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3:1 gegen Schalke Ibisevic überrennt S04

 ·  Mit drei Treffern führt Vedad Ibisevic den VfB Stuttgart im Alleingang zum Erfolg über Schalke 04. Die Gelsenkirchener bleiben zum fünften Mal in Folge sieglos und rutschen ins Mittelfeld der Tabelle ab. Platzverweise für Sakai und Jones.

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© dpa Dreifach erfolgreich: Vedad Ibisevic führt Stuttgart im Alleingang zum Sieg, Harnik gratuliert artig

Der FC Schalke 04, eben erst für das Achtelfinale der Champions League qualifiziert, muss allmählich darum bangen, auch im kommenden Jahr die  europäische Königsklasse bereichern zu dürfen. Nach zuletzt drei Bundesliga-Auswärtsniederlagen in Serie verloren die viertplazierten Westfalen  am Samstagnachmittag auch beim nun punktgleichen VfB Stuttgart. Beim 3:1-Erfolg  der noch am Donnerstag in der Europa League geforderten Schwaben erzielte Vedad  Ibisevic alle drei Treffer (2. Minute/38. per Foulelfmeter/61.).

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Die Schalker  konnten zwischenzeitlich durch Marica (12.) ausgleichen, wurden aber von den  konterstarken Stuttgartern immer wieder übertölpelt. Zu dieser farbigen Partie  leistete auch der Berliner Schiedsrichter Felix Zwayer seinen Beitrag, der  zuerst dem Stuttgarter Sakai (67.) und danach dem Schalker Jones (73.) die Rote Karte vor Augen hielt.  Die unerwünschten Schalker Nehmerqualitäten wurden in Stuttgart auf Anhieb sichtbar. Weniger, weil sich Trainer Huub Stevens kurz vor dem Anpfiff eine  Risswunde an der Stirn nähen ließ, eher, weil der VfB  schon nach zwei Minuten  1:0 in Führung lag.

Der Bosnier Vedad Ibisevic, bei dem mit dem glücklichen  Weiterkommen belohnten peinlichen 0:1 gegen Molde FK in der Europa League der  Pechvogel vom Dienst, war wieder in das Torjägertrikot geschlüpft. Mit  grimmiger Entschlossenheit knallte er Traorés punktgenaue Vorlage unter die  Latte. Da war nichts zu machen für Timo Hildebrand, den Stuttgarter  Meistertorwart von 2007. Der erstmals gegen seinen ehemaligen Klub antretende Keeper tat danach alles, um nicht ein zweites Mal kalt erwischt zu werden. So  bremste er im Herauslaufen Harniks Solo im letztmöglichen Augenblick (34.),  nachdem ein anderer früherer VfB-Profi, Ciprian Marica (12.) seinen ersten  Bundesligatreffer für die Schalker erzielt hatte.

Die beiden frühen Tore trugen entschieden dazu bei, dass sich ein gutes Bundesligaduell entspann, in dem der  VfB auf blitzartige Konter und die Königsblauen auf ein flottes  Kombinationsspiel setzten, um die Stuttgarter damit zu ermüden. Die aber  blieben hellwach und bekamen ihre Gelegenheit zum 2:1, die sich Ibisevic (38.)  bei einem Strafstoß nach Fuchs’ Rempler gegen Gentner nicht nehmen ließ. Es war  sein neuntes Saisontor und sein 17.Treffer im 29. Bundesligaeinsatz für den  VfB.

Damit nicht genug, schwang sich der 28 Jahre alte Mittelstürmer in der  61. Minute endgültig zum Spieler des Tages auf. Er vollendete einen weiteren  der extrem geradlinigen Stuttgarter Konter gegen die immer schwächer werdenden  Schalker zum 3:1. War das die Entscheidung? Restzweifel wurden genährt, als der  Japaner Sakai nach einem Tritt in Holtbys Achillessehne von Schiedsrichter  Zwayer mit der Roten Karte (67.) hart bestraft wurde. Dann aber leistete sich  der Schalker Jones ein ähnliches Foul an Traoré (73.) und musste danach  ebenfalls gegen. Dem VfB war’s recht, denn nun war an seinem groß gefeierten  Sieg zwei Tage nach einer von Pfiffen begleiteten Niederlage nicht mehr zu  rütteln.

VfB Stuttgart - FC Schalke 04 3:1 (2:1)

VfB Stuttgart: Ulreich - Sakai, Maza, Niedermeier, Boka - Kuzmanovic - Gentner, Holzhauser (71. Rüdiger) - Harnik (90.+1 Benyamina), Traoré (86. Molinaro) - Ibisevic
FC Schalke 04: Hildebrand - Uchida (71. Barnetta), Höwedes, Matip, Fuchs - Neustädter - Jones, Draxler - Holtby (82. Pukki) - Marica, Huntelaar
Schiedsrichter: Zwayer (Berlin)
Zuschauer: 55.880
Tore: 1:0 Ibisevic (2.), 1:1 Marica (12.), 2:1 Ibisevic (38./Foulelfmeter), 3:1 Ibisevic (61.)
Gelbe Karten: Boka (2), Harnik (1), Ibisevic (4), Traoré (2) / Matip (2)
Rote Karten: Sakai (67./grobes Foulspiel) / Jones (73./grobes Foulspiel)

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