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Bastian Schweinsteiger Älter, als der Pass verrät

 ·  Auf einmal ist Bastian Schweinsteiger Mittelpunkt einer Diskussion, die ihn als Mann von gestern dastehen lässt. Ist das ungerecht? Oder ist das Ende der Generation 2006 gekommen? Nun äußert sich auch Löw.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (30)
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Dirk van Issem

Einer der besten Artikel der letzten Jahre - Danke Herr Horeni!

Liebe Diskutanten,
bin kein Bayern-Liebhaber, ebensowenig aber ein "Hasser". Neutral muss man sagen: Treffender hat es noch keiner geschrieben. Nicht nur Schweinsteiger, auch die anderen Protagonisten der Generation "Sorglos" müssten eigentlich langsam mal liefern. Sie tun es aber nicht und werden es auch nicht. Woran liegt das? In meinen Augen ist Herr Schweinsteiger über den Zenit. Was nützt es, dass er viel läuft? Wichtig wäre, dass er schnell viel läuft. Und genau das kann er nicht mehr. Egal, was man von Olaf Thon halten mag. Aber kann einer seiner Analyse widersprechen, dass Schweinsteiger keinen Gegner mehr überspielt? Außer irgendwo im hinteren Mittelfeld, aber nicht dort, wo es wichtig wäre? Er ist sicherlich einer der besten Standfußballer der Welt. Aber das reicht eben nicht. Schweini ist Lahm. Im doppelten Sinne. Schade, dass unsere Elf mit diesen beiden (und poldi, und Merte, und...) nix gewinnt. Als Fans hätten wir es längst verdient. Wo, verdammt, ist unser Xavi?

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michael hergen

Komfortspieler

Dass Schw. völlig zurecht in der Kritik steht, ja dafür kann Herr Horeni nichts. SChw. war und ist Hoeness Hätschelbubi, der beim FCB wohl mit 33 Jahren in Rente geht. Schw. war nie der Kopf einer Mannschaft, eher der Sechser oder Abräumer vor der Abwehr. Wie wichtig er ist, hat Löw gezeigt, als er ihn trotz Verletzung mit zur EM nahm. Und ihm damit nichts Gutes tat. Schw. gehört mit Lahm zur "Generation Komfortfußballer", die mit hohem Gehalt und Wohlfühlzulage bei weitem nicht das geliefert haben, was sie auf Grund ihrer Begabung hätten leisten können.

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Tyler Durden Volland

@Andreas Häusser Missverständnis

Sie verkennen da was. Was sie schreiben ist sachlich dem Fussball angemessen, also ein völlig anderes Gebiet.

Fussball ist ein Milliarden Business und während es früher mal Sport Journalisten gab, sind die heute so tätigen nur mehr Lobbyisten. Wer seinen Job behalten will, der muss liefern, am besten Kontroversen. Die Konsumer suchen Themen an denen man sich, wie man heute sagt: aufgeilen kann, alles was denkbar ist wird publiziert. Lewandovski und Neymar, heute sogar Heynckes zu Schalke. Warum auch nicht, denkbar ist es, also macht man Klamauk.
Anders ist es auch mit Schweinsteiger nicht. Sollte Gündogan mal besser als Schw. werden, jünger ist er ja, kein Problem, er kann es ja in der CL zeigen. Die BuLi ist in der Breite viel zu peinlich, als dass sie als Masstab dienen könnte.

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Clemens Nanke
Clemens Nanke (Nanke) - 18.02.2013 20:50 Uhr

Hochgeschwindigkeitsfußball?

Hochgeschwindigkeit und Fußball, ein Gegensatz in sich!
Nach jedem durchdchnittlichen Handballspiel, und das muß keine Bundesliga sein, hat ein Spiel der deutschen Fußballnationalmannschaft das Tempo und die Spannung einer Tour de France Flachetappe. Die Belastungen von Fußballprofis ist doch garnicht zu vergleichen mit denen von Handballern, aber auch von anderen Ballsportlern. Das Gehalt natürlich auch nicht. Leider dominiert diese meist langweilige Sportart -zum Bier holen ist immer Zeit, meist passiert sowieso nichts- inzwischen alle Medien, und das zu Lasten von Sportlern die koordinativ, athletisch und konditionell erheblich mehr drauf haben müssen.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 19.02.2013 01:27 Uhr
Tyler Durden Volland

Ooops, bitte frischen sie doch mal mein Gedächtnis auf....

Ein Fussballplatz ist 120 Meter lang. Wie lang ist ein Handballplatz doch gleich wieder? Ein Fussballer läuft in einem Spiel 12km, wieviele ein Handballer? Ein Fussbalspiel dauert 90 Minuten, wie viele dauert ein handballspiel?
Ein 100 Meter Läufer soll ja auch schneller sein als ein Langstreckler, hab ich zumindest mal gehört...

Ihr Kommentar ist allerdings dem Thema völlig angemessen und auf demselben Niveau.... das man muss man zugeben,

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Peter Gorski

wen wunderts?

Die Bayern sind derzeit zu dominant, zu erfolgreich und zu harmonisch.
Da erscheint es nur logisch, dass die Fussballpresse auch durch Intervies mit ehemaligen Nationalspielern Themen setzt!
Diese Ruhe bei den Bayern ist schliesslich nicht gut für´s Geschäft und natürlich sind auch die Fans anderer Clubs wie BVB schnell dabei mit ins Horn zu stossen.
Egal ob jetzt Schweinsteiger kritisiert wird, oder Gomez zur Personalie Lewandowski interviewt,
Loddar, Olaf und Günther machen da anscheinend gerne mit!
Die Bayern sollten sich auf diese Themen nicht einlassen und die Antwort weiter auf dem Platz zeigen.
Natürlich haben andere Clubs auch gute Spieler und gerade Reuss, Götze, Hummels und Gündogan werden eine gute Alternative zu den Bayernspielern der N11 bilden können.
Das schmälert aber mitnichten die Leistung von Schweinsteiger und Co.
Man wird sehen, wer Mitte nächsten Jahres in welcher Form ist und wie sich die Spielsysteme weiterentwickeln lassen.
Luxusprobleme :-)

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Ekke Hoffmann

Solche Fragen - wie in diesem Artikel - zu stellen muss doch erlaubt sein

Schweinsteiger hat seine Verdienste und auch in der Vergangenheit gute Leistungen gebracht. Dies ist unumstritten. Dass er bei der EM nicht in Bestform gespielt hat und dass er seither nicht mehr zu seiner früheren Leistung - aus welchen Gründen auch immer - gefunden hat, ebenfalls. Somit ist es im Leistungssport (und über den diskutieren Netzer und Thon) nicht nur erlaubt und notwendig, Alternativen und Prognosen zu diskutieren. Warum sich soviele Teilnehmer hier im Forum darüber aufregen, kann ich beim besten Willen nicht verstehen. Wir alle wollen doch in Brasilien wieder einmal einen Titel - mit oder ohne Schweinsteiger!

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Michael Emmerich

Wer ist Jogi Löw?

Die wahre Schwachstelle im DFB-Team ist der Trainer, wie hier einmal mehr offensichtlich wird. Im Gegensatz zu Löw (sowie Gündogan und anderen "jungen Wilden") hat Schweinsteiger die Erfahrung zweier WM-Halbfinale, eines EM-Finales, aber auch zweier CL-Finals (und es wäre nicht verwunderlich, wenn vor 2014 ein drittes, hoffentlich siegreiches hinzukäme). Nichts spricht mehr für die DFB11 als der - eigentlich!! - glückliche Umstand, dass sie so relativ junge Spieler mit so großer Erfahrung in ihren Reihen hat. Poldi wurde freilich überholt, Freifahrscheine darf es nicht geben. Aber Schweinsteiger, auch Khedira, steht noch meilenweit vor Gündogan und Bender, darüber sollten ein paar gute Spiele nicht hinwegtäuschen. Konkurrenzkampf ist gut, im Mittelfeld ist dieser auf allen Positionen mehr als vorhanden. Aber Führungsspieler brauchen Vertrauen. Oder, es wird mal Zeit, dass es auf dem Trainerposten Konkurrenzkampf gibt! Soll ja auch Trainer geben, die schon mal CL-Finale gewonnen haben.

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Georg Berns

Weltmeister 1990

Olaf Thon Weltmeister 1990 und Vizeweltmeister 1986
Günter Netzer Europameister 1970 und Weltmeister 1974
Was hat Schweinsteiger auf der Uhr?

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Michael Meier
Michael Meier (never1) - 18.02.2013 15:34 Uhr

Wer ist Olaf Thon?

War das nicht der Fußball-Krankenpfleger, der übers Wundliegen eines Stürmers faselte, der dann in der 2. Halbzeit noch mehrere Tore schoß?
Die lach- und Witznummer ist doch Olaf Thon, Netzer mag ja mit Rilling unterhaltsam sein, hat aber fast immer die Denkgeschwindigkeit eines senilen Kaltblüters. Mit den beiden Spaßbremsen gewinnt D jedenfalls kein Spiel und keine Diskussion.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 18.02.2013 18:25 Uhr
Julius Calvelage
Julius Calvelage (julca) - 18.02.2013 18:25 Uhr

Ich vermute, Sie verwechseln Olaf Thon mit Mehmet Scholl.

Olaf Thon wurde 1990 Weltmeister, 1986 Vizeweltmeister, 1997 Uefa-Pokal-Sieger, 1989, 1990 und 1994 Deutscher Meister sowie 2001 und 2002 DFB-Pokalsieger. Er war zwischen 1983 und 2002 19 Jahre Fußballprofi (Bayern München und Schalke) und zwischen 1994 und 1998 14 Jahre bei der Nationalmannschaft.

Ich meine (auch wenn ich anderer Meinung bin), ein Spieler, der im Laufe seiner Karriere zwei große internationale Titel geholt hat, hat durchaus das Recht, einen aktuellen Nationalspieler (internationale Titel: 0) zu kritisieren.

Zumindest eher als wir Schlauberger ;)

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Georg Berns

Das war Mehmet Scholl

Du lieber Himmel echte Fußball-experten tummeln sich hier. nur zur Info Die Herren Thon und Netzer müssen auch keine Spiele mehr gewinnen. Das haben sie bereits für D gemacht. Beide haben aktiv an Weltmeister und Europameistertiteln mitgewirkt, was Herr Schweinsteiger nicht erreicht hat. Und daher muss die Frage gestellt werden können, wer Schweinsteiger ersetzen kann und das muss für jeden Spieler gelten.

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Guenter Meilinger

TRAINER


Mit Pep Guardiola als Trainer wird er noch wertvoller. Er wird noch viele gute Jahre vor sich haben.
Das Problem ist der Bundestrainer, der ist ein Fußballeichtgewicht und macht in den entscheidenden Spielen wie Halbfinale, Finale unglaubliche Fehler. Nach der WM in Brasilien wird hoffentlich für Löw schluss sein. Ich tippe auf Viertel- oder Halbfinale.

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Karl S. Walter

Die Schweini-Kaputtmacher

Was reitet so Geister wie Günther Netzer und Olaf Thon, den Schweini derart zu verunsichern? Das ist Rufmord, das ist unsportlich, das ist link und ist absichtliche Kaputtrederei. Nur damit man mal wieder ins Gespräch, in die Zeitung, ins TV kommt?

Was qualifiziert diese B-Promis zu solchen Einschätzungen? Dass sie ehemalige Nationalspieler sind? Das hätte sie doch von ihrer Schweini-Lästerei eher kollegial abhalten müssen, diese hohlen Näpfe. Sind sie neidisch auf den A-Promi Schweini?

Natürlich muss so was einen jungen und noch ungefestigten Menschen zutiefst verunsichern. Es wird sich womöglich auf Schweinis Spielfreude auswirken. Dabei schien ihn die immer wieder zu befeuern.

Natürlich weiß niemand, wie es 2014 um jeden einzelnen Spieler des Nationalkaders bestellt ist. Aber Schweini heute Gestrigkeit zu unterstellen, weil er bereits seit Langem erfolgreich Spitzenklasse ist, das ist unterste destruktive Schublade!

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Martin Kaleta

Warum war Bayern die letzten Jahre nicht derart erfolgreich, wie sie es hätten sein können?

Bin kein Bayernfan und ebenso kein Sympathisant des Herrn Schweinsteigers. Mir stellt sich dennoch die Frage, warum die Bayern nicht derart erfolgreich waren, wie sie es hätten sein können?
Die Antwort ist relativ simpel und mit zwei Spielern verbunden, die momentan gesund sind: Schweinsteiger und Ribery. Ansonsten hat sich auf den tragenden Positionen nicht viel verändert...Müller, Gomez (jetzt neuerdings Mandzukic), Robben waren und sind nicht dermaßen ausschlaggebend wie die beiden anderen genannten. Robben galt die letzten jahre sogar als unersätzlich, das gegenteil ist der Fall. Und wie andere schon gesagt haben, rennen können die meisten Fußballer relativ schnell, aber wohin wissen sie nicht und das Auge für den Mitspieler haben sie auch nicht immer. Und selbst für Schweinsteiger nach 2014 international Schluss sein sollte, dann war er trotzdem ein sehr überdurchschnittlicher Fußballer.

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Alex Popa
Alex Popa (apopa) - 18.02.2013 14:19 Uhr

Lustiges Völkchen, wir Fußballdeutschen

Bastian Schweinsteiger gehört seit 2010 zur absoluten Weltspitze im zentralen Mittelfeld. Er hat die Mannschaft bei der WM2010 in zwei der besten Spielen einer DFB-Auswahl jemals zu historischen Siegen geführt, dirrigiert die Bayern-Elf seit van Gaal als zentrale Anspiel- und Umschaltstation, ist einer der zweikampfstärksten Mittelfeldspieler überhaupt und prägt Spiele durch simple Anwesenheit. Nach einem verletzungsbedingt schwachen 2012, Bestnoten diese Saison von aller ernst zunehmender Fachpresse, Lobeshymnen von aktiven Trainern aller Länder, ein One-Klub-Player, der kurz davor steht mit seinen Mannschaften die großen Titel zu gewinnen.

Und was machen wir Deutschen? Wir benutzen absurde Vorwürfe um an einer der tragenden Säulen unseres möglichen nahestehenden fußballerischen Triumpfes zu sägen. Lustiges Völkchen. :)

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Andreas Häußer
Andreas Häußer (ahaeu) - 18.02.2013 13:27 Uhr

Seltsame Diskussion

Gündogan hat einige sehr gute Spiele bei Dortmund und DFB gemacht. Schweinsteiger hat jahrelang viele solche Spiele absolviert und war, ausgenommen EM 2012, immer einer der wertvollsten und besten Spieler seiner Mannschaften. So auch jetzt im Bayern- Ensemble, welches unbestritten absolute Weltklasse im Vereinsfußball darstellt und in dem er immer noch die tragende Rolle spielt.

Wen interessiert es da, ob er auch in 3 Jahren noch mithalten wird? Momentan ist er Spitze, basta. Diese große, dauerhafte Klasse wird Gündogan erst noch beweisen müssen.
Deshalb ist diese gehypte Diskussion einfach nur peinlich und typisch für die Verkommenheit der medialen Sportwelt, die für Verkaufs-und Einschaltquoten jeden Mist hochstilisiert.

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Claus Behrens
Claus Behrens (chipin) - 18.02.2013 13:26 Uhr

Es ist zwar müßig, aber

Hr. Schweinsteiger sollte sich einmal überlegen, ob er damals, als er die Möglichkeit gehabt hätte, nach Spanien (ob es Barçelona oder Madrid gewesen ist, ist mir leider entfallen) zu gehen, nicht DIE Chance seines Lebens verpaßt hat und sich lieber für den einfacheren Weg in München entschieden hat.
Früher, die ganz alten Recken, sind ins Ausland gegangen, als ihre Zeit in Dtl. abgelaufen war.
Heute, siehe Khedira und Özil, geht man ins Ausland, nachdem man sich die ersten Meriten in der Heimat verdient hat.
Aber es gibt auch schon junge Fußballer, die in Dtl. noch gar nicht in Erscheinung getreten sind, aber schon im internationalen Fußball einen Namen haben, z.B. A. Merkel, nicht Angela sondern Alexander.

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Bar Is Gk
Bar Is Gk (BarisGK) - 18.02.2013 13:24 Uhr

Die ganzen Schweini-Fanboys

hier machen sich lächerlich. Es ist ein Segen, dass diese Diskussion angestoßen wird. Die Jungs, die es bis ins Nationalteam schaffen, sind bereits durch ganz andere "Duelle" und Prüfungen durchgegangen.

Genau das ist, was Deutschland zum Sieg verhelfen kann, Konkurrenz auf jeder Position. Nur derjenige spielt, der 100 %ig da ist. Endlich bewegt sich Löw wieder. Ich hatte das Gefühl, einige Positionen waren bereits "zubetoniert". Auch ein Özil sollte nicht unantastbar sein, wobei er derzeit echt gut ist. Aber zur WM hätte ich ihn auch auf der Bank sitzen lassen. Die Jungs sind gut, keine Frage. Aufgabe des Trainers ist es, sie noch besser zu machen. Als Nationaltrainer geht es nur über kompetitive Maßnahmen aufgrund der begrenzten Zeit.

Löw, weiter so!

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Uwe Nägele
Uwe Nägele (Tcon) - 18.02.2013 13:08 Uhr

Schaufensterpuppe

Ich denke, dass da die Marketingabteilung eines Sportartikelherstellers dem Jupp die Sätze aufgeschrieben hat. Der Münhner Verein ist die Vitrine und der Spieler die Schaufensterpuppe die Umsatz bringen soll. Ganz klar, da muss man bei bei Beschädigungen entgegenwirken, um das belle Image zu wahren. Auf dass der Rubel tollt.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 18.02.2013 13:34 Uhr
Andreas Häußer
Andreas Häußer (ahaeu) - 18.02.2013 13:34 Uhr

Eine Frage des Anstandes

Wenn ein Trainer einen Spieler wie Schweinsteiger hat, kann er ihn nicht von irgendwelchen Plapperern demontieren lassen. Heynckes Lob ist also mitnichten eine Frage der Verkaufsförderung, sondern die einzig richtige Reaktion einer Führungskraft aus Gründen des Anstandes, der Führungskultur im Verein und der Wahrhaftigkeit.

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Thomas Kobler

Jupp Heynckes hat Recht, wenn er die Vorzüge...

...Schweinsteigers hervorhebt. Er ist ein ganz wesentlicher Faktor, warum Bayern kaum Gegentore hinnehmen muss, und warum man sich vorne so offensiv aufstellen kann. Bastian Schweinsteiger hält im Normalfall den ganzen "Laden" zusammen.

Der Bundestrainer sieht es nach EM und Schweden-Spiel allerdings etwas anders. Für den WM-Titel 2014 muss man noch schneller spielen können. Das ist mit der "Generation Schweinsteiger" wahrscheinlich nicht mehr uneingeschränkt zu erreichen. Glücklicherweise drängt schon wieder ein hochtalentierter Jahrgang nach, der beste Voraussetzungen für eine nochmalige Temposteigerung mitbringt. Der smarte Bundestrainer sieht das ganz genau und hält sich alle Optionen offen.

In Sachen Ball-, Passsicherheit und Spielverstand gibt es auf der Schweinsteiger-Position allerdings nur Gündogan, der neuerdings dessen Niveau zu erreichen scheint. Dem Platzhirsch ist ein Herausforderer erwachsen, gegen den es sich zu behaupten gilt. Schön, wer Optionen dieser Qualität hat.

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Julius Calvelage
Julius Calvelage (julca) - 18.02.2013 11:33 Uhr

Männlichkeit in der Krise

Die beiden Figuren Löw und Schweinsteiger sind für mich zwei Sinnbilder für die Krise der Männlichkeit.

Auf der einen Seite steht Jogi Löw als Prototyp der modernen Führungskultur: Stets adrett, um Außenwirkung bemüht, konfliktscheu und irgendwie rückgratlos. Kritiker werden mit Nichtachtung gestraft (interne Kritiker wie damals Kahn, Ballack oder Frings werden aussortiert und durch junge, fügsame Spieler ersetzt, kritische Medien werden nicht zu Pressekonferenzen zugelassen bzw. dürfen keine Fragen stellen), Konfrontationen vermieden, sodass z. B. eine Diskussion darüber, inwieweit Fehlentscheidungen des Trainers für das Ausscheiden bei der EM 2012 verantwortlich waren, im Keim erstickt.

Auf der anderen Seite steht Schweinsteiger, der eine Rolle ausfüllen soll, die komplett schizophren ist. Er sollte sich vom witzigen Schweini zum Aggressive Leader auf dem Platz mausern, der jedoch abseits gefälligst keine öff. Kritik zu äußern hat, es gibt ja Sprachregelungen und Harmoniepflicht.

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Rolf Huchthausen

Es ist zum Verzweifeln mit den DFB-Verantwortlichen!

Schweinsteiger spielt jetzt schon 10 Jahre beim FCB / 8 Jahre beim DFB. Und er hat nach wie vor die Szenen, die ihn auch immer schon gekennzeichnet haben, die Tore und Vorlagen bei der EURO 2008, bei der WM 2010. Der Mann ist erst 28!!! Und spielt auf sehr hohem Niveau!

Zugegeben Gündogan hat in Paris sehr, sehr gut gespielt. Nur umgekehrt proportional kann Gündogan in seinem Alter (21) schon beständig seine Leistungen im Hochtempofußball abrufen wie es Schweinsteiger seit einem Jahrzehnt nachweislich tut? Gündogan wird einen sehr guten Weg nehmen!

Netzer ist ein launischer alter Grantler, Thon ist kein Analyst! Also, was soll das? In Brazil 2014 muß die technisch, konditionell und vom spielerischen Verständnis stärkste Mannschaft auf den Platz geführt werden, da gehört Schweinsteiger gesund und fit in jedem Fall dazu!

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 18.02.2013 12:26 Uhr
Rolf Huchthausen

Der deutsche Fußball hat sich seit der unterirdischen EURO 2000 in NL/BEL sehr gut entwickelt!

Mit Rückschlägen, die EURO 2004 in POR!

Das eine oder andere Spiel war zum Verrücktwerden gut! Mannschaftlich, technisch, läuferisch und Spielverständnis!

Aber es gibt da einen Spieler, der da immer noch ein Sahnehäubchen drauf setzt, setzten kann. Das ist Mesut Özil! Ich teile Ihre diesbezügliche Ansicht nicht, @ Herr Tarasenko!

Wenn Löw gegangen wird, dann jetzt! Das wäre WM-unschädlich. Löw lebt von der erstaunlichen Clubsubstanz, er treibt nichts mehr voran!

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joachim tarasenko

Wenn es drauf ankommt gehen die alle unter

Meiner Ansicht nach nehmen sich Khadeira und Schweinsteiger nicht viel, im Negativen wie im Positiven. Aber Gündokan? Auch Özil hat noch keine Lichtschranken Überwunden. Real Madrid ist doch ein Beispiel dafür dass die Qualität fehlt. Jetzt macht er einen auf Dressman. Löw ist auf dem falschen Dampfer. Immer nur Rennen und schnell sein wollen mit jungen Spielern. Wer hat uns denn aus der EM geschossen? Ein alternder italienischer Spielmacher, der jederzeit den Überblick behielt und dann zuschlug. Wilde Rennpferde gibt es doch genug die herum stolpern, Genialität seh ich nicht wirklich beim DFB.

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18.02.2013, 10:20 Uhr

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