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Bayern München Hoeneß wartet gerne auf Olic

03.01.2009 ·  Die Bayern sind in Dubai angekommen und haben schon den ersten Erfolg des neuen Jahres gelandet: Ivica Olic gab den lange um seine Gunst buhlenden Bayern das Ja-Wort. Der Kroate soll an Podolskis Stelle die perfekte Ergänzung für Klose und Toni werden.

Von Michael Ashelm, Dubai
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Den ersten Erfolg des jungen Jahres wollte Uli Hoeneß gar nicht richtig auskosten. Etwas abgekämpft setzte sich der Manager des FC Bayern München am Samstag auf einen Stuhl neben dem Platz und schwieg, als die Mannschaft am späten Nachmittag ihr Übungsprogramm im Trainingslager von Dubai aufnahm.

Langsam verschwand in seinem Rücken die mächtige Skyline der Wüstenmetropole in der Dämmerung, und die vielen Lichter begannen zu glitzern. Der lange Flug durch die Nacht, wenig Schlaf und die Umgewöhnung an das milde Frühlingsklima weit weg vom eiskalten München mögen der Grund gewesen sein für die Zurückhaltung des Mannes mit der klaren Ansage, obwohl der Verein zuvor den zwar allseits erwarteten, aber dennoch spektakulären Wechsel von Ivica Olic vom Ligakonkurrenten Hamburger SV vermeldet hatte.

Olic als Ergänzung zu Klose und Toni

Öffentlich hatten die Verantwortlichen der Bayern wochenlang Interesse an ihrer neuesten Errungenschaft gezeigt, auf die sie aber wohl bis zum Sommer noch warten müssen. Der kroatische Nationalstürmer, 29 Jahre alt, angeblich der schnellste Angreifer bei der zurückliegenden Europameisterschaft, der in 25 Pflichtspielen in dieser Saison für den HSV zwölf Treffer erzielen konnte und durch großen Einsatzwillen auffiel, wechselt zum 1. Juli ablösefrei nach München und soll dort drei Jahre bleiben – eine Ergänzung für das Sturmduo Toni/Klose.

In einer kurzen Stellungnahme des Vereins hieß es durch Hoeneß: „Wir sind uns einig geworden. Es fehlen nur noch die Unterschriften unter den Vertrag.“ Die feste Verbindung zwischen dem Torjäger und dem Rekordmeister könnte eigentlich gleich in Dubai in einem Hotelzimmer rechtsgültig fixiert werden, denn schon in der gestrigen Nacht schwebte Olic dort ein, allerdings noch im Auftrag der Hamburger. Wie der Zufall es will, absolvieren auch sie ein kurzes Trainingslager in den Emiraten, wo die Mannschaft an diesem Dienstag für ein nettes Preisgeld der Scheiche auf den AC Mailand und seinen geliehenen Werbe-Weltstar David Beckham trifft.

Winter-Tausch mit Podolski scheint ausgeschlossen

Dass Olic womöglich schon gleich in der Winterpause seinen Arbeitgeber wechseln könnte, worüber spekuliert wurde, dürfte eher nicht eintreffen. Der Kroate, wegen seiner Gradlinigkeit auf vielen Gebieten ein Liebling der Fans in der Hansestadt, ließ gestern verbreiten, dass er bis zum Sommer alles dafür tue, sich mit einem Titel in Hamburg zu verabschieden. Zudem könnte dem HSV das sportliche Risiko zu groß sein, seine treibende Kraft für eine vorzeitige Ablöse von ein paar Millionen Euro der Bayern jetzt schon abzugeben. Auch die Variante eines Tauschgeschäfts – Podolski für Olic plus Finanzausgleich – erscheint derzeit nur schwer vorstellbar.

Aber natürlich haben die Bayern mit ihrem längst abgeschriebenen deutschen Nationalstürmer auch im neuen Jahr schon wieder Diskussionsstoff zu bieten. Lukas Podolski reiste nämlich nicht mit der Mannschaft, sondern blieb in München. Diesmal wegen einer „Stirnhöhlenerkrankung“, wie es hieß. Am Montag solle er ärztlich untersucht werden und dann spätestens am Dienstag nachkommen.

Dass der unglückliche, seit Anfang November nicht mehr berücksichtigte Podolski den FC Bayern lieber heute als morgen verlassen würde, ist bekannt – vorzugsweise zurück in die Heimat zum 1. FC Köln. Dessen Manager Michael Meier hat angeblich einen Tag vor Silvester in Hoeneß’ Privatdomizil am Tegernsee vorbeigeschaut – bestimmt nicht, weil er sich vom erklärten Liebhaber für Feuerwerke die letzten Tipps einholen wollte.

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