern läuft 2011 aus - möglich also, dass er in der kommenden Saison nach Madrid wechselt.

Van Gaal hat mit dem nach Kapitän Mark van Bommel und Verteidiger Edson Braafheid dritten Niederländer in seinen Reihen einen Profi an seiner Seite, der an guten Tagen wie Ribéry Weltklasse verkörpert und mit seinen individuellen Fähigkeiten Spiele allein entscheiden kann.

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