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3:1 gegen Schalke : Leipzig zurück in der Spur

Sie können es doch noch: Leipzig bejubelt den Führungstreffer von Naby Keita. Bild: EPA

RB Leipzig zeigt beim 3:1-Heimsieg gegen Schalke 04 alte Stärken und erobert den zweiten Tabellenplatz der Fußball-Bundesliga zurück. Keita, Werner und Bruma treffen.

          RB Leipzig hat den ersten Platz in der Fußball-Bundesliga hinter den weit enteilten Bayern zurückerobert. Das Team von Trainer Hasenhüttl kam im Spitzenspiel gegen Schalke 04 zu einem verdienten 3:1 nach Toren von Keita (41. Minute), Werner (69.) und Bruma (71.). Den zwischenzeitlichen Schalker Ausgleich hatte Naldo (55.) erzielt, der allerdings auch den ersten und dritten RB-Treffer entscheidend abfälschte.

          Michael Horeni

          Korrespondent für Sport in Berlin.

          Zum Gewinner des Tages in einer in der zweiten Halbzeit guten und abwechslungsreichen Partie wurde aber Nationalstürmer Werner, der sechs Minuten nach seiner Einwechslung erst die Leipziger Führung erzielte und dann auch noch den dritten Treffer für RB vorbereitete. Schalke verlor so erstmals wieder eine Partie in der Bundesliga seit dem 0:2 gegen Hoffenheim im September 2017.

          Bundesliga

          Leipzig hatte zum Rückrundenstart neben dem Umgang mit seiner Schwächephase zum Jahresende vor allem die Frage bewegt, wie sich die Avancen des FC Liverpool, Mittelfeldstar Keita schon in der Winterpause auf die Insel zu locken, auswirken würden. Keita machte früh mit zwei klugen Zuspielen auf sich aufmerksam, die Leipzigs erste Chance einleiteten. Insgesamt zeigte der Mittelfeldspieler eine gute Leistung, mitunter auch seine technische Extraklasse.

          Als hätte es das Drehbuch so vorgesehen, fiel ihm zumindest in der ersten Halbzeit auch die Hauptrolle zu – wenn auch mit Glück. Seinen Schuss aus zwanzig Metern lenkte Naldo unhaltbar ins eigene Tor (41.). Womöglich war es Keitas letzter Treffer in Leipzig. Zumal er sich in der 54. Minute nach wiederholtem Foulspiel seine fünfte Gelbe Karte einhandelte und damit für das Spiel in Freiburg gesperrt sein wird. Hasenhüttl nahm Keita kurz darauf vom Feld, weil die Gefahr eines Platzverweises immer weiter wuchs (67.).

          In der ersten Halbzeit blieb das Spitzenspiel noch hinter den Erwartungen zurück. Es war eine umkämpfte, mitunter aber auch zerfahrene Partie ohne Strafraumszenen, in der Schalke aber nach rund einer halben Stunde die strukturiertere Leistung zeigte. Jedoch ohne Vorteile daraus ziehen zu können. Im Gegenteil: Augustin kam in der stärksten Schalker Phase nach einem Zweikampf mit Stambouli im Strafraum zu Fall. Aber die bis dahin beste Chance des Spiels konnte Augustin daraufhin auch nicht nutzen. Er scheiterte mit seinem Elfmeter an Torhüter Fährmann (37.).

          Letztes Spiel in der Bundesliga für Leipzigs Keita? Avancen aus Liverpool locken auf die Insel Bilderstrecke

          Leipzig beschäftigte außerdem die Frage, ob sie nach der Winterpause ihre größte Schwäche in den Griff bekommen sollten: Standardsituationen. Sieben der letzten acht Gegentore hatte Leipzig nach Ecken und Freistößen hinnehmen müssen. Nach dem Wechsel hatte zunächst nicht viel gefehlt und Leipzig hätte beinahe selbst eine Standardsituation genutzt. Doch der Freistoß von Sabitzer, den Caliguri abfälschte, flog gegen das Lattenkreuz (50.). Dann war die altbekannte Leipziger Schwäche wieder da. Nach einem Freistoß von Caliguri stand Naldo sträflich alleine und erzielte aus dem Stand mit dem Kopf den 1:1-Ausgleich (55.).

          Der in den vergangenen Tagen von einer Erkältung geschwächte Werner kam nach gut einer Stunde in die Partie – sechs Minuten später hatte er die Leipziger 2:1-Führung erzielt. Nach einem Fehler von Naldo nutzten Laimer und Sabitzer die Gelegenheit zu einer glänzenden Kombination, die Werner im Stile eines Torjägers abschloss (69.). Zwei Minuten später leitete Werner dann mit einem Pass in die Spitze auf Bruma das 3:1 ein. Der Schuss des Leipzigers wurde wiederum von Naldo unhaltbar abgefälscht (71.). Werner wäre beinahe sogar noch der vierte Treffer gelungen, aber Stambouli wehrte den Ball für den schon geschlagenen Fährmann noch mit der Brust ab (80.). Aber am verdienten Leipziger Sieg sollte diese verpasste Chance in der Schlussphase nichts mehr ändern.

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