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Mittwoch, 19. Juni 2013
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

4:1 in Düsseldorf Die Rückkehr des VfL

 ·  Es geht doch: Wolfsburg verlässt das Tabellenende. Zwei Tage nach der Entlassung von Felix Magath gewinnt der VfL unter Lorenz-Günther Köstner deutlich mit 4:1 in Düsseldorf. Die Fortuna wehrt sich erst spät im Spiel.

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© dpa Bemüht und sicher vom Elfmeterpunkt: Diego (im Foto rechts) klatscht Trainer Köstner ab

Zwei Tage nach der Trennung von Felix Magath hat der VfL Wolfsburg seine sportliche Talfahrt unter Rückkehrer Lorenz-Günther Köstner gestoppt und den letzten Tabellenplatz in der Fußball-Bundesliga verlassen. Die Niedersachsen gewannen an diesem Samstag unter dem Interimscoach bei Fortuna Düsseldorf mit 4:1 (0:0) und beendeten damit ihre Misserfolgsserie von sieben Spielen ohne Sieg. Die zum dritten Mal in Serie bezwungenen Düsseldorfer hingegen warten weiter auf den ersten Heimsieg in der Liga.

Vor 45.673 Zuschauern in der Esprit-Arena erzielten Bas Dost (50./64.), Ivica Olic (53.) und Diego (78./Foulelfmeter) die Treffer für die Wolfsburger. Jens Langeneke traf für die Fortuna (71./Foulelfmeter). Köstner, der zum zweiten Male die Mannschaft als Interimstrainer übernahm, brachte gleich sechs neue Spieler in die Startformation. Darunter waren die beiden Brasilianer Diego und Josue sowie Abwehrspieler Simon Kjaer und Makoto Hasebe, der zuletzt vor einem halben Jahr in der Anfangself der Wolfsburger stand.

Bei den Gastgebern gab es eine Woche nach der 0:5-Pleite gegen den FC Bayern nur zwei Veränderungen: Oliver Fink kehrte nach einer Sperre ins Team zurück, und Andrej Woronin erhielt den Vorzug vor Ken Ilsö. In einer lange Zeit mäßigen Partie waren die Wolfsburger aufgrund der individuellen Klasse ihrer Spieler die bessere Mannschaft. Fortuna stand wie gewohnt tief und setzte auf das typische Konterspiel. Die Rückkehr von Woronin sorgte nicht wie gewünscht für neue Impulse. Auf der anderen Seite war Diego bemüht, das Spiel der Gäste zu gestalten.

Siegerkreis: Die Wolfsburger schwören sich nach dem Sieg auf die nächsten Aufgaben ein © dpa Siegerkreis: Die Wolfsburger schwören sich nach dem Sieg auf die nächsten Aufgaben ein

Der umstrittene Mittelfeldspieler hatte aber zunächst kaum spektakuläre Szenen. Dost vergab kurz vor der Pause die beste Chance für die Gäste, sein Kopfball strich über die Querlatte. Kurz zuvor musste Fortuna-Keeper Giefer gegen seinen Mitspieler Adam Bodzek retten, der nach einer Ecke von Diego beinahe ins eigene Tor getroffen hätte. Wolfsburgs Torhüter Diego Benaglio hingegen verlebte einen sehr ruhigen Nachmittag. Die Vorentscheidung zugunsten der Gäste fiel in der 50. Minute, als Dost nach Vorarbeit von Olic aus kurzer Distanz die 1:0-Führung für den VfL erzielte. Es war nach 458 torlosen Minuten der erste Treffer für Wolfsburg.

Kurz darauf traf Olic ebenfalls aus kurzer Distanz zum 2:0, ehe Dost mit seinem dritten Saisontreffer das 3:0 gelang. Langeneke erzielte per Foulelfmeter zwar den Anschlusstreffer. Doch Diego traf in der turbulenten Schlussphase ebenfalls per Foulelfmeter zum 4:1, nachdem er von Fink von den Beinen geholt worden war. Der Düsseldorfer sah für die ungeschickte Aktion im eigenen Sechzehner zudem die Rote Karte.

9. Spieltag: Vieles neu sortiert

Fortuna Düsseldorf - VfL Wolfsburg 1:4 (0:0)

Fortuna Düsseldorf: Giefer - Levels, Langeneke, Juanan, van den Bergh (76. Ilsø) - Bodzek (56. Garbuschewski), Fink - Kruse, Woronin, Lambertz - Schahin (56. Rafael)
VfL Wolfsburg: Benaglio - Fagner, Naldo, Kjaer, Schäfer - Josué, Polak (86. Kahlenberg) - Hasebe, Diego, Olic (82. Rodriguez) - Dost (86. Lakic)
Schiedsrichter: Welz (Wiesbaden)
Zuschauer: 45.673
Tore: 0:1 Dost (50.), 0:2 Olic (53.), 0:3 Dost (64.), 1:3 Langeneke (71./Foulelfmeter), 1:4 Diego (78./Foulelfmeter)
Gelbe Karten: Ilsø (1), Kruse (3) / Josué (2)
Rote Karte: Fink (77./Notbremse) / -

Quelle: FAZ.NET mit Material der dpa
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