Die Ergebniskrise weitet sich aus. Nach dem peinlichen Aus im Pokal und der Auftaktniederlage in Mönchengladbach hat die TSG 1899 Hoffenheim auch das dritte Pflichtspiel in Folge verloren. Diesmal hieß es 0:4.
Für die siegreiche Frankfurter Eintracht, die durch ein Eigentor von Marvin Compper (39.), einen Distanzschuss von Pirmin Schwegler (43.) sowie einen Foulelfmeter von Alexander Meier (83.) und schließlich Martin Lanigs Treffer (90.) vor 29.650 Zuschauern erfolgreich war, bedeutete der zweite Saisonsieg den Sprung auf Tabellenposition eins.
Einstellige Tabellenregionen – das ist es, was sich auch Markus Babbel vorstellt. Doch der Hoffenheimer Trainer muss sich gedulden. Bislang nämlich ist so ziemlich alles schief gegangen, was nur schief gehen kann.
Saisonübergreifend haben die Männer aus dem Kraichgau nun schon sechs Spiele in Folge verloren. Dass Babbel die Heimpremiere ausgerechnet gegen den Aufsteiger Eintracht verloren hat, entbehrt nicht einer gewissen Pikanterie.
Mit dem Frankfurter Trainer Armin Veh verbindet ihn eine sehr gute Freundschaft. Im Stuttgarter Meisterjahr machte Babbel unter Veh seine letzten Spiele als Profi und wechselte dann die Seiten. Erst wurde er Vehs Assistent, später übernahm er dann selbst Verantwortung bei den Schwaben und führte sie in die Champions League.
Hoffenheim in der Königsklasse? Da muss noch ziemlich viel passieren. Babbels groß angelegte Umbaumaßnahmen fruchten noch nicht. Von zwanzig Spielern hat sich der Coach getrennt; vierzehn Neue sind gekommen. Unter ihnen auch der für ein Jahr vom VfL Wolfsburg ausgeliehene ehemalige Eintracht-Profi Patrick Ochs. Gegen die alten Kameraden saß Ochs noch auf der Tribüne.
Was er zu sehen bekam, dürfte ihm aus TSG-Sicht nicht gefallen haben. Nicht sein neuer Klub, bei dem der eingewechselte Sejad Salihovic innerhalb von nur vier Minuten erst Gelb und dann Gelb-Rot sah (70.) und der dann auch noch Stephan Schröck mit Gelb-Rot verlor (73.), sondern die Eintracht erwies sich als eingespielte, harmonische Einheit.
1899 Hoffenheim: Wiese - Schröck, Delpierre, Compper, Johnson - Weis (66. Salihovic), Rudy (46. Williams) - Vukcevic (46. Usami), Volland, Roberto Firmino - Derdiyok
Eintracht Frankfurt: Trapp - Jung, Anderson, Zambrano, Oczipka - Schwegler, Rode (88. Lanig) - Aigner (81. Celozzi), Meier, Inui (85. Hoffer) - Occean
Schiedsrichter: Weiner (Giesen)
Zuschauer: 29.650
Tore: 0:1 Compper (39./Eigentor), 0:2 Schwegler (43.), 0:3 Meier (83./Foulelfmeter), 0:4 Lanig (90.)
Gelbe Karten: Weis (1) / Inui (1), Oczipka (1)
Gelb-Rote Karten: Salihovic (70./wiederholtes Foulspiel), Schröck (74./wiederholtes Foulspiel) / -
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