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3:1 gegen Mainz Bayern weiter dominant

 ·  Bayern München bleibt Tabellenführer der Bundesliga. Gegen Mainz 05 entledigen sich die Bayern mit einem Schnellstart fast aller Sorgen. Und Mainz 05 trifft weiter nur noch vom Elfmeterpunkt.

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© dapd Gut erholt: Schweinsteiger trifft zum 2:0

Neben Borussia Dortmund gab es nur eine Mannschaft, die in den beiden vergangenen Spielzeiten in München, beim heimstärksten Team der Bundesliga, ungeschlagen blieb. Diese Serie ist nun vorbei. Anders als 2010, als man 2:1 bei den Bayern gewann, und als im vergangenen April, als es noch zu einem 0:0 reichte, ist Mainz 05 diesmal beim Rekordmeister ohne wirkliche Chance geblieben.

Auf ökonomische Weise besiegte der FC Bayern am Samstag die nunmehr seit sieben Spielen sieglosen Mainzer 3:1. Gleich beim ersten Angriff in der 2. Minute erzielte Mario Mandzukic das 1:0, und nach Bastian Schweinsteigers Kopfball zum 2:0 schien die Partie schon nach 13 Minuten entschieden. Danach betrieben die Bayern aktive Erholung mit laufendem Ball und laufendem Gegner vor dem Champions-League-Auftakt am Mittwoch gegen den FC Valencia.

Doch der Anschlusstreffer durch einen Foulelfmeter von Adam Szalai (59.) beendete das Schonprogramm des Rekordmeisters, der danach drückend überlegen zahlreiche Chancen herausspielte und vergab, ehe Toni Kroos in der Nachspielzeit die endgültige Entscheidung besorgte. Obwohl die Bayern ohne ihre beiden Flügelstars Arjen Robben und Franck Ribéry auskommen mussten, die mit Oberschenkelblessuren kurzfristig ausgefallen waren, dauerte es nur hundert Sekunden, bis ihr früher Angriffsschwung die Mainzer Abwehr erstmals überforderte.

Ein flotter, flacher Querpass, von Thomas Müller zum hinteren Pfosten gespielt, erwischte gleich vier Weiße auf dem falschen Fuß, nur nicht den einzigen Roten, Mandzukic, der den Ball aus vier Metern ins leere Tor drückte. Elf Minuten später kombinierten sich die Bayern locker über die linke Seite, gewannen immer mehr Raum, bis Badstuber frei flanken konnte und die aus dem Rückraum vors Tor stoßenden Mittelfeldspieler so unbedrängt waren, dass gleich zwei von ihnen das Tor hätten erzielen können.

Dem nur 1,69 Meter messenden Xherdan Shaqiri fehlte dazu allerdings etwas an Länge. So setzte der 14 Zentimeter größere Schweinsteiger den Ball wuchtig mit der Stirn ins lange Eck. Danach wurde es für den Rest der ersten Halbzeit ein Spiel namens Katz und Maus, aber nun mit einer Katze, die die Maus noch nicht völlig erledigen, sondern noch ein wenig laufen lassen wollte.

Mainzer Anschlusstor

Das rächte sich plötzlich zu Beginn der zweiten Halbzeit, als nun plötzlich die Maus ein wenig bissiger wurde. Der Mainzer Trainer Thomas Tuchel hatte nach 37 Minuten mit der Einwechslung der zunächst geschonten Stammspieler Soto und Szalai auf mehr Offensive gesetzt. Das machte sich zwei Minuten nach der Pause erstmals bemerkbar, als Soto nach einem Gestocher die erste Mainzer Chance in der ganzen Partie bekam, im letzten Moment aber abgeblockt wurde.

Die zuvor arbeitslose Bayern-Abwehr war von der ungewohnten Präsenz des Gegners vor ihrem Tor offenbar ein wenig irritiert. So ging Dante in der 59. Minute zu ungestüm in einen Zweikampf und brachte Baumgartlinger zu Fall. Szalai verwandelte den fälligen Elfmeter. Die Bayern versuchten nun wütend den Schaden zu korrigieren. Mandzukic setzte den Ball aus kurzer Distanz an den Pfosten (66.), Müller traf das Außennetz (69.) und mit einem abgefälschten Schuss den Pfosten (78.).

Doch erst die Einwechslung des 40-Millionen-Mannes Javier Martínez beendete die bayrische Schludrigkeit beim Verwerten der Chancen. In der Nachspielzeit lupfte der Spanier eine feine Flanke auf den linken Fuß von Kroos, der volley zum Endstand traf. „In der zweiten Halbzeit haben wir das besser gemacht und etwas mehr Mut gefasst“, sagte der Mainzer Trainer Thomas Tuchel. „Man muss aber in aller Bescheidenheit damit zufrieden sein. Auch wenn ich mich über die Niederlage ärgere, muss man klar anerkennen, dass es das stinknormalste Ergebnis ist.“

Bayern München - FSV Mainz 05 3:1 (2:0)

München: Neuer - Lahm, Boateng, Dante, Badstuber - Luiz Gustavo, Schweinsteiger - Thomas Müller, Toni Kroos, Shaqiri (75. Martinez) - Mandzukic (89. Pizarro). - Trainer: Heynckes
Mainz: Wetklo - Pospech, Bungert, Noveski, Zabavnik - Kirchhoff - Baumgartlinger, Marco Caligiuri (37. Soto) - Risse (37. Szalai), Nicolai Müller - Choupo-Moting (79. Ivanschitz). - Trainer: Tuchel
Schiedsrichter: Markus Schmidt (Stuttgart) Tore: 1:0 Mandzukic (2.), 2:0 Schweinsteiger (13.), 2:1 Szalai (59., Elfmeter), 3:1 Toni Kroos (90.+2)
Zuschauer: 71.000 (ausverkauft)
Gelbe Karten: Luiz Gustavo (2) - Kirchhoff (2), Bungert

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Jahrgang 1959, Sportkorrespondent in München.

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