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Bayern holen Guardiola : Perfekte Lösung

Macht er den Unterschied? Pep Guardiola ist der begehrteste Trainer der Welt Bild: dpa

Bayern München hat sich die Dienste des begehrtesten Klub-Trainers der Welt gesichert. Pep Guardiolas Entscheidung für den deutschen Fußball ist eine besondere Wertschätzung.

          Pep Guardiola hat sich für Bayern München entschieden. Eine größere Wertschätzung hätte der deutsche Rekordmeister und der deutsche Fußball insgesamt nicht erfahren können. Dem früheren Trainer des FC Barcelona stand die ganze Fußballwelt offen, er hätte so gut wie jeden Arbeitsplatz, den er wollte, haben können.

          Peter Heß

          Sportredakteur.

          Der FC Chelsea und Manchester City lockten mit exorbitanten Jahresgehältern der Kategorie 15 Millionen Euro plus, der AC Mailand und Silvio Berlusconi umgarnten den Spanier, Paris St Germain wäre bereit gewesen, die Angebote der Engländer sogar noch zu toppen. Aber es passt zu Guardiola, dass er die sicheren Münchner Verhältnisse gewählt hat.

          Guardiola sucht Selbstverwirklichung

          Der Mann, der beim FC Barcelona aufwuchs, dort zum Führungs- und Nationalspieler reifte und als Trainer in vier Jahren sagenhafte 14 Titel gewann, gehört nicht zu der Sorte Fußballprofi, für den die finanzielle Ausstattung oder die beste Titelperspektive ausschlaggebend ist. Dann hätte er beim FC Barcelona bleiben können. Der beste Klub der Welt wäre im vergangenen Sommer bereit gewesen, seine Goldreserven aufzulösen, um ihn zum Weitermachen zu bewegen.

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          Bayern-Trainer Guardiola : Katalane, Stratege, Welttrainer

          Es geht dem Fußballtrainer, der am Freitag 42 Jahre alt wird, jedoch um Selbstverwirklichung. Dazu bot ihm sein Heimatverein zwar jede Freiheit. Doch der Druck, mit dem besten Spieler der Welt (Messi) und der besten Mannschaft der Welt in jedem Spiel Favorit zu sein, eigentlich nur verlieren und kaum etwas gewinnen zu können, rieb ihn auf und trieb ihn schließlich zur Aufgabe.

          Guardiola hat bewusst gewählt

          Während seines Sabbatjahres konnte sich Guardiola in aller Ruhe umschauen, wo er in Zukunft am besten aufgehoben sein würde. Bayern München ist eine logische Wahl. Ein gesunder Verein, mit einer gesunden Führungsstruktur, in einer gesunden Liga. Fast überall sonst leidet der Fußball unter der Wirtschaftskrise, Ausnahmen bilden die Klubs, die durch Mäzene mit Geld vollgestopft werden, dadurch aber in ihren sportlichen Entscheidungen nicht mehr unabhängig sind.

          Dass die Bayern nun mit Guardiola ein Abonnement auf die deutsche Meisterschaft oder gar die Champions League haben, ist noch lange nicht ausgemacht. Der Spanier muss erst beweisen, ob er auch außerhalb der Heimat seine Extra-Fähigkeiten ausspielen kann. Die Sprache kann zum Hindernis werden, wobei Guardiola ausgezeichnet Englisch spricht und sich sicher nicht dagegen sperren wird, so schnell wie möglich gut deutsch zu lernen.

          Keine Diva, sondern Demut

          Die Münchner haben keine Diva verpflichtet, sondern einen Fußball-Liebhaber mit einer eigenen Spielidee, der in seiner Leidenschaft eine gewisse Demut entgegenbringt.

          Die Voraussetzungen auf eine wunderbare Zusammenarbeit könnten besser nicht sein. Doch auch die Bayern und Guardiola werden sich (nach einer Karenzzeit) nur solange in den Armen liegen, wie die Ergebnisse stimmen. Was stimmige Ergebnisse betrifft, ist Jupp Heynckes in seiner letzten Saison gerade dabei, die Latte sehr hoch zu legen.

          Wie geräuschlos die Bayern dessen Nachfolge eingefädelt haben, nachdem sich der Trainer endgültig zum Abschied entschlossen hatte, wird auch ein Argument für Guardiola gewesen sein.

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