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4:1 gegen Wolfsburg Bremen überrennt Ultradefensive

10.12.2011 ·  Sieben Spieler stehen in der Wolfsburger Defensive, der VfL verliert aber in Bremen deutlich. Sokratis, Pizarro, Rosenberg und Arnautovic lassen sich von Magaths Mauer nicht aufhalten.

Von Frank Heike, Bremen
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© dapd Die Hände zum Himmel: Bremen entscheidet die Partie gegen Wolfsburg klar für sich

Das Prinzip Defensive darf als gescheitert gelten. Mit sieben auf Abwehr ausgerichteten Feldspielern versuchte es der Wolfsburger Trainer Felix Magath am Samstag bei Werder Bremen in der ersten Halbzeit. Nur Mario Mandzukic als einzigen Stürmer und die ihm bei Ballbesitz assistierenden Dejagah und Orozco bot Magath als Offensivkräfte auf.

Hinten sicher stehen und dann kontern, das war das Konzept. Es ging völlig daneben. Magaths Mannschaft fehlte es trotz der ultradefensiven Ausrichtung an der nötigen Statik und Abstimmung, um zu bestehen: zur Pause führte Werder 2:0. Und als der VfL in der zweiten Halbzeit aufkam und ein paar Minuten anrannte, nutzte Werder den ersten Konter zur Entscheidung.

Am Ende gewann Bremen 4:1 durch die Tore von Sokratis (18. Minute), Pizarro (45.), Rosenberg (55.) und Arnautovic (71.) bei einem belanglosen Gegentreffer von Schäfer (86.) und stieß den immer schwächer werdenden VfL weiter in den Tabellenkeller.

Was Magath derzeit auch probiert, es will einfach nicht gelingen. So steckt der deutsche Meister von 2009 im Abstiegskampf. Magath wird seine Ankündigung nach dieser schwachen Hinrunde sicher wahrmachen, den Kader im Winter wieder ordentlich zu entrümpeln und zahlreiche Neue einkaufen.

Werder beginnt die Partie sehr schwungvoll und wird belohnt

Besitzer Volkswagen hat den altbekannten, teuren Kurs schon abgenickt. Werder hingegen bleibt sich treu und lässt schwachen Auswärtsspielen starke Heimpartien folgen – 29 Punkte hat Thomas Schaafs Mannschaft schon gesammelt und bleibt weiterhin ein Anwärter für die Europapokalplätze.

Werder hatte die Partie auch ohne Hunt (gesperrt) und Marin (verletzt) sehr schwungvoll begonnen. Das 1:0 gelang dem Griechen Sokratis in der 18. Minute. Nach einer Freistoßflanke von Trinks verlängerte Pizarro den Ball mit dem Kopf in Richtung Tor, dort wehrte Schlussmann Benaglio den Ball nur ab und Sokratis war da.

16. Spieltag: Kölner und Bremer Viererpack

Werder griff weiter an, rannte aber ein halbes Dutzend Mal ins Abseits. So kam Wolfsburg etwas auf und erarbeitete sich zwei kleinere Chancen durch Dejagah. Staunen dann im Weserstadion, wie es Trinks in der 38. Minute gelang, den Querpass von Rosenberg über und nicht ins Tor zu schießen. Anschauungsunterricht in Sachen Cleverness gab Pizarro sieben Minuten später: den Pass von Schmitz ließ er so lange am Fuß, bis freie Bahn war – 2:0 für Werder.

Nach der Pause musste Wolfsburg anders spielen und tat es auch. Endlich beteiligten sich mehr Spieler an den Angriffen. Doch bevor Spannung in die Partie kam, schloss Rosenberg in der 55. Minute zum 3:0 ab. Werder kam zu einem sorgenfreien Sieg und legte nach feiner Vorarbeit von Pizarro noch das 4:0 durch Arnautovic nach, ehe Schäfer kurz vor Schluss für den VfL traf.

Werder Bremen - VfL Wolfsburg 4:1 (2:0)

Werder Bremen: Wiese - Sokratis (60. Arnautovic), Wolf (71. Prödl), Naldo, Schmitz - Bargfrede - Fritz, Trinks, Ignjovski - Pizarro (73. Wagner), Rosenberg
VfL Wolfsburg: Benaglio - Träsch, Chris, Thoelke, Schäfer - Josué (46. Schindzielorz), Madlung - Salihamidzic (46. Polter), Orozco (77. Jönsson), Dejagah - Mandzukic
Schiedsrichter: Kircher (Rottenburg)
Zuschauer: 39.124
Tore: 1:0 Sokratis (18.), 2:0 Pizarro (45.), 3:0 Rosenberg (55.), 4:0 Arnautovic (71.), 4:1 Schäfer (86.)
Gelbe Karten: Sokratis (5) / Chris (3), Josué (4), Träsch (3)

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