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3:3 gegen Leverkusen Kleiner Gladbacher Sieg

 ·  Die Verlängerung einer Serie als Spektakel: Es bleibt dabei, dass Borussia Mönchengladbach gegen Leverkusen zu Hause einfach nicht gewinnen kann. Das 3:3 ist trotzdem ein Erfolg.

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© dpa Vergrößern Kopf-an-Kopf-Rennen: Arango (l.) und Wollscheid schenken sich nichts

Seit vierundzwanzig Jahren hatte Borussia Mönchengladbach kein Heimspiel gegen Bayer Leverkusen mehr gewonnen, eine einmalige Serie in der Fußball-Bundesliga – und am Samstag wurde sie verlängert. Ein Unentschieden klingt wie eine weitere Enttäuschung, aber das spät gesicherte 3:3 war so etwas wie ein kleiner Sieg. Für die unterhaltsamsten Momente der Partie sorgten die Torschützen Martin Stranzl (44. Minute), Sidney Sam (52.), Luuk de Jong (58.), Stefan Kießling mit seinem 14. Saisontreffer (60.), André Schürrle (64.) und Patrick Herrmann (86.).

Gladbach (1:2 gegen Nürnberg) und Leverkusen (2:3 gegen Dortmund) waren als Verlierer des vergangenen Wochenendes in die Partie gestartet, und den Gladbachern war das am Anfang deutlicher anzumerken. Torgefährlich wurden sie nicht, das überließen sie dem Gegner. Leverkusen war die selbstgewissere und aktivere Mannschaft, und hätte Schürrle bei seinem Treffer in der 35. Minute nicht im Abseits gestanden, wäre diese Überlegenheit auch am Zwischenergebnis abzulesen gewesen. So aber konnten die Borussen froh sein, weiter gut im Spiel zu sein, ohne gut gespielt zu haben.

Diese Freude wurde kurz vor dem Pausenpfiff gegen jede Wahrscheinlichkeit – und gegen den Spielverlauf – noch gesteigert, denn da nahm sich Martin Stranzl die Freiheit, nach einem Eckball zu treffen. Es war der erste für seine Mannschaft. Das war schon glücklich genug, dass er aber auch noch ganz unkonventionell mit der Schulter traf, machte dieses 1:0 für Leverkusen zu einem rundum ärgerlichen Treffer. Die Gladbacher hingegen legten die Grundlage für eine willkommene Ausgangslage: Sie konnten sich auf die Defensive konzentrieren, den Gegner kommen lassen und auf Konter warten.

Das schien dankbar zu sein, aber Leverkusen dachte nicht daran, sich an diese vom Gegner erhoffte Strategie zu halten. Sam traf nicht allzu lange nach dem Seitenwechsel per Linksschuss von der Strafraumgrenze aus. Danach steigerte sich die Partie innerhalb weniger Minuten zum Spektakel, denn de Jongs abermalige Gladbacher Führung, per Kopf nach einer weiten Flanke erzielt, Kießlings schnelle Antwort aus kurzer Entfernung in Abstaubermanier und Schürrles Tor nach einer flotten Bayer-Kombination im Strafraum – das waren Höhepunkte im Stakkato. Hermann ließ sich mit seinem Treffer, noch einmal per Kopf, dann wieder etwas mehr Zeit – ohne allerdings die Serie zu brechen.

Borussia Mönchengladbach - Bayer 04 Leverkusen 3:3 (1:0)

Borussia Mönchengladbach: ter Stegen - Stranzl, Brouwers, Dominguez, Wendt - Nordtveit (78. Hrgota), Ring (60. Xhaka) - Cigerci (84. Hanke), Arango - Herrmann, de Jong
Bayer Leverkusen: Leno - Carvajal, Wollscheid, Schwaab, Boenisch - Bender, Rolfes - Castro (80. Hosogai) - Sam (70. Hegeler), Kießling, Schürrle
Schiedsrichter: Kircher (Rottenburg)
Zuschauer: 46.010
Tore: 1:0 Stranzl (45.), 1:1 Sam (52.), 2:1 de Jong (58.), 2:2 Kießling (60.), 2:3 Schürrle (64.), 3:3 Herrmann (86.)
Gelbe Karten: - / Sam (1)

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