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Bayern München Kirchhoff kommt im Sommer

 ·  Die Bayern-Spieler sind noch in der Vorbereitung auf die Rückrunde, da treibt ihr Sportvorstand bereits die Planungen für die kommende Saison voran. Matthias Sammer vermeldet die Verpflichtung des Mainzers Jan Kirchhoff. Er kommt im Sommer ablösefrei.

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Als Bayern München am Freitag die Verpflichtung von Jan Kirchhoff bekanntgab, da schwebte der 22 Jahre alte Innenverteidiger von Mainz 05 über den Wolken. Er befand sich gerade mit seinen Teamkameraden auf dem Flug nach Marbella. Dort wird sich der U21-Nationalspieler in den kommenden Tagen auf die Rückserie vorbereiten, da er nach Stand der Dinge erst im Sommer nach Ende seines Arbeitsverhältnisses mit Mainz 05 seinen vertraglich bis 2016 befristeten Dienst in München antreten wird, obwohl die Bayern wegen des verletzungsbedingten Ausfalls von Nationalspieler Holger Badstuber Handlungsbedarf in der Innenverteidigung haben.Zudem fehlt Jerome Boateng wegen einer Rotsperre in den Achtelfinalspielen der Champions League gegen den FC Arsenal.

„Wir müssen da aber auch gar keinen Gedanken daran verschwenden, da es für uns kein Problem ist, dass er im Sommer ablösefrei geht“, sagt Christian Heidel. Der Mainzer Manager hebt hervor, dass sich sein Klub auf keinen Fall sportlich schwächen wolle vor der Rückserie. „Wenn wir auf eine Ablöse spekuliert hätten, dann hätten wir Jan im Sommer für eine Millionensumme verkaufen können.“

Neue Transferkultur in München?

Auch wenn Kirchhoff für die Bayern ein „Schnäppchen“ ist, so ist die Verpflichtung überraschend: Es passiert selten, dass der Rekordmeister einen Fußballprofi verpflichtet, der sich nicht Nationalspieler nennen darf. In der laufenden Saison kam Kirchhoffs künftiger Innenverteidigerkollege Dante als einziger Akteur in der Bundesliga zum Einsatz, der noch nie ein Länderspiel für sein Heimatland bestritten hat. So darf die Verpflichtung als ein Zeichen für eine neue Transferkultur unter dem neuen Sportvorstand Matthias Sammer gewertet werden. Sammer kennt Kirchhoff aus seiner Zeit als DFB-Sportdirektor. Damals dürfte ihn der Defensivspieler bei Einsätzen für die Nachwuchs-Nationalteams überzeugt haben.

Der gebürtige Frankfurter hat vom neunten bis zum 17. Lebensjahr bei der Eintracht gespielt, wo er allerdings in der B-Jugend aussortiert wurde. In Mainz schaffte er den Durchbruch. Dort trug er - wie auch der vor anderthalb Jahren nach Leverkusen gewechselte Nationalspieler André Schürrle - im Team seines heutigen Profi-Trainers Thomas Tuchel zum Gewinn der deutschen A-Juniorenmeisterschaft bei.

Anschließend musste Kirchhoff aber wegen einer Achillessehnenverletzung ein Jahr pausieren. Nach seiner Rückkehr auf den Platz spielte er sich sehr schnell in den Fokus einiger Spitzenvereine. Zudem war er Stammkraft der deutschen U21-Nationalmannschaft. In München dürfte er nun gute Chancen haben, die Abkürzung U21 streichen zu können.

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