Home
http://www.faz.net/-gtn-10apo
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

3:1 gegen Karlsruhe Stuttgart gewinnt das Derby

21.09.2008 ·  Trotz eines frühen Rückstands war der VfB Stuttgart das bessere und glücklichere Team im Baden-Württemberg-Duell gegen den Karlsruher SC. Khedira, Gomez und Marica übertrumpften Fries.

Artikel Bilder (5) Lesermeinungen (0)

Dank Torjäger Mario Gomez und Joker Ciprian Marica hat der VfB Stuttgart seine 43 Jahre währende Derby-Heimserie gegen den Karlsruher SC ausgebaut. Nationalstürmer Gomez (68. Minute) und der eingewechselte Rumäne (87.) erzielten am Sonntagabend beim 3:1 (1:1)-Erfolg die entscheidenden Treffer für den Fußball- Bundesligisten, der sich damit auf Tabellenplatz drei verbesserte. Die seit dem 13. Februar 1965 in Stuttgart sieglosen Badener waren vor 55.000 Zuschauern in der Mercedes Benz-Arena durch Sebastian Freis bereits in der 8. Minute in Führung gegangen. VfB- Mittelfeldspieler Sami Khedira (22.) hatte mit seinem 50. Bundesliga-Treffer ausgeglichen.

Verärgert reagierte KSC-Manager Rolf Dohmen auf das Tor von Gomez. „Ich glaube, das 2:1 war abseits. Ich habe soviele SMS bekommen. Mir fehlen die Worte. Abseits ist abseits, oder wir müssen es abschaffen“, sagte Dohmen. Die TV-Bilder zeigten eine knappe Abseitsstellung von Gomez beim Abspiel von Thomas Hitzlsperger. Erleichtert zeigte sich sein Kollege Horst Heldt: Ich bin froh, dass wir gewonnen haben. Es war ein hitziges Derby. Wir hatten am Anfang Probleme, haben die Tore aber zum richtigen Zeitpunkt gemacht.“

Das Offensivspiel der Schwaben lahmte

Beide Teams boten über weite Strecken eine schwache Partie. Von der erwarteten Brisanz nach zuletzt emotionsgeladenen Duellen war nur wenig zu spüren. Die Streithähne Gomez und Maik Franz, die beim letzten Duell im Februar noch heftig aneinandergeraten waren, gingen sich zumeist aus dem Weg.

Zwar hatte Mittelfeldspieler Jan Simak auf Zuspiel von Kapitän Thomas Hitzlsperger in der 5. Minute die erste Chance der Partie, als KSC-Torwart Markus Miller gerade noch klären konnte. Doch ansonsten lahmte das Offensivspiel der Schwaben und die wegen des kurzfristigen Ausfalls von Matthieu Delpierre (Patellasehnenprobleme) umformierte Defensive wackelte bedenklich. Vor allem Innnenverteidiger Serdar Tasci war ein Risikofaktor. Mit einer verunglückten Kopfball-Abwehr leitete der Nationalspieler die frühe Gäste-Führung ein. Alexander Iaschwilis Flanke fand den völlig freistehenden Freis, der aus sechs Metern mühelos einköpfte.

Das 2:1 war abseitsverdächtig

Auch danach spielten die Karlsruher frech mit, der Ausgleich der Hausherren fiel daher überraschend. Der junge Stefano Celozzi störte VfB-Torjäger Mario Gomez nicht energisch, dessen Flanke versenkte Khedira per Kopf. Zehn Minuten vor der Pause hatte Simak sogar das 2:1 auf dem Fuß, scheiterte aber nach feinem Pass von Cacau am herausgeeilten Miller.

Auch nach der Pause blieb die Partie zerfahren. Die Gastgeber leisteten sich zuviele Fehler im Spielaufbau und kamen kaum einmal gefährlich vor das Tor der Karlsruher. Der KSC verlegte sich zunehmend auf Konter, blieb aber zumeist harmlos. Eine der wenigen gelungenen Angriffsaktionen der Stuttgarter brachte dann das schmeichelhafte 2:1. Hitzlsperger bediente den abseitsverdächtigen Gomez, der Miller keine Chance ließ. Kurz vor Schluss sorgte Marica für den Endstand.

VfB Stuttgart - Karlsruher SC 1:1 (1:1)
VfB Stuttgart:
Lehmann - Osorio, Boulahrouz, Tasci, Boka - Khedira, Hitzlsperger - Simak (46. Hilbert), Lanig - Gomez (88. Mandjeck), Cacau (70. Marica)
Karlsruher SC:
Miller - Celozzi (83. Buck), Sebastian, Franz, Eichner - Porcello (77. Timm), Mutzel - Freis, da Silva, Iaschwili (78. Stindl) - Kennedy
Schiedsrichter:
Gagelmann (Bremen)
Zuschauer:
55.000 (ausverkauft)
Tore: 0:1 Freis (8.), 1:1 Khedira (22.), 2:1 Gomez (68.), 3:1 Marica (87.)
Gelbe Karten: Gomez (1), Tasci (1) / Buck (1), Franz (3), Iaschwili (1)

Quelle: FAZ.NET
Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

  Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen
Themen zu diesem Artikel
Fußball
 Bundesliga 
 2. Bundesliga 
  Verein Sp Diff Pkt.  
1.  Logo: Borussia Dortmund
Borussia Dortmund   34  55   81 Gleichheit zur Vorwoche
2.  Logo: Bayern München
Bayern München   34  55   73 Gleichheit zur Vorwoche
3.  Logo: FC Schalke 04
FC Schalke 04   34  30   64 Gleichheit zur Vorwoche
4.  Logo: Bor. Mönchengladbach
Bor. Mönchengladbach   34  25   60 Gleichheit zur Vorwoche
5.  Logo: Bayer Leverkusen
Bayer Leverkusen   34  8   54 Gleichheit zur Vorwoche
6.  Logo: VfB Stuttgart
VfB Stuttgart   34  17   53 Gleichheit zur Vorwoche
7.  Logo: Hannover 96
Hannover 96   34  -4   48 Gleichheit zur Vorwoche
8.  Logo: VfL Wolfsburg
VfL Wolfsburg   34  -13   44 Gleichheit zur Vorwoche
9.  Logo: Werder Bremen
Werder Bremen   34  -9   42 Gleichheit zur Vorwoche
10.  Logo: 1. FC Nürnberg
1. FC Nürnberg   34  -11   42 Gleichheit zur Vorwoche
11.  Logo: 1899 Hoffenheim
1899 Hoffenheim   34  -6   41 Gleichheit zur Vorwoche
12.  Logo: SC Freiburg
SC Freiburg   34  -16   40 Gleichheit zur Vorwoche
13.  Logo: FSV Mainz 05
FSV Mainz 05   34  -4   39 Gleichheit zur Vorwoche
14.  Logo: FC Augsburg
FC Augsburg   34  -13   38 Verbesserung zur Vorwoche
15.  Logo: Hamburger SV
Hamburger SV   34  -22   36 Verschlechterung zur Vorwoche
16.  Logo: Hertha BSC
Hertha BSC   34  -26   31 Verbesserung zur Vorwoche
17.  Logo: 1. FC Köln
1. FC Köln   34  -36   30 Verschlechterung zur Vorwoche
18.  Logo: 1. FC Kaiserslautern
1. FC Kaiserslautern   34  -30   23 Gleichheit zur Vorwoche
Ergebnisse, Tabellen und Statistik