http://www.faz.net/-gtm-76fb9

3:3 gegen Leverkusen : Kleiner Gladbacher Sieg

  • Aktualisiert am

Kopf-an-Kopf-Rennen: Arango (l.) und Wollscheid schenken sich nichts Bild: dpa

Die Verlängerung einer Serie als Spektakel: Es bleibt dabei, dass Borussia Mönchengladbach gegen Leverkusen zu Hause einfach nicht gewinnen kann. Das 3:3 ist trotzdem ein Erfolg.

          Seit vierundzwanzig Jahren hatte Borussia Mönchengladbach kein Heimspiel gegen Bayer Leverkusen mehr gewonnen, eine einmalige Serie in der Fußball-Bundesliga – und am Samstag wurde sie verlängert. Ein Unentschieden klingt wie eine weitere Enttäuschung, aber das spät gesicherte 3:3 war so etwas wie ein kleiner Sieg. Für die unterhaltsamsten Momente der Partie sorgten die Torschützen Martin Stranzl (44. Minute), Sidney Sam (52.), Luuk de Jong (58.), Stefan Kießling mit seinem 14. Saisontreffer (60.), André Schürrle (64.) und Patrick Herrmann (86.).

          Gladbach (1:2 gegen Nürnberg) und Leverkusen (2:3 gegen Dortmund) waren als Verlierer des vergangenen Wochenendes in die Partie gestartet, und den Gladbachern war das am Anfang deutlicher anzumerken. Torgefährlich wurden sie nicht, das überließen sie dem Gegner. Leverkusen war die selbstgewissere und aktivere Mannschaft, und hätte Schürrle bei seinem Treffer in der 35. Minute nicht im Abseits gestanden, wäre diese Überlegenheit auch am Zwischenergebnis abzulesen gewesen. So aber konnten die Borussen froh sein, weiter gut im Spiel zu sein, ohne gut gespielt zu haben.

          Lars Bender bejubelt mit Sidney Sam (r.) dessen Tor zum 1:1
          Lars Bender bejubelt mit Sidney Sam (r.) dessen Tor zum 1:1 : Bild: dpa

          Diese Freude wurde kurz vor dem Pausenpfiff gegen jede Wahrscheinlichkeit – und gegen den Spielverlauf – noch gesteigert, denn da nahm sich Martin Stranzl die Freiheit, nach einem Eckball zu treffen. Es war der erste für seine Mannschaft. Das war schon glücklich genug, dass er aber auch noch ganz unkonventionell mit der Schulter traf, machte dieses 1:0 für Leverkusen zu einem rundum ärgerlichen Treffer. Die Gladbacher hingegen legten die Grundlage für eine willkommene Ausgangslage: Sie konnten sich auf die Defensive konzentrieren, den Gegner kommen lassen und auf Konter warten.

          Jagd nach dem Ball: Leverkusens Castro (vorne) und Gladbachs Herrmann
          Jagd nach dem Ball: Leverkusens Castro (vorne) und Gladbachs Herrmann : Bild: dpa

          Das schien dankbar zu sein, aber Leverkusen dachte nicht daran, sich an diese vom Gegner erhoffte Strategie zu halten. Sam traf nicht allzu lange nach dem Seitenwechsel per Linksschuss von der Strafraumgrenze aus. Danach steigerte sich die Partie innerhalb weniger Minuten zum Spektakel, denn de Jongs abermalige Gladbacher Führung, per Kopf nach einer weiten Flanke erzielt, Kießlings schnelle Antwort aus kurzer Entfernung in Abstaubermanier und Schürrles Tor nach einer flotten Bayer-Kombination im Strafraum – das waren Höhepunkte im Stakkato. Hermann ließ sich mit seinem Treffer, noch einmal per Kopf, dann wieder etwas mehr Zeit – ohne allerdings die Serie zu brechen.

          Borussia Mönchengladbach - Bayer 04 Leverkusen 3:3 (1:0)

          Borussia Mönchengladbach: ter Stegen - Stranzl, Brouwers, Dominguez, Wendt - Nordtveit (78. Hrgota), Ring (60. Xhaka) - Cigerci (84. Hanke), Arango - Herrmann, de Jong
          Bayer Leverkusen: Leno - Carvajal, Wollscheid, Schwaab, Boenisch - Bender, Rolfes - Castro (80. Hosogai) - Sam (70. Hegeler), Kießling, Schürrle
          Schiedsrichter: Kircher (Rottenburg)
          Zuschauer: 46.010
          Tore: 1:0 Stranzl (45.), 1:1 Sam (52.), 2:1 de Jong (58.), 2:2 Kießling (60.), 2:3 Schürrle (64.), 3:3 Herrmann (86.)
          Gelbe Karten: - / Sam (1)

          Quelle: FAZ.NET

          Weitere Themen

          Proteste gegen Stellenabbau bei Siemens Video-Seite öffnen

          Tausende Betroffene : Proteste gegen Stellenabbau bei Siemens

          SPD-Chef Martin Schulz hat nach Bekanntwerden der Siemens-Pläne versprochen, sich für die Angestellten einzusetzen. Am Donnerstagvormittag wandte er sich vor über 2000 Demonstranten in Berlin direkt an den Vorstandsvorsitzenden.

          Topmeldungen

          Mögliche Bedingungen der SPD : Der Preis des Einknickens

          Das Nein der SPD zu einer großen Koalition bröckelt. Für den Gang in ein schwarz-rotes Kabinett dürfte sie mehr als nur einen roten Teppich verlangen. Das steht auf dem Wunschzettel der SPD.
          Hat sie die richtigen Gäste und Themen? Die Moderatorin Sandra Maischberger beherrscht ihr Metier eigentlich aus dem Effeff.

          WDR-Rundfunkrat rügt Talkshows : Populistisch und zugespitzt?

          Der Rundfunkrat des WDR kritisiert die Talkshows von Sandra Maischberger und Frank Plasberg mit harten Worten. Der Sender weist die Vorwürfe zurück. An manchen könnte aber etwas dran sein. Wobei der wichtigste Punkt fehlt.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.