18.02.2013 · Auf einmal ist Bastian Schweinsteiger Mittelpunkt einer Diskussion, die ihn als Mann von gestern dastehen lässt. Ist das ungerecht? Oder ist das Ende der Generation 2006 gekommen? Nun äußert sich auch Löw.
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Einer der besten Artikel der letzten Jahre - Danke Herr Horeni!
Liebe Diskutanten,
bin kein Bayern-Liebhaber, ebensowenig aber ein "Hasser".
Neutral muss man sagen: Treffender hat es noch keiner geschrieben. Nicht
nur Schweinsteiger, auch die anderen Protagonisten der Generation
"Sorglos" müssten eigentlich langsam mal liefern. Sie tun
es aber nicht und werden es auch nicht. Woran liegt das? In meinen Augen
ist Herr Schweinsteiger über den Zenit. Was nützt es, dass er
viel läuft? Wichtig wäre, dass er schnell viel läuft. Und
genau das kann er nicht mehr. Egal, was man von Olaf Thon halten mag.
Aber kann einer seiner Analyse widersprechen, dass Schweinsteiger keinen
Gegner mehr überspielt? Außer irgendwo im hinteren
Mittelfeld, aber nicht dort, wo es wichtig wäre? Er ist sicherlich
einer der besten Standfußballer der Welt. Aber das reicht eben
nicht. Schweini ist Lahm. Im doppelten Sinne. Schade, dass unsere Elf
mit diesen beiden (und poldi, und Merte, und...) nix gewinnt. Als Fans
hätten wir es längst verdient. Wo, verdammt, ist unser Xavi?
... hat es längst gesehen. Schweini ist seit der WM nur noch bei 80% seiner Möglichkeiten und leider war er auch nie wirklich ein "Leader". Löw tut gut daran langsam mal darüber nachzudenken die alten Recken (Lahm/Mertesacker etc.) in die Aservatenkammer zu überführen.
Dass Schw. völlig zurecht in der Kritik steht, ja dafür kann Herr Horeni nichts. SChw. war und ist Hoeness Hätschelbubi, der beim FCB wohl mit 33 Jahren in Rente geht. Schw. war nie der Kopf einer Mannschaft, eher der Sechser oder Abräumer vor der Abwehr. Wie wichtig er ist, hat Löw gezeigt, als er ihn trotz Verletzung mit zur EM nahm. Und ihm damit nichts Gutes tat. Schw. gehört mit Lahm zur "Generation Komfortfußballer", die mit hohem Gehalt und Wohlfühlzulage bei weitem nicht das geliefert haben, was sie auf Grund ihrer Begabung hätten leisten können.
@Andreas Häusser Missverständnis
Sie verkennen da was. Was sie schreiben ist sachlich dem Fussball
angemessen, also ein völlig anderes Gebiet.
Fussball ist ein Milliarden Business und während es früher mal
Sport Journalisten gab, sind die heute so tätigen nur mehr
Lobbyisten. Wer seinen Job behalten will, der muss liefern, am besten
Kontroversen. Die Konsumer suchen Themen an denen man sich, wie man
heute sagt: aufgeilen kann, alles was denkbar ist wird publiziert.
Lewandovski und Neymar, heute sogar Heynckes zu Schalke. Warum auch
nicht, denkbar ist es, also macht man Klamauk.
Anders ist es auch mit Schweinsteiger nicht. Sollte Gündogan mal
besser als Schw. werden, jünger ist er ja, kein Problem, er kann es
ja in der CL zeigen. Die BuLi ist in der Breite viel zu peinlich, als
dass sie als Masstab dienen könnte.
Hochgeschwindigkeit und Fußball, ein Gegensatz in sich!
Nach jedem durchdchnittlichen Handballspiel, und das muß keine
Bundesliga sein, hat ein Spiel der deutschen
Fußballnationalmannschaft das Tempo und die Spannung einer Tour de
France Flachetappe. Die Belastungen von Fußballprofis ist doch
garnicht zu vergleichen mit denen von Handballern, aber auch von anderen
Ballsportlern. Das Gehalt natürlich auch nicht. Leider dominiert
diese meist langweilige Sportart -zum Bier holen ist immer Zeit, meist
passiert sowieso nichts- inzwischen alle Medien, und das zu Lasten von
Sportlern die koordinativ, athletisch und konditionell erheblich mehr
drauf haben müssen.
Ooops, bitte frischen sie doch mal mein Gedächtnis auf....
Ein Fussballplatz ist 120 Meter lang. Wie lang ist ein Handballplatz
doch gleich wieder? Ein Fussballer läuft in einem Spiel 12km,
wieviele ein Handballer? Ein Fussbalspiel dauert 90 Minuten, wie viele
dauert ein handballspiel?
Ein 100 Meter Läufer soll ja auch schneller sein als ein
Langstreckler, hab ich zumindest mal gehört...
Ihr Kommentar ist allerdings dem Thema völlig angemessen und auf
demselben Niveau.... das man muss man zugeben,
Die Bayern sind derzeit zu dominant, zu erfolgreich und zu harmonisch.
Da erscheint es nur logisch, dass die Fussballpresse auch durch
Intervies mit ehemaligen Nationalspielern Themen setzt!
Diese Ruhe bei den Bayern ist schliesslich nicht gut für´s
Geschäft und natürlich sind auch die Fans anderer Clubs wie
BVB schnell dabei mit ins Horn zu stossen.
Egal ob jetzt Schweinsteiger kritisiert wird, oder Gomez zur Personalie
Lewandowski interviewt,
Loddar, Olaf und Günther machen da anscheinend gerne mit!
Die Bayern sollten sich auf diese Themen nicht einlassen und die Antwort
weiter auf dem Platz zeigen.
Natürlich haben andere Clubs auch gute Spieler und gerade Reuss,
Götze, Hummels und Gündogan werden eine gute Alternative zu
den Bayernspielern der N11 bilden können.
Das schmälert aber mitnichten die Leistung von Schweinsteiger und Co.
Man wird sehen, wer Mitte nächsten Jahres in welcher Form ist und
wie sich die Spielsysteme weiterentwickeln lassen.
Luxusprobleme :-)
Solche Fragen - wie in diesem Artikel - zu stellen muss doch erlaubt sein
Schweinsteiger hat seine Verdienste und auch in der Vergangenheit gute Leistungen gebracht. Dies ist unumstritten. Dass er bei der EM nicht in Bestform gespielt hat und dass er seither nicht mehr zu seiner früheren Leistung - aus welchen Gründen auch immer - gefunden hat, ebenfalls. Somit ist es im Leistungssport (und über den diskutieren Netzer und Thon) nicht nur erlaubt und notwendig, Alternativen und Prognosen zu diskutieren. Warum sich soviele Teilnehmer hier im Forum darüber aufregen, kann ich beim besten Willen nicht verstehen. Wir alle wollen doch in Brasilien wieder einmal einen Titel - mit oder ohne Schweinsteiger!
Die wahre Schwachstelle im DFB-Team ist der Trainer, wie hier einmal mehr offensichtlich wird. Im Gegensatz zu Löw (sowie Gündogan und anderen "jungen Wilden") hat Schweinsteiger die Erfahrung zweier WM-Halbfinale, eines EM-Finales, aber auch zweier CL-Finals (und es wäre nicht verwunderlich, wenn vor 2014 ein drittes, hoffentlich siegreiches hinzukäme). Nichts spricht mehr für die DFB11 als der - eigentlich!! - glückliche Umstand, dass sie so relativ junge Spieler mit so großer Erfahrung in ihren Reihen hat. Poldi wurde freilich überholt, Freifahrscheine darf es nicht geben. Aber Schweinsteiger, auch Khedira, steht noch meilenweit vor Gündogan und Bender, darüber sollten ein paar gute Spiele nicht hinwegtäuschen. Konkurrenzkampf ist gut, im Mittelfeld ist dieser auf allen Positionen mehr als vorhanden. Aber Führungsspieler brauchen Vertrauen. Oder, es wird mal Zeit, dass es auf dem Trainerposten Konkurrenzkampf gibt! Soll ja auch Trainer geben, die schon mal CL-Finale gewonnen haben.
Olaf Thon Weltmeister 1990 und Vizeweltmeister 1986
Günter Netzer Europameister 1970 und Weltmeister 1974
Was hat Schweinsteiger auf der Uhr?
War das nicht der Fußball-Krankenpfleger, der übers
Wundliegen eines Stürmers faselte, der dann in der 2. Halbzeit noch
mehrere Tore schoß?
Die lach- und Witznummer ist doch Olaf Thon, Netzer mag ja mit Rilling
unterhaltsam sein, hat aber fast immer die Denkgeschwindigkeit eines
senilen Kaltblüters. Mit den beiden Spaßbremsen gewinnt D
jedenfalls kein Spiel und keine Diskussion.
Ich vermute, Sie verwechseln Olaf Thon mit Mehmet Scholl.
Olaf Thon wurde 1990 Weltmeister, 1986 Vizeweltmeister, 1997
Uefa-Pokal-Sieger, 1989, 1990 und 1994 Deutscher Meister sowie 2001 und
2002 DFB-Pokalsieger. Er war zwischen 1983 und 2002 19 Jahre
Fußballprofi (Bayern München und Schalke) und zwischen 1994
und 1998 14 Jahre bei der Nationalmannschaft.
Ich meine (auch wenn ich anderer Meinung bin), ein Spieler, der im Laufe
seiner Karriere zwei große internationale Titel geholt hat, hat
durchaus das Recht, einen aktuellen Nationalspieler (internationale
Titel: 0) zu kritisieren.
Zumindest eher als wir Schlauberger ;)
Das war Mehmet Scholl
Du lieber Himmel echte Fußball-experten tummeln sich hier. nur zur Info Die Herren Thon und Netzer müssen auch keine Spiele mehr gewinnen. Das haben sie bereits für D gemacht. Beide haben aktiv an Weltmeister und Europameistertiteln mitgewirkt, was Herr Schweinsteiger nicht erreicht hat. Und daher muss die Frage gestellt werden können, wer Schweinsteiger ersetzen kann und das muss für jeden Spieler gelten.
Mit Pep Guardiola als Trainer wird er noch wertvoller. Er wird noch
viele gute Jahre vor sich haben.
Das Problem ist der Bundestrainer, der ist ein Fußballeichtgewicht
und macht in den entscheidenden Spielen wie Halbfinale, Finale
unglaubliche Fehler. Nach der WM in Brasilien wird hoffentlich für
Löw schluss sein. Ich tippe auf Viertel- oder Halbfinale.
Was reitet so Geister wie Günther Netzer und Olaf Thon, den
Schweini derart zu verunsichern? Das ist Rufmord, das ist unsportlich,
das ist link und ist absichtliche Kaputtrederei. Nur damit man mal
wieder ins Gespräch, in die Zeitung, ins TV kommt?
Was qualifiziert diese B-Promis zu solchen Einschätzungen? Dass sie
ehemalige Nationalspieler sind? Das hätte sie doch von ihrer
Schweini-Lästerei eher kollegial abhalten müssen, diese hohlen
Näpfe. Sind sie neidisch auf den A-Promi Schweini?
Natürlich muss so was einen jungen und noch ungefestigten Menschen
zutiefst verunsichern. Es wird sich womöglich auf Schweinis
Spielfreude auswirken. Dabei schien ihn die immer wieder zu befeuern.
Natürlich weiß niemand, wie es 2014 um jeden einzelnen
Spieler des Nationalkaders bestellt ist. Aber Schweini heute Gestrigkeit
zu unterstellen, weil er bereits seit Langem erfolgreich Spitzenklasse
ist, das ist unterste destruktive Schublade!
Warum war Bayern die letzten Jahre nicht derart erfolgreich, wie sie es hätten sein können?
Bin kein Bayernfan und ebenso kein Sympathisant des Herrn
Schweinsteigers. Mir stellt sich dennoch die Frage, warum die Bayern
nicht derart erfolgreich waren, wie sie es hätten sein können?
Die Antwort ist relativ simpel und mit zwei Spielern verbunden, die
momentan gesund sind: Schweinsteiger und Ribery. Ansonsten hat sich auf
den tragenden Positionen nicht viel verändert...Müller, Gomez
(jetzt neuerdings Mandzukic), Robben waren und sind nicht dermaßen
ausschlaggebend wie die beiden anderen genannten. Robben galt die
letzten jahre sogar als unersätzlich, das gegenteil ist der Fall.
Und wie andere schon gesagt haben, rennen können die meisten
Fußballer relativ schnell, aber wohin wissen sie nicht und das
Auge für den Mitspieler haben sie auch nicht immer. Und selbst
für Schweinsteiger nach 2014 international Schluss sein sollte,
dann war er trotzdem ein sehr überdurchschnittlicher Fußballer.
Lustiges Völkchen, wir Fußballdeutschen
Bastian Schweinsteiger gehört seit 2010 zur absoluten Weltspitze im
zentralen Mittelfeld. Er hat die Mannschaft bei der WM2010 in zwei der
besten Spielen einer DFB-Auswahl jemals zu historischen Siegen
geführt, dirrigiert die Bayern-Elf seit van Gaal als zentrale
Anspiel- und Umschaltstation, ist einer der zweikampfstärksten
Mittelfeldspieler überhaupt und prägt Spiele durch simple
Anwesenheit. Nach einem verletzungsbedingt schwachen 2012, Bestnoten
diese Saison von aller ernst zunehmender Fachpresse, Lobeshymnen von
aktiven Trainern aller Länder, ein One-Klub-Player, der kurz davor
steht mit seinen Mannschaften die großen Titel zu gewinnen.
Und was machen wir Deutschen? Wir benutzen absurde Vorwürfe um an
einer der tragenden Säulen unseres möglichen nahestehenden
fußballerischen Triumpfes zu sägen. Lustiges Völkchen. :)
Gündogan hat einige sehr gute Spiele bei Dortmund und DFB gemacht.
Schweinsteiger hat jahrelang viele solche Spiele absolviert und war,
ausgenommen EM 2012, immer einer der wertvollsten und besten Spieler
seiner Mannschaften. So auch jetzt im Bayern- Ensemble, welches
unbestritten absolute Weltklasse im Vereinsfußball darstellt und
in dem er immer noch die tragende Rolle spielt.
Wen interessiert es da, ob er auch in 3 Jahren noch mithalten wird?
Momentan ist er Spitze, basta. Diese große, dauerhafte Klasse wird
Gündogan erst noch beweisen müssen.
Deshalb ist diese gehypte Diskussion einfach nur peinlich und typisch
für die Verkommenheit der medialen Sportwelt, die für
Verkaufs-und Einschaltquoten jeden Mist hochstilisiert.
Hr. Schweinsteiger sollte sich einmal überlegen, ob er damals, als
er die Möglichkeit gehabt hätte, nach Spanien (ob es
Barçelona oder Madrid gewesen ist, ist mir leider entfallen) zu
gehen, nicht DIE Chance seines Lebens verpaßt hat und sich lieber
für den einfacheren Weg in München entschieden hat.
Früher, die ganz alten Recken, sind ins Ausland gegangen, als ihre
Zeit in Dtl. abgelaufen war.
Heute, siehe Khedira und Özil, geht man ins Ausland, nachdem man
sich die ersten Meriten in der Heimat verdient hat.
Aber es gibt auch schon junge Fußballer, die in Dtl. noch gar
nicht in Erscheinung getreten sind, aber schon im internationalen
Fußball einen Namen haben, z.B. A. Merkel, nicht Angela sondern Alexander.
hier machen sich lächerlich. Es ist ein Segen, dass diese
Diskussion angestoßen wird. Die Jungs, die es bis ins Nationalteam
schaffen, sind bereits durch ganz andere "Duelle" und
Prüfungen durchgegangen.
Genau das ist, was Deutschland zum Sieg verhelfen kann, Konkurrenz auf
jeder Position. Nur derjenige spielt, der 100 %ig da ist. Endlich bewegt
sich Löw wieder. Ich hatte das Gefühl, einige Positionen waren
bereits "zubetoniert". Auch ein Özil sollte nicht
unantastbar sein, wobei er derzeit echt gut ist. Aber zur WM hätte
ich ihn auch auf der Bank sitzen lassen. Die Jungs sind gut, keine
Frage. Aufgabe des Trainers ist es, sie noch besser zu machen. Als
Nationaltrainer geht es nur über kompetitive Maßnahmen
aufgrund der begrenzten Zeit.
Löw, weiter so!
Ich denke, dass da die Marketingabteilung eines Sportartikelherstellers dem Jupp die Sätze aufgeschrieben hat. Der Münhner Verein ist die Vitrine und der Spieler die Schaufensterpuppe die Umsatz bringen soll. Ganz klar, da muss man bei bei Beschädigungen entgegenwirken, um das belle Image zu wahren. Auf dass der Rubel tollt.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 18.02.2013 13:34 UhrEine Frage des Anstandes
Wenn ein Trainer einen Spieler wie Schweinsteiger hat, kann er ihn nicht von irgendwelchen Plapperern demontieren lassen. Heynckes Lob ist also mitnichten eine Frage der Verkaufsförderung, sondern die einzig richtige Reaktion einer Führungskraft aus Gründen des Anstandes, der Führungskultur im Verein und der Wahrhaftigkeit.
Jupp Heynckes hat Recht, wenn er die Vorzüge...
...Schweinsteigers hervorhebt. Er ist ein ganz wesentlicher Faktor,
warum Bayern kaum Gegentore hinnehmen muss, und warum man sich vorne so
offensiv aufstellen kann. Bastian Schweinsteiger hält im Normalfall
den ganzen "Laden" zusammen.
Der Bundestrainer sieht es nach EM und Schweden-Spiel allerdings etwas
anders. Für den WM-Titel 2014 muss man noch schneller spielen
können. Das ist mit der "Generation Schweinsteiger"
wahrscheinlich nicht mehr uneingeschränkt zu erreichen.
Glücklicherweise drängt schon wieder ein hochtalentierter
Jahrgang nach, der beste Voraussetzungen für eine nochmalige
Temposteigerung mitbringt. Der smarte Bundestrainer sieht das ganz genau
und hält sich alle Optionen offen.
In Sachen Ball-, Passsicherheit und Spielverstand gibt es auf der
Schweinsteiger-Position allerdings nur Gündogan, der neuerdings
dessen Niveau zu erreichen scheint. Dem Platzhirsch ist ein
Herausforderer erwachsen, gegen den es sich zu behaupten gilt.
Schön, wer Optionen dieser Qualität hat.
Die beiden Figuren Löw und Schweinsteiger sind für mich zwei
Sinnbilder für die Krise der Männlichkeit.
Auf der einen Seite steht Jogi Löw als Prototyp der modernen
Führungskultur: Stets adrett, um Außenwirkung bemüht,
konfliktscheu und irgendwie rückgratlos. Kritiker werden mit
Nichtachtung gestraft (interne Kritiker wie damals Kahn, Ballack oder
Frings werden aussortiert und durch junge, fügsame Spieler ersetzt,
kritische Medien werden nicht zu Pressekonferenzen zugelassen bzw.
dürfen keine Fragen stellen), Konfrontationen vermieden, sodass z.
B. eine Diskussion darüber, inwieweit Fehlentscheidungen des
Trainers für das Ausscheiden bei der EM 2012 verantwortlich waren,
im Keim erstickt.
Auf der anderen Seite steht Schweinsteiger, der eine Rolle
ausfüllen soll, die komplett schizophren ist. Er sollte sich vom
witzigen Schweini zum Aggressive Leader auf dem Platz mausern, der
jedoch abseits gefälligst keine öff. Kritik zu
äußern hat, es gibt ja Sprachregelungen und Harmoniepflicht.