Wochenlang galt im Rhein-Main-Gebiet den Serientätern des FSV Mainz 05 alle Hochachtung. Nun aber zeigt die Nummer eins der Region, dass auch sie das Zeug zu einer lang anhaltenden Fußball-Erfolgsgeschichte besitzt. Eintracht Frankfurt ist so etwas wie die Mannschaft des Augenblicks in der Bundesliga. Mit dem 3:1-Sieg über den VfL Wolfsburg blieben die Hessen schon zum sechsten Mal nacheinander ungeschlagen. Bedenkt man, dass darunter nur ein Remis war, nimmt diese Serie ein allmählich beeindruckendes Format an.
44.000 Zuschauer in der Frankfurter WM-Arena erlebten am Samstagnachmittag ein von Anfang an überzeugendes Heimspiel der Frankfurter, bei denen der griechische Torjäger Theofanis Gekas seine Saisontore zehn (26. Minute) und elf (55./Foulelfmeter) erzielte. Während der wiederum starke Gekas seine Führung in der Schützenliste weiter ausbaute, rückte die Eintracht, für die auch noch der exzellente Pirmin Schwegler mit einem kapitalen Schuss zum 2:0 erfolgreich war (38.), vorerst auf Rang drei der Bestenliste vor. Wolfsburg, der deutsche Meister von 2009, trainiert vom Engländer Steve McClaren, wäre froh, derzeit auf einer Höhe mit der Eintracht zu sein. Dejagahs Tor zum 1:3 (66.) blieb beim allerdings nie aufgebenden Zwölften der Liga die einzige Erinnerung an bessere Fußballzeiten.