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4:0 gegen Nürnberg : Münchner Rotationsmeister machen Spaß

Das war eine leichte Übung: Die Bayern und Gomez besiegen Nürnberg klar Bild: REUTERS

Der deutsche Rotationsmeister aus München besiegt Nürnberg leicht und locker mit 4:0. Die Ersatzbank hat einen Marktwert von über 120 Millionen Euro. Aber auch die Reservisten sorgen für viel Spaß.

          Die Bayern sind nicht nur deutscher Fußballmeister, sondern auch deutscher Fußballrotationsmeister. Das Duell der beiden am längsten ungeschlagenen Bundesligaklubs gewannen die Münchner am Samstag gegen den 1. FC Nürnberg leicht und locker 4:0 - und das in einer Besetzung, die es nie zuvor gegeben hat und auch nicht wieder geben wird.

          Peter Heß

          Sportredakteur.

          Die deutschen Nationalspieler Schweinsteiger, Lahm und Müller gehörten nicht mal zum Aufgebot. Neuer, Dante, Martinez, Mandzukic, Robben und Alaba machten an diesem Nachmittag die Ersatzbank zur edelsten, die es jemals in der Bundesliga-Geschichte gegeben hat - mit einem Marktwert von über 120 Millionen Euro.

          Die Münchner Profis, die bei Anpfiff auf dem Feld standen, machten dem Publikum allerdings auch großen Spaß. Als Innenverteidiger Boateng in der fünften Minute das 1:0 erzielte, hatten die Bayern zuvor schon drei andere große Torgelegenheiten herausgespielt. Der 1. FC Nürnberg, zuvor in neun Begegnungen unbesiegt erstarrte in Ehrfurcht vor der spielfreudigen Bayern-Reserve.

          Auch Defensivspieler wie Rafinha dürfen beim Toreschießen mitmachen
          Auch Defensivspieler wie Rafinha dürfen beim Toreschießen mitmachen : Bild: REUTERS

          So gewannen die Münchner auch ihr zwölftes Rückrundenspiel und blieben in der 20. Bundesligapartie hintereinander unbesiegt. Insgesamt war das 4:0 schon der 25. Saisonsieg der Bayern, so viele schaffte noch niemand in 50 Jahren Bundesliga - und die Spielzeit ist noch nicht zu Ende.

          Mannschaftskapitän und treibende Kraft am Samstag war Franck Ribery, der im Pokalhalbfinale am kommenden Dienstag gegen Wolfsburg gesperrt sein wird und deshalb keiner Schonung bedurfte. Der Franzose wirbelte über das ganze Spielfeld, begeisterte als Kombinationskünstler, Torvorbereiter und Schütze.

          Das Thema Champions League ist auch in der Bundesliga allgegenwärtig
          Das Thema Champions League ist auch in der Bundesliga allgegenwärtig : Bild: AFP

          Aber die Kollegen fielen auch nicht ab, jedenfalls nicht in der ersten halben Stunde, in der Gomez und Rafinha das Ergebnis auf 3:0 schraubten. Ob Rafinha, ob Can in seinem ersten Einsatz in der Startformation, ob Contento oder Timoschtschuk, die ebenfalls in der üblichen Rotation kaum an die Reihe kommen, alle bewiesen, dass sie jederzeit in einem anderen Bundesligaklub eine tragende Rolle übernehmen können.

          Nach einer halben Stunde jedoch legten die Bayern eine Pause ein, wer mochte es ihnen verdenken, dass sie nicht mehr das rechte Maß zwischen Lockerheit und Lässigkeit fanden. Kurz vor der Pause durfte Feulner als erster Nürnberger aufs Bayern-Tor schießen, Starke parierte den Schuss.

          Der Nürnberger Torhüter Schäfer hat keinen schönen Nachmittag in München
          Der Nürnberger Torhüter Schäfer hat keinen schönen Nachmittag in München : Bild: dpa

          In der zweiten Halbzeit war nicht mal eine Minute gespielt, da bot sich dem Club eine noch viel größere Chance zum Torerfolg. Der Münchner Rechtsverteidiger Rafinha hatte nicht aufgepasst und Gegenspieler Frantz davonziehen lassen. Sein Versuch, den Nürnberger mit der Hand noch einzufangen, war so auffällig wie ungeschickt - Frantz fiel, Schiedsrichter Weiner pfiff, Gelb für Rafinha, Elfmeter für Nürnberg.

          Doch Routinier Simons schaffte es nicht, den Ball an Starke vorbeizubringen. Der Vertreter von Neuer wehrte den Ball ab. Die Bayern rissen sich danach wieder etwas zusammen und erhöhten auf 4:0 durch Shaqiri.

          Auch Abwehrmann Boateng darf seine Offensivqualitäten beweisen
          Auch Abwehrmann Boateng darf seine Offensivqualitäten beweisen : Bild: dpa

          Das war es dann, wenn man davon absah, dass der 17 Jahre alte Däne Pierre Emil Hojbjerg sein Bundesligadebüt für die Münchner feiern durfte. Das Publikum blieb bestens gelaunt, obwohl das Spiel in den letzten 20 Minuten manchmal Züge eines Altherrenkicks trug. Der Vorfreude auf die Duelle mit dem FC Barcelona in der Champions League tat das keinen Abbruch.

          Bayern München - 1. FC Nürnberg 4:0 (3:0)

          Bayern München: Starke - Rafinha, van Buyten, Boateng, Contento - Timoschtschuk, Can - Shaqiri (71. Højbjerg), Pizarro, Ribéry - Gomez
          1. FC Nürnberg: Schäfer - Balitsch, Nilsson, Klose (55. Plattenhardt), Pinola - Simons - Kiyotake, Feulner, Frantz (83. Ildiz), Esswein - Pekhart (46. Chandler)
          Schiedsrichter: Weiner (Ottenstein)
          Zuschauer: 71.000 (ausverkauft)
          Tore: 1:0 Boateng (5.), 2:0 Gomez (17.), 3:0 Rafinha (24.), 4:0 Shaqiri (56.)
          Besonderes Vorkommnis: Starke (Bayern München) hält Foulelfmeter von Simons (47.)
          Gelbe Karten: Rafinha (1) / Nilsson (4), Pinola (10)

          Quelle: FAZ.NET

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