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4:0 gegen Hannover Frankfurt hat die bessere Rumpftruppe

22.11.2008 ·  Eintracht Frankfurt siegte in der Begegnung der beiden ziemlich verletzungsgeplagten Teams. Mit dem 4:0 schoss sich die Eintracht auf Distanz zu den Abstiegsrängen - muss aber mit Torwart Nikolov schon wieder eine Verletzten verkraften.

Von Ralf Weitbrecht, Frankfurt
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Er hatte es wirklich gesagt. „Jetzt kommen die Auswärtsschlaffis.“ Dieter Hecking, der Trainer von Hannover 96, scheint seine Mannschaft bestens zu kennen, denn wieder gab es eine Niederlage. Diesmal hieß es für die schlechteste Auswärtsmannschaft der Fußball-Bundesliga 0:4 bei der Frankfurter Eintracht, dem Team seines Trainerfreundes Friedhelm Funkel.

„Wenn man nur zwischen den Strafräumen Fußball spielen kann, wird es sehr schwer, überhaupt einen Punkt aus den letzten drei Spielen bis zur Winterpause zu holen“, sagte Hecking frustriert.

Friedhelm Funkel: „Ich kenne meine Mannschaft“

Auch mit weiterhin personell limitiertem Aufgebot zeigte die Eintracht bei allen Unzulänglichkeiten mehr Esprit und mehr Leidenschaft. Stürmer Nikos Liberopoulos (25. und 86. Minute), der am Samstag stärkste Eintracht-Profi, Verteidiger Marco Russ (40.) und Martin Fenin (92.) erzielten die Treffer für den Sieger, der sich nach und nach der Sicherheitszone in der Tabelle nähert.

Funkel sagte in Erinnerung an das jüngste 0:4 in Dortmund. „Ich kenne meine Mannschaft und wusste, dass sie diese Reaktion zeigen wird.“ Im Spätherbst 2008 ist es vor allem die Eintracht, die die Freude am Siegen wiedergefunden und dank des verdienten Erfolges gegen die enttäuschenden Hannoveraner Tabellenplatz zwölf mit jetzt sechzehn Punkten mehr als stabilisiert hat.

Pröll ersetzt zur Pause den verletzten Nikolov

Der Abstand zu den Abstiegsplätzen hat sich nach dem zweiten Heimsieg auf sechs Zähler vergrößert. Ein Polster, das der Mannschaft von Trainer Funkel zupass kommt. Weniger erfreulich: Eintracht-Torwart Oka Nikolov musste wegen einer Fußverletzung zur Halbzeit ausgewechselt werden. Für ihn kam die einstige Stammkraft Markus Pröll zwischen die Pfosten zurück - zum ersten Mal in dieser Saison. Doch auch er brauchte sich vor den schwachen Norddeutschen nicht zu fürchten.

Nikolov fällt für den Rest der Hinrunde aus. Der 34-Jährige zog sich nach Vereinsangaben vom Sonntag einen Sehnenanriss in der rechten Fußsohle zu. Ob Nikolov operiert werden muss, ist noch nicht entschieden. „An die Verpflichtung eines weiteren Torhüters denken wir nicht, dann mit Jan Zimmermann haben wir ja noch einen talentierten dritten Torwart“, sagte Vorstandschef Heribert Bruchhagen.

Eintracht Frankfurt - Hannover 96 4:0 (2:0)
Frankfurt: Nikolov (46. Pröll) - Ochs, Russ, Bellaid, Köhler - Fink, Inamoto - Caio (73. Toski) - Fenin, Liberopoulos, Steinhöfer. - Trainer: Funkel Hannover: Fromlowitz - Cherundolo, Eggimann, Fahrenhorst, Rausch (83. Zizzo) - Bastian Schulz (46. Pinto), Balitsch, Huszti, Christian Schulz - Bruggink (73. Yigitusagi) - Hanke.
Trainer: Hecking
Schiedsrichter: Günter Perl (München)
Tore: 1:0 Liberopoulos (25.), 2:0 Russ (40.), 3:0 Liberopoulos (86.), 4:0 Fenin (90.+2)
Zuschauer: 39.600
Gelbe Karten: Fenin (3), Bellaid (2)

Quelle: FAZ.NET
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