Home
http://www.faz.net/-gtn-76z3p
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER

3:2 in Bremen Freiburgs neue Sphären

Nein, eine Überraschung ist es längst nicht mehr. Der SC Freiburg glänzt in der Bundesliga. In Bremen siegen die Breisgauer nach einem Offensivspektakel 3:2.

© dpa Vergrößern Badische Jubeltraube: Die Freiburger holen in Bremen drei Punkte

Die Bremer Fußballprofis haben dem neuen Werder-Geschäftsführer Thomas Eichin den Einstand nicht veredeln können. Werder verlor an diesem Samstag im ersten Spiel des Allofs-Nachfolgers 2:3 (1:1) gegen einen starken SC Freiburg. In der Tabelle liegen die Bremer, für die Nils Petersen (39./64. Minute) zweimal traf, jetzt schon sechs Punkte hinter den Gästen aus dem Breisgau, die weiter die Bundesliga aufmischen. Sie bejubelten vor 38.498 Zuschauern die Tore von Max Kruse (36.), Daniel Caligiuri (54./Foulelfmeter) und Matthias Ginter (71.).

Eichin saß bei seinem ersten Spiel als Werder-Manager neben Trainer Thomas Schaaf auf der Bank und sah aus der Nähe eine wechselhafte Leistung seiner Mannschaft und vor allem eines – einen beherzt anrennenden Gegner. Werder verlor nach forschem Beginn schnell die Kontrolle. Das Team wirkte trotz der vorherigen zwei Siege zwischenzeitlich verunsichert. Es zeigte aber auch einige schöne Offensivaktionen und traf dreimal das Aluminium.

Mehr zum Thema

Ohne Abwehrchef Sokratis und Spielmacher Aaron Hunt, die beide an einem grippalen Infekt leiden, hatte Werder in der Defensive große Mühe mit den wendigen Freiburgern. Vor allem Clemens Fritz hatte im Mittelfeld Probleme und sah einige Mal schlecht aus. Und Torwart Sebastian Mielitz hatte reichlich zu tun.

Petersen trifft doppelt

Chancenlos war der Bremer Keeper beim Führungstreffer von Kruse: Der frühere Werder-Spieler nutzte eine der vielen Unsicherheiten in der Bremer Abwehr und zog nach Vorlage von Jan Rosenthal kurz vor der Strafraumgrenze ab. Schuldlos war der Keeper auch beim sicher verwandelten Strafstoß von Caligiuri, der zuvor von Aleksandar Ignjovski gefoult worden war. Vor dem Tor von Ginter sah der Werder-Keeper indes schlecht aus.

Die meisten Werder-Angriffe liefen über den eifrigen Kevin de Bruyne. Der jedoch im Defensivverhalten fehlerhafte Belgier riss mit seinen Sprints mehrfach Lücken in die Freiburger Defensive. Es war kein Zufall, dass er das erste Tor von Petersen vorbereitete. Der Mittelstürmer, der eine halbe Minute zuvor noch freistehend gescheitert war, schob die schöne Vorlage sicher an Oliver Baumann vorbei zum Ausgleich ein. Kurz nach der Pause scheiterte Petersen mit einem Kopfball an der Latte (48.), ehe er mit einem Abstauber zum zweiten Mal den Gleichstand herstellte.

Bild Bremen © dpa Vergrößern Nur nicht den Überblick verlieren: Bremens Elia (links) und Freiburgs Baumann

Die Freiburger, die zuletzt viermal gegen Bremen verloren hatten, agierten insgesamt druckvoller. Trotz des schleppenden Starts besaß die auf drei Positionen veränderte Gast mehr Spielanteile und wirbelte die Bremer einige Male durcheinander. Der von Dynamo Kiew umworbene Werder-Profi Marko Arnautovic saß zunächst nur auf der Bank, sorgte nach seiner Einwechslung aber für mehr Tempo und Zielstrebigkeit im Bremer Spiel. Es nutzte nichts mehr – wieder einmal jubelte Freiburg in dieser Saison.

Werder Bremen - SC Freiburg 2:3 (1:1)

Werder Bremen: Mielitz - Ignjovski, Lukimya, Prödl, Schmitz - Junuzovic (74. Yildirim) - Elia (81. Akpala), Fritz, de Bruyne, Ekici (55. Arnautovic) - Petersen
SC Freiburg: Baumann - Hedenstad (58. Günter), Ginter, Diagne, Sorg - Schuster, Makiadi - Caligiuri, Kruse - Rosenthal (88. Santini), Guédé (82. Flum)
Schiedsrichter: Sippel (München)
Zuschauer: 38.498
Tore: 0:1 Kruse (36.), 1:1 Petersen (39.), 1:2 Caligiuri (54./Foulelfmeter), 2:2 Petersen (64.), 2:3 Ginter (71.)
Gelbe Karten: - / Makiadi (2)

Quelle: FAZ.NET/dpa

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Werder Bremen Es gibt keine Alternative zu einem Sieg

Kein Sieg in dieser Bundesliga-Saison, zuletzt 0:6 in München und der letzte Tabellenplatz: Werder Bremen steckt tief in der Krise. An diesem Freitag (20.30 Uhr) gegen Köln geht es um mehr als drei Punkte. Mehr

24.10.2014, 15:11 Uhr | Sport
Eintracht Frankfurt verpflichtet Thomas Schaaf

Der ehemalige Werder-Trainer kehrt damit zum Bundesliga-Fußball zurück. Mehr

21.05.2014, 23:38 Uhr | Sport
0:1 gegen Köln Sturmwarnung bei Werder

Die Heimpleite gegen Aufsteiger 1. FC Köln verschärft die Krise bei Bundesliga-Schlusslicht Werder Bremen weiter und besiegelt womöglich das Ende der Ära Robin Dutt. Mehr

24.10.2014, 22:22 Uhr | Sport
Wir können nicht alle glücklich machen

Seit diesem Sommer ist Thomas Schaaf Trainer von Eintracht Frankfurt. Die Erwartungen an den einstigen Bremer Meistercoach sind groß. Wie geht Schaaf mit den Erwartungen in Frankfurt um? Mehr

05.09.2014, 10:33 Uhr | Sport
Bremen in der Krise Werder sucht einen Ausweg

Finanziell klamm und personell in der Klemme: Die Bremer Führung streitet um den künftigen Kurs des Fußball-Bundesligaklubs. Aufsichtsratschef Lemke ist gegen Verschuldung – und damit isoliert. Mehr Von Frank Heike, Bremen

13.10.2014, 17:55 Uhr | Sport
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 16.02.2013, 17:36 Uhr

Umfrage

Welcher ist Ihr Fußballspruch des Jahres 2014?

4710 Stimmen wurden abgegeben.

24%
„So wie ich die Fifa kenne, haben die das verboten.“
24%
„Da mach’ ich mir vom Kopf her keine Gedanken.“
28%
„Wir sind freundlich begrüßt worden – von Menschen, Frauen und Kindern.“
24%
„Hoffe, ich werde 90. Dann sage ich, ich hätte 100 werden können. Habe aber in Nürnberg gearbeitet.“
Die Umfrage ist geschlossen. Alle Umfragen
Ergebnisse, Tabellen und Statistik