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3:1 in Stuttgart Dortmund macht den Rekord-Spieltag perfekt

29.08.2010 ·  Premiere in der Bundesliga: Erstmals gibt es sieben Auswärtssiege an einem Spieltag. Dortmund sorgt mit einem 3:1-Sieg in Stuttgart für den Rekord. Ein Eigentor leitet die Niederlage des VfB, der am Montag einen Weltmeister als Zugang vorstellen will, ein.

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Der Fehlstart des VfB Stuttgart in die Bundesliga-Saison ist perfekt. Dagegen hat sich Borussia Dortmund eindrucksvoll zurückgemeldet. Bei den erschreckend schwachen Schwaben kamen die abgeklärt und souverän spielenden Westfalen am Sonntag beinahe im Schongang zu einem 3:1 (3:0). „Wir haben eine überragende erste Halbzeit gespielt. Die Toren waren klasse gemacht. Das war geiler Fußball“, lobte Dortmunds Trainer Jürgen Klopp. „Das war heute ganz wichtig nach unserem Fehlstart am vergangenen Wochenende. Hier in Stuttgart zu gewinnen, das ist ein Brett.“

Von dem Schock des frühen Eigentors von Khalid Boulahrouz (5.), der eine Flanke von BVB-Verteidiger Marcel Schmelzer (5.) abfälschte, erholten sich die Gastgeber lange nicht. Begünstigt durch weitere unglaubliche Patzer der desolaten VfB-Deckung sorgten Lucas Barrios (26.) und der erst 18-jährige Mario Götze (37.) mit dem ersten Bundesliga-Treffer seiner Karriere schon vor der Pause für die Entscheidung.

Vor 40.500 Zuschauern verhinderte Nationalspieler Cacau (69.) mit seinem Ehrentreffer per Kopf ein VfB-Debakel. Das anschließende Aufbäumen kam zu spät. Während die Westfalen durch den Erfolg ihre Niederlage zum Auftakt gegen Leverkusen (0:2) wettmachten, findet sich das Team von Trainer Christian Gross nach dem Duell der Europa-League-Teilnehmer ohne Punkt am Tabellenende wieder.

„Die Einstellung hätten wir von Beginn an zeigen müssen“

„Nicht nur mein Tor kam zu spät, sondern auch unser Kampfgeist“, ärgerte sich Kapitän Cacau. „Wir haben gute Qualitäten in der Mannschaft. So wie wir in der ersten Halbzeit gespielt haben, darf das nicht passieren. Die Einstellung, die wir in der zweiten Halbzeit hatten, hätten wir von Beginn an zeigen müssen.“ Immerhin: Die Verpflichtung des italienischen Nationalspielers Mauro Camoranesi von Juventus Turin für das offensive Mittelfeld ist praktisch perfekt. VfB-Sportdirektor Fredi Bobic bestätigte, dass am Montag der erste Neuzugang vorgestellt werden soll und es sich um einen Spieler von Juventus Turin handelt. „Die Rahmenbedingungen stimmen“, sagte er.

Erstmals kassierten die Schwaben in ihrer Bundesliga-Zugehörigkeit zum Saisonbeginn zwei Niederlagen hintereinander. Der Bedarf an Verstärkungen ist größer denn je. Kein Selbstvertrauen, Verunsicherung überall: Nahtlos knüpfte die VfB-Mannschaft an die schwachen Leistungen im DFB-Pokal, der Europa League und zum Bundesliga-Start beim FSV Mainz 05 (0:2) an.

Auch das Saisondebüt des Nationalspielers Serdar Tasci gab der Deckung keine Sicherheit. Wie schon beim glücklichen 2:2 gegen Slovan Bratislava am Donnerstag in der Europa League wirkte die Abwehr so löchrig wie die Baustelle Mercedes-Benz-Arena. Im Mittelfeld mühten sich Christian Gentner und Christian Träsch um Linie. Doch es blieb nur beim Bemühen.

Gegen Ende verlieren die Dortmunder ihre Linie

Ganz anders die Dortmunder. Von den Reisestrapazen nach ihrem erfolgreichen Europa-League-Qualifikationsspiel am Donnerstag bei Qarabag Agdam in Aserbaidschan war bei den Westfalen nichts zu spüren. Nuri Sahin und der Japaner Shinji Kagawa wirbelten im BVB- Mittelfeld, Stürmer Barrios beschäftigte beinahe die VfB-Abwehr fast allein. Die Dortmunder Deckung geriet indes bis zur Pause kaum ins Schwitzen.

VfB-Coach Gross reagierte, brachte Martin Harnik für den grippegeschwächten Ciprian Marica und Daniel Didavi für den unglücklichen Georg Niedermeier, der zwei der drei Gegentreffer verschuldet hatte. Die Maßnahme brachte zunächst wenig. VfB-Torwart Sven Ulreich verhinderte gekonnt das mögliche 0:4 gegen Barrios (51.). Erst als Cacau (63.) BVB-Keeper Roman Weidenfeller mit einem 18- Meter-Schuss prüfte, schienen die Gastgeber aufzuwachen. Die Dortmunder verloren ihre Linie. Die Folge: Cacaus erster Saisontreffer. Doch der BVB überstand die Drangphase und ließ sogar noch einige Konterchancen aus.

VfB Stuttgart - Borussia Dortmund 1:3 (0:3)
Stuttgart:
Ulreich - Boulahrouz (90. Funk), Niedermeier (46. Didavi), Tasci, Molinaro - Gebhart, Träsch, Kuzmanovic, Gentner - Cacau, Marica (46. Harnik). - Trainer: Gross
Dortmund: Weidenfeller - Owomoyela, Subotic, Hummels, Schmelzer - Sahin (88. Bender), Kehl - Großkreutz (75. Piszczek), Kagawa, Götze - Barrios (65. Lewandowski). - Trainer: Klopp
Schiedsrichter: Peter Gagelmann (Bremen)
Tore: 0:1 Boulahrouz (5., Eigentor), 0:2 Barrios (26.), 0:3 Götze (37.), 1:3 Cacau (69.)
Zuschauer: 40.500
Gelbe Karten: Schmelzer, Kehl

Quelle: FAZ.NET
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