Die Serie hält. Nun sind es schon fünf Spiele in Folge, welche die Frankfurter Eintracht ungeschlagen ist. Der 3:1-Auswärtssieg bei Bundesliga-Aufsteiger FC St. Pauli stand nach Toren von Carlos Zambrano (5.), Theofanis Gekas (42. und 71.) sowie Caio (90.) fest. Die Frankfurter durften feiern, sie waren bis auf Rang drei der Tabelle vorgerückt, hatten aber auch ein hartes Stück Arbeit hinter sich. Von ihnen war im ausverkauften Millerntorstadion erst einmal nicht viel zu sehen gewesen. Kaum etwas wollte der am Mittwoch beim 5:2 noch so überzeugenden Mannschaft von Trainer Skibbe gelingen. Der erste Torschuss? Erst nach einer halben Stunde nahm Caio aus dreißig Metern Maß.
Anders St. Pauli. Die Hamburger waren von Beginn an das engagiertere Team. Der Lohn ließ nicht lange auf sich warten. Schon nach fünf Minuten ging der Aufsteiger 1:0 in Führung. Torschütze Zambrano empfahl sich dabei als eine Art Billardspieler, erst im dritten Versuch überwand er Oka Nikolov.
Asamoah sah kurz nach der Pause Gelb-Rot
Bei dieser Szene agierte der schwache Schiedsrichter Marco Fritz bei einem mutmaßlichen Foul an Nikolov ähnlich unglücklich wie bei der Strafraumszene in der 42. Minute, die zum Ausgleich führte. Gekas, die Frankfurter Torversicherung, war nach einem Gerangel mit Zambrano zu Fall gekommen. Der Grieche selbst verwandelte den Elfmeter. Es war sein achtes Saisontor.
Das Kräfteverhältnis zwischen den Norddeutschen und den Hessen änderte sich kurz nach der Pause entscheidend. St. Pauli musste von der 48. Minute an auf Gerald Asamoah verzichten, der nach einer Attacke gegen Marco Russ Gelb-Rot sah. Es war der negative Höhepunkt einer von vielen kleinen hässlichen Fouls geprägten Partie. In Überzahl schlug Gekas ein zweites Mal zu (71.). Perfekt von Pirmin Schwegler bedient, sicherte er mit seinem neunten Saisontreffer den vierten Frankfurter Auswärtssieg, ehe Caio in letzter Minute noch das 1:3 folgen ließ.