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3:1 gegen Freiburg Mainz auf einmal ganz aufgeweckt

29.01.2012 ·  Mainz entscheidet das Abstiegsduell gegen Freiburg schon sehr früh. Schnell wird ein Klassenunterschied deutlich - und die Klasse der Mainzer, wenn sie einmal konzentriert auftreten.

Von Daniel Meuren, Mainz
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© dapd Feier für zwei: Choupo-Moting und Szalai (r.)

War es das seit der vergangenen Woche verwendete Wort Abstiegskampf, das bei Mainz 05 die Lebensgeister so sehr weckte? Das bewirkte, dass der in den Abstiegsstrudel geratene Klub am Sonntag nach fünf Spielen ohne Erfolgserlebnis im so wichtigen Duell mit dem SC Freiburg mit einem 3:1 vor 31 000 Zuschauern das so lange ersehnte Zeichen im Bemühen um eine Trendwende setzte? Oder war es nur der schwache Gegner, der sich bereits in den ersten vier Minuten selbst um seine Chancen brachte?

Beim Spiel zwischen den nun auf Platz zwölf vorgerückten Mainzern und dem Gegner aus dem Schwarzwald war jedenfalls ein Klassenunterschied festzustellen, der sich maßgeblich in den Toren von Maxim Choupo-Moting (3. / 17. Minute) sowie dem verwandelten Foulelfmeter von Eugen Polanski (6.) widerspiegelte. Den Freiburger Treffer erzielte Pavel Krmas (68.).

Der Mainzer Trainer Thomas Tuchel hatte vor allem mit einer personellen Maßnahme ein Zeichen gesetzt. Radoslav Zabavnik, zuvor in dieser Spielzeit keine einzige Sekunde in der Bundesliga eingesetzt, spielte anstelle des bisherigen Stammspielers Fathi auf der Position des Linksverteidigers.

Der slowakische Nationalspieler ist ein Vertreter der eher rabiaten Verteidigerschule. Zudem brachte Tuchel auch seinen „besten Stürmer“ Adam Szalai erstmals von Beginn an in der Startelf. Der Ungar, dem die Mainzer vermutlich bis zum Transferschluss am Dienstag noch Unterstützung durch einen offensiven Neuzugang zur Seite stellen, hatte sich auf den Tag genau ein Jahr zuvor beim Auswärtsspiel in Kaiserslautern eine schwere Knieverletzung zugezogen.

Diagné muss schon nach vier Minuten gehen

Allein die Präsenz des 1,90 Meter großen Stoßstürmers schien die Freiburger so sehr zu beschäftigen, dass ihnen bereits in den ersten vier Minuten zwei ganz empfindliche Stellungsfehler unterliefen. Zunächst fand Polanski mit seinem Pass die Lücke, in die Choupo-Moting sprinten und schließlich zum 1:0 vollenden konnte (3.).

Keine 60 Sekunden darauf war für den Freiburger Neuzugang Fallou Diagné das Spiel bereits beendet, als Szalai nach im Strafraum zu Fall kam. Schiedsrichter Markus Schmidt ahndete die Aktion nicht nur mit einem Elfmeter, sondern deutlich zu streng auch noch mit dem Platzverweis. Den Strafstoß verwandelte Polanski zum 2:0. Choupo-Moting erhöhte mit seinem sechsten Saisontor noch vor der Pause auf 3:0.

Für Tuchel hatte der Sieg den Nebeneffekt, seine Bilanz im persönlichen Duell mit Freiburgs Trainer Christian Streich weiter aufzubessern. Schon in zwei Duellen mit A-Jugendteams hatte er 2008/09 gesiegt. Tuchel soll Streichs Arbeit damals dennoch so sehr geschätzt haben, dass er ihn bei seiner Beförderung zum Cheftrainer als Assistenten verpflichten wollte. Diese Rolle wäre für Streich zumindest am Sonntag die angenehmere gewesen.

FSV Mainz 05 - SC Freiburg 3:1 (3:0)

FSV Mainz 05: Wetklo - Pospech, Bungert, Noveski, Zabavnik - Caligiuri (90.+1 Baumgartlinger), Polanski (78. Kirchhoff), Soto - Nicolai Müller - Szalai (65. Yilmaz), Choupo-Moting
SC Freiburg: Baumann - Sorg, Krmas, Diagné, Lumb - Schmid, Rosenthal (76. Reisinger), Makiadi - Caligiuri (81. Freis) - Ginter, Jendrisek (7. Ferati)
Schiedsrichter: Schmidt (Stuttgart)
Zuschauer: 30.938
Tore: 1:0 Choupo-Moting (3.), 2:0 Polanski (6./Foulelfmeter), 3:0 Choupo-Moting (17.), 3:1 Krmas (68.)
Gelbe Karten: Bungert (4), Noveski (2) / Ginter (1), Schmid (1)
Rote Karten: - / Diagné (4./Notbremse)

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Jahrgang 1973, Sportredakteur.

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