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4:0 gegen Schalke Die Bayern sorgen für Langeweile

Leverkusen, Dortmund und Frankfurt patzen, die Bayern indes spazieren durch die Liga. Beim 4:0-Sieg sind die Schalker nur ein Spielball für den Tabellenführer, der 15 Punkte Vorsprung hat.

© dapd Vergrößern Höher geht es nicht: Die Bayern schauen von oben auf die Bundesliga hinab

Anfang November war Schalke 04 noch ein Titelkandidat, ein Team, das den Bayern auf den Fersen schien und den Titelkampf spannend zu machen versprach. Drei Monate später sind aus damals vier Punkten Rückstand auf den Tabellenführer 25 geworden. Und so war Schalke nur noch ein Spielball des Rekordmeisters an jenem Tag, der die Rückrunde der 50. Bundesligasaison wohl endgültig zur voraussichtlich langweiligsten der Geschichte gemacht hat.

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Mit dem nie gefährdeten 4:0-Sieg am Samstagabend gegen die auf Rang neun zurückgefallenen Schalker haben die Münchner ihren Vorsprung vor dem Zweiten, Meister Dortmund, auf 15 Punkte ausgebaut. Zwei Treffer erzielte David Alaba, zuerst mit einem Foulelfmeter (12. Minute), dann aus kurzer Entfernung auf Vorlage von Mario Gomez (51.). Dazwischen hatte Bastian Schweinsteiger mit einem Freistoß das 2:0 geschossen (32.). Den letzten Treffer setzte Gomez (63.).

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Ohne den wegen einer Augenverletzung fehlenden Klaas-Jan Huntelaar und den erkrankten Julian Draxler fehlte den Schalkern jede offensive Option, und defensiv standen sie durchweg auf verlorenem Posten. Zwar hatte Bayern-Trainer Jupp Heynckes gewarnt, der Gegner komme „mit einer extremen Motivation nach München, um hier vielleicht für eine Überraschung zu sorgen“.

Aber er konnte sich den Luxus leisten, zum ersten Mal in der Rückrunde seine dreimal erfolgreiche Startelf zu verändern. Für das zuletzt überragende Sturm-Duo Mario Mandzukic und Thomas Müller durften Mario Gomez und Arjen Robben aufs Feld, und an Stelle von Daniel van Buyten gab Jerome Boateng in der Innenverteidigung sein Jahres-Debüt.

Das 4:0 gegen Schalke ähnelt eher einem Trainingsspiel © REUTERS Vergrößern Das 4:0 gegen Schalke ähnelt eher einem Trainingsspiel

Es dauerte ein wenig, bis die Abläufe wieder stimmten, so dass Schalke zum ersten Torschuss der Partie kam - Neuzugang Michel Bastos zog aus 18 Metern ab, traf jedoch nur das Außennetz. Es blieb mit Ausnahme eines weiteren Schusses des Franzosen nach 71 Minuten der einzige Hauch von Gefahr für das Bayern-Tor.

Die Ballzirkulation der Bayern schnürte die Schalker immer mehr an deren Strafraum fest. Unter dem Dauerdruck griff Marco Höger ans Trikot des vorbeistürmenden Ribéry, der stürzte, und Alaba verwandelte den fälligen Elfmeter in Vertretung des pausierenden Müller sicher.

FC Bayern München - FC Schalke 04 © dpa Vergrößern Königsblau sieht in München ganz schön blass aus

Nach 27 Minuten führte eine fast zweiminütige Bayern-Ballstafette zu einer Ecke, in deren Folge Schweinsteiger das 2:0 per Kopf nur knapp verpasste. Er holte es per Fuß nach. Nach einem Foul des 19 Jahre alten Sead Kolasinac, Vertreter des gesperrten Linksverteidigers Christian Fuchs, an Robben lief Schweinsteiger zum Freistoß aus 22 Metern an.

Und während Trainer Jens Keller an der Seitenlinie verzweifelt mit den Armen wedelte, um seine Spieler zum Springen zu bewegen, flog der Ball über das nahezu im Boden verwurzelte Schalker Mäuerchen hinweg zum 2:0 ins Netz.

FC Bayern München - FC Schalke 04 © dpa Vergrößern Der bemitleidenswerteste Schalker: Torwart Hildebrand

Kurz darauf kam Robben nach einer hübsch improvisierten Kleinkombination rund um den Elfmeterpunkt über die Stationen Gomez und Kroos kurz vor dem Abschluss ins Straucheln. Kurz nach der Pause zog Robben links bis zur Grundlinie, sein Zuspiel wurde am Fünfmeterraum nur unzureichend abgewehrt, und Gomez legte den Ball klug zurück auf Alaba, der sich eine leere Torecke zum 3:0 aussuchte.

Nach 55 Minuten scheiterte Robben, eifrig bemüht, doch im Abschluss durchweg glücklos, bei einem Konter allein vor Torwart Timo Hildebrand mit einem Lupfer, der sich erst hinter der Latte senkte. Doch für Schalke gab es kein Entkommen - Schweinsteiger lupfte auf Robben, von dem der Ball zu Gomez kam, und der fand das leere Netz zum 4:0.

FC Bayern Muenchen - FC Schalke 04 © dapd Vergrößern Ab durch die Mitte: Ribery lässt die Gegenspieler links und rechts liegen

Danach nutzte Heynckes die einseitige Partie zu einem spielerischen Praktikum für drei lange nicht eingesetzte Defensivkräfte, Rafinha, Diego Contento und Luiz Gustavo, die die Stars Schweinsteiger, Lahm und Ribéry ersetzten. So kamen die Schalker ohne weitere Demütigung davon. Doch der Unterschied blieb gewaltig: vor drei Monaten ein Bayern-Jäger, nun nur noch ein Prügelknabe.

Bayern München - FC Schalke 04 4:0 (2:0)

Bayern München: Neuer - Lahm (73. Rafinha), Boateng, Dante, Alaba - Javi Martínez, Schweinsteiger (73. Luiz Gustavo) - Robben, Kroos, Ribéry (73. Contento) - Gomez
FC Schalke 04: Hildebrand - Höwedes, Matip, Metzelder, Kolasinac - Höger (64. Raffael), Neustädter, Jones - Barnetta, Bastos (72. Farfán) - Pukki (78. Edu)
Schiedsrichter: Gagelmann (Bremen)
Zuschauer: 71.000 (ausverkauft)
Tore: 1:0 Alaba (19./Foulelfmeter), 2:0 Schweinsteiger (32.), 3:0 Alaba (51.), 4:0 Gomez (63.)
Gelbe Karten: - / Höger (2)

Quelle: FAZ.NET

 
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Veröffentlicht: 09.02.2013, 20:27 Uhr

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