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Bayern München : Kovac plant den Superkader

  • Aktualisiert am

das Ganze im Blick: Bayern-Trainer Niko Kovac Bild: dpa

Noch hält sich der FC Bayern auf dem Transfermarkt zurück. Angeblich soll aber nun der Wechsel von Weltmeister Benjamin Pavard bevorstehen. Dafür enthüllt der Klub schon mal das neue Ausweichtrikot.

          Es ist derzeit auffallend ruhig an der Säbener Straße 51-57 in München. Die Bauarbeiten an der Geschäftsstelle sind zwar weiter in vollem Gange, in Sachen Kaderplanung gibt es beim FC Bayern aber „Stand jetzt nichts Neues“, sagte Trainer Niko Kovac am Donnerstag – und lächelte über seinen Running Gag.

          Offenbar kommen die Transferaktivitäten des FC Bayern aber so langsam in Schwung. Es verdichten sich die Anzeichen für einen Wechsel von Weltmeister Benjamin Pavard (22) vom Bundesliga-Konkurrenten VfB Stuttgart zu den Bayern. Wie der SWR berichtete, soll Pavard während der WM in Russland einen ab 2019 gültigen Vertrag in München unterschrieben haben. Der Defensivspieler besitzt für den kommenden Sommer eine Ausstiegsklausel in Höhe von 35 Millionen Euro.

          Laut SWR verhandeln beide Klubs aber bereits über einen sofortigen Transfer. „Ich kann diesbezüglich gar nichts sagen. Da müssen sie Brazzo (Bayern-Sportdirektor Hasan Salihamidzic, d. Red.) fragen“, sagte Kovac lapidar. Er könne aber „schon bestätigen, dass er ein richtig guter Spieler ist, das hat er schon bewiesen“. Bereits vor zwei Wochen hatte das Fachmagazin kicker mit Verweis auf einen Insider über eine Einigung berichtet.

          Kovac verweist auf das Transferfenster

          Einen Wechsel noch in dieser Transferperiode hatte Stuttgarts Sportvorstand Michael Reschke lange Zeit ausgeschlossen. „Wir verzichten gerne auf sehr viel Geld, wenn er dafür noch ein weiteres Jahr bei uns spielt“, sagte er.

          Dies erscheint immer unwahrscheinlicher. Auch Kovac wies am Donnerstag auf die Unwägbarkeiten der Transferphase bis 31. August hin, auch wenn „noch nicht so viel passiert ist. Aber sie wissen selbst, was möglich ist, solange das Transferfenster offen ist.“

          Bisher haben die Bayern Leon Goretzka von Schalke 04 ablösefrei verpflichtet, zudem kehren die Leihgaben Serge Gnabry (Hoffenheim) und Renato Sanches (Swansea) zurück. Robert Lewandowski, der mehrmals Abwanderungsgedanken geäußert hatte, muss bleiben. Dies gilt auch für James, dessen Stiefvater zuletzt eine Rückkehr zu Real Madrid ins Gespräch gebracht hatte.

          „Wir haben einen laufenden Vertrag, der hat Gültigkeit. Es sieht ganz klar aus, dass er hier bleibt“, sagte Kovac. Der Kolumbianer ist noch bis kommenden Sommer beim FC Bayern unter Vertrag, danach besitzen die Münchner eine Kaufoption in Höhe von 42 Millionen Euro, die sie laut Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge auch ziehen werden.

          Offen ist dagegen weiter die Zukunft von Jerome Boateng. Dem Innenverteidiger zieht es ins Ausland, die Bayern haben Bereitschaft signalisiert, den Nationalspieler für eine hohe Ablöse ziehen zu lassen. Die Personalie könnte auch mit dem möglichen Pavard-Wechsel nach München zusammenhängen.

          Kader soll überschaubar bleiben

          Thiago will möglichst zum FC Barcelona zurück. Auch da sollen die Münchner nicht abgeneigt sein, wenn die Finanzen stimmen. Als mögliche Abgänge werden zudem Arturo Vidal und Juan Bernat seit Wochen gehandelt.

          Kein Mann für die Startformation: Niko Kovac spielt nur im Training der noch kleinen Bayern-Gruppe mit

          Klar ist bisher nur, dass Kovac den (Luxus-)Kader der Bayern überschaubar halten will. „22 Feldspieler sind das Maximum, gerade wenn man 22 solche Hochkaräter hat. Wenn alle fit sind, müsste man sechs Spieler zuhause lassen“, sagte der frühere Profi.

          Schon jetzt wies er seine Stars deutlich darauf hin, „dass man sein Ego in den Hintergrund stellen muss“. Bei der WM seien die Teams im Halbfinale gewesen, „die auch als Team aufgetreten sind. Nur so hat man Erfolg. Wenn jeder denkt, nur ich bin wichtig, wird es Probleme geben.“

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