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4:1 gegen Schalke Die Bayern stürmen auf Platz drei

 ·  München nutzt die Niederlage von Hannover am Nachmittag und springt auf Champions-League-Platz drei. Beim 4:1-Sieg der Bayern hat Schalke keine Chance. Robben, Gomez und zweimal Müller überwinden Torwart Neuer.

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Die Vorlage zum Matchball war am Nachmittag ein paar hundert Kilometer nördlich geliefert worden, aber nicht immer hatte es der FC Bayern München in dieser Saison geschafft, die Schwäche eines Konkurrenten auszunutzen. Am Samstag genügte dem deutschen Rekordmeister vor 69.000 Zuschauern im eigenen Stadion eine gute erste Halbzeit, um den dritten Tabellenplatz im Fernduell mit Hannover 96 zurückzuerobern und die Chance auf die Teilnahme an der Champions League in der kommenden Saison zu wahren. Beim 4:1-Sieg gegen den FC Schalke 04 stießen die Münchner allerdings nicht auf viel Gegenwehr.

Die Gelsenkirchner bevorzugten vier Tage vor der zweiten Partie gegen Manchester United im Champions-League-Halbfinale ein eher körperloses Spiel. Sie ließen die Bayern nach Belieben kombinieren, leisteten nur wenig Gegenwehr und halfen so tatkräftig mit, dass der Rekordmeister - und damit vielleicht auch Schalkes Torhüter Manuel Neuer - in der nächsten Saison womöglich doch im wichtigsten europäischen Vereinswettbewerb vertreten ist. Der von Bayern umworbene Torhüter war kein Vorwurf zu machen, er vereitelte vor allem in der zweiten Halbzeit einige gute Gelegenheiten seines wohl künftigen Vereins.

Für Neuer hatte der Arbeitstag in München schon nicht gut begonnen. Als der wohl künftige Bayern-Torhüter zum Warmmachen den Rasen der Arena betrat, begrüßte ihn ein Großteil der Fans in der Südkurve mit Pfiffen, unfreundlichen Sprechchören und Plakaten wie „Neuer - nur zu Besuch“. Aber anders als beim Pokalduell Anfang März gab es nach dem Anpfiff zunächst nur noch sporadisch Antipathiebekundungen. Selbst als Neuer nach der Pause im Tor der Südkurve seine Arbeit verrichtete, hielten sich die hämischen Sprechchöre in Grenzen, wohl auch, weil sich in der eigenen Kurve lautstark Protest regte von jenen Fans, die Neuer gerne im Bayern-Trikot sehen würden.

Schalke ist nur um Schadensbegrenzung bemüht

Neuers Klubkollegen demonstrierten ihre Unlust auf diese Partie zwischen zwei großen europäischen Duellen zunächst sehr deutlich. Schalke zeigte bei den Toren von Arjen Robben (6. Minute), Thomas Müller (13.) und Mario Gomez (19,), der mit seinem 24. Treffer der Torjägerkrone in der Bundesliga wieder ein Stück näher rückte, in der ersten Halbzeit kaum Sehenswertes und hatte Glück, dass die Münchner lässig mit ihren Chancen umgingen und so eine höhere Führung zur Halbzeit vergaben. Nach der Pause waren die „Königsblauen“ um Schadensbegrenzung bemüht, vor allem Neuer wehrte sich vehement und zeigte wieder einmal eine gute Leistung.

Beim 4:1 der Bayern durch Müller in der 84. Minute war er allerdings chancenlos. Die größte Schalker Leistung beim zwischenzeitlichen Ausgleich durch Badstubers Eigentor war, dass Matip drei Münchner und Torhüter Butt im Fünfmeterraum erfolgreich irritiert hatte. Die Bayern waren unter der Woche zwar mehr mit sich beschäftigt gewesen als mit dem Kampf um einen Champions-League-Platz und hatten sich auf ein paar Scharmützel eingelassen. Aber weder schien Bastian Schweinsteiger die öffentlich ausgetragene Fehde mit einem Journalisten in seiner Konzentration zu stören noch schien das Geplänkel zwischen Robben und Lahm über ehemalige und aktuelle Führungspersönlichkeiten Auswirkungen auf die Harmonie auf dem Platz zu haben.

Der entthronte Meister nutzte die Chance, die Hannover und vor allem der unmotivierte Gegner am drittletzten Spieltag ermöglichte. Torschütze Müller sprach am Ende davon, das „das Bällchen heute gut gelaufen ist.“ Man sei „bissig, giftig und motiviert“ gewesen, habe aber ein, zwei Tore zu wenig geschossen. „Es ist bitter“, sagte er, „dass wir aus so viel Potential in dieser Saison so wenig gemacht haben und jetzt nur um Platz drei kämpfen.“

Bayern München - FC Schalke 04 4:1 (3:1)
Bayern München:
Butt - Lahm, van Buyten, Badstuber, Contento (72. Ottl) - Schweinsteiger, Timoschtschuk - Robben, Müller (85. Kroos), Ribéry - Gomez (83. Klose)
FC Schalke 04: Neuer - Uchida, Papadopoulos, Metzelder, Sarpei (46. Baumjohann) - Matip (79. Escudero) - Farfán, Kluge, Annan, Jurado - Raúl (46. Edu)
Schiedsrichter: Gagelmann (Bremen)
Zuschauer: 69.000 (ausverkauft)
Tore: 1:0 Robben (6.), 1:1 Badstuber (8./Eigentor), 2:1 Müller (13.), 3:1 Gomez (19.), 4:1 Müller (84.)
Gelbe Karten: Ribéry (4) / Farfán (6), Metzelder (3)

Quelle: FAZ.NET
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