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4:0 gegen Stuttgart Bremer Tag der Volltreffer

15.03.2009 ·  Werder macht Boden im Mittelmaß der Bundesliga gut. Gegen Stuttgart gewann Bremen 4:0. Diego, Pizarro und zweimal Rosenberg trafen gegen die Schwaben, die nun nicht mehr von der Champions League sprechen brauchen.

Von Roland Zorn, Bremen
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Die Pokalspezialisten von Werder Bremen haben nach dürren Wochen im Punktspielbetrieb am Sonntag auch in der Fußball-Bundesliga zugeschlagen. Gleich mit 4:0 fertigten die Norddeutschen nach Treffern von Diego (34. Minute), Pizarro (53.) und Rosenberg (59./74.) den selbsternannten Champions-League-Kandidaten VfB Stuttgart vor 39.000 Zuschauern im Weserstadion ab. Damit kann der Tabellenzehnte nach seinem ersten Liga-Sieg in der Rückrunde voller Selbstbewusstsein am Mittwoch nach Saint-Etienne reisen, wo es im Uefa-Pokal-Achtelfinalrückspiel einen 1:0-Vorsprung zu behaupten gilt.

Dranbleiben und immer die Champions-League-Plätze im Auge behalten: Nach diesem Motto hatte der Stuttgarter Teamchef Markus Babbel seine Mannschaft auf- und eingestellt. „Warum“, hatte der Trainer des Tabellensechsten vorher gesagt, „soll ich mich damit zufrieden geben, Fünfter werden zu wollen?“ Allerdings musste er in der Abwehr improvisieren, weil ihm Tasci (gesperrt) und Delpierre (Bänderanriss) nicht zur Verfügung standen.

„Wir stehen nicht so gut da, aber schenken nicht ab“

Also verteidigte innen Boulahrouz neben dem üblicherweise rechts eingesetzten Osorio. Babbels Kollege Thomas Schaaf experimentierte noch ein bisschen mehr. Ohne den grippekranken Mertesacker und den gesperrten Naldo bildeten Baumann und Prödl die Innenverteidigung. Dafür kehrte der zuletzt am Knie verletzte Özil in die erste Elf zurück. „Wir stehen in der Liga nicht so gut da“, hatte Schaaf vorher betont, „aber wir schenken auf keinen Fall ab.“ Entsprechend verbissen bekämpften sich beide Teams, worunter die spielerische Linie hüben wie drüben litt.

Für den ersten Knalleffekt sorgte der Bremer Verteidiger Boenisch, der den Ball aus dreißig Metern zur Verblüffung von Torhüter Wiese einfach mal aufs eigene Tor haute: Er traf das Außennetz (13.). Für das echte Highlight der ersten 45 Minuten sorgte der einzige Künstler auf dem Platz: Diego ließ sich im Zweikampf mit Khedira geschickt fallen, bekam den gewollten Freistoß und zirkelte den Ball mit Drall zum 1:0 für Werder unter die Latte des Stuttgarter Tores (34.). Für den Brasilianer bedeutete das zugleich den Punktsieg in einer kleinen Privatfehde, die er an diesem Tag mit VfB-Torwart Lehmann führte. Auf der anderen Seite wurde es für die Bremer nur dann eine Spur bedrohlich, wenn Nationalspieler Gomez auf die Abwehr zurauschte.

Den Frust der vergangenen Tage vom Leibe geschossen

Und so wechselte Babbel zur Pause für die schwachen Außen Hilbert und Elson den Winterzugang Gebhart und Lanig ein. Die beiden konnten wenigstens von nahem mit ansehen, wie sich der zweite Bremer Latino-Star den Frust der vergangenen Tage vom Leibe schoss. Pizarro holte in der 53. Minute aus vollem Lauf aus und drosch den Ball, unhaltbar für Lehmann, aus 25 Metern ins rechte obere Toreck. Traumtor Nummer zwei an diesem Bremer Sonntag der Volltreffer.

Mit dem 2:0, und erst recht dem 3:0 und 4:0 nach Rosenbergs Sololäufen (59. und 74.) war Werder den Sieglos-Makel der zurückliegenden Wochen los, während der Stuttgarter Trainer Babbel nach seiner ersten Bundesliga-Niederlage mit dem VfB fürs erste nicht mehr von der Champions League zu reden braucht.

Werder Bremen - VfB Stuttgart 4:0 (1:0)
Bremen:
Wiese - Pasanen (22. Tosic), Prödl, Baumann (78. Vranjes), Boenisch - Niemeyer - Frings, Diego, Özil (71. Tziolis) - Rosenberg, Pizarro. - Trainer: Schaaf
Stuttgart: Lehmann - Träsch, Osorio, Boulahrouz, Boka - Hilbert (46. Lanig), Khedira, Hitzlsperger, Elson (46. Gebhart) - Gomez, Marica (64. Schieber). - Trainer: Babbel
Schiedsrichter: Günter Perl (München)
Tore: 1:0 Diego (34.), 2:0 Pizarro (53.), 3:0 Rosenberg (59.), 4:0 Rosenberg (74.)
Zuschauer: 39.272
Gelbe Karten: Baumann (4), Özil, Rosenberg (2) -

Quelle: F.A.Z.
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