http://www.faz.net/-gtm-768oe

3:0 in Mainz : Bayern mit meisterhafter Souveränität

Bayrische Zeichen: Uns holt keiner mehr ein Bild: AFP

Auch in Mainz lassen sich die Bayern nicht vom Meisterkurs abbringen. Beim FSV gewinnen die Münchner souverän mit 3:0 und bauen ihre Tabellenführung aus. Vor allem Mandzukic zeigt sich wieder treffsicher.

          Auch der 1. FSV Mainz 05 hat es nicht geschafft, die Serientäter des FC Bayern München zu stoppen. Der einsame Tabellenführer der Fußball-Bundesliga löste vielmehr in meisterhafter Souveränität die vermeintlich schwere Prüfung bei den Rheinhessen und baute seine Führung in der Tabelle vor dem Sonntagsspiel der zweitplazierten Leverkusener gegen den Dritten, Meister Borussia Dortmund (17.30 Uhr / Live im Bundesliga-Ticker bei FAZ.NET), auf 14 Punkte aus.

          Roland Zorn

          Sportredakteur.

          Mit der 1:0-Führung durch Thomas Müller (41. Minute) herrschte am Samstagnachmittag schlagartig Ungleichheit im ausverkauften Mainzer Stadion. Sie verstärkte sich noch durch die Saisontreffer Nummer 13 und 14 des Kroaten Mario Mandzukic (50./57.).

          Ohne in ihrer Konzentration nachzulassen, spielten die Bayern, bei denen Torschütze Mandzukic, Spielmacher Kroos und Antreiber Lahm noch herausstachen, ihre Extraklasse gegen den Tabellensechsten bis zum Spielende aus und kamen so bei einem Unentschieden zum neunten vollen Erfolg im zehnten Auswärtsspiel - bei nur einem Gegentor von bisher insgesamt sieben.

          Das sind kaum glaubliche Rekordmarken in einem Spieljahr, da niemand mehr ernsthaft die Meisterfrage stellt. Sie scheint schon zwanzig Spieltagen eindeutig beantwortet. Fragen wie die nach der derzeit nur sparsamen Rotation im Münchner Luxuskader verbieten sich unter solchen Umständen. Und so waren auch die spät (76. Minute) eingewechselten Gomez und Robben letztlich vielleicht froh, auch noch einen kleinen Anteil an einem weiteren großen Bayern-Sieg gehabt zu haben.

          Der Mainzer Kirchhoff darf ab kommender Saison mitjubeln
          Der Mainzer Kirchhoff darf ab kommender Saison mitjubeln : Bild: dapd

          Die gute Mainzer Bilanz gegen den FC Bayern unter Trainer Thomas Tuchel (drei Siege in den vergangenen drei Jahren) trug dazu bei, dass die Rheinhessen das Duell mit dem Rekordmeister zumindest unerschrocken angingen. In zwei Viererketten eng gestaffelt, erlaubten sie den Münchnern lange keine bedrohlich anmutende Attacke.

          Daran beteiligt war auch der zur kommenden Saison an die Säbener Straße wechselnde U21-Nationalspieler Jan Kirchhoff, der in Mainz mal wieder von vornherein erste Wahl war. Der lange Innenverteidiger unterstützte dazu bei Gelegenheit die wenigen Mainzer Angriffe mit seiner Kopfballstärke.

          Für Mainz und Zabavnik gibt es nichts zu holen
          Für Mainz und Zabavnik gibt es nichts zu holen : Bild: dpa

          Mit etwas mehr Konsequenz bei ihren drei, vier Kontern hätten die Mainzer sogar in Führung gehen können. So aber vertaten Malli und der für den gesperrten Szalai (elf Saisontreffer) in der Sturmspitze aufgebotene Parker ihre Gelegenheiten.

          Die Bayern übten sich wie so oft in den vergangenen Auswärtsspielen zunächst in Geduld. Sie spähten nach der einen Lücke im Mainzer Defensivverbund und warteten auf den ersten gröberen Fehler in der Abwehr der 05er. Der Moment, konkret zu werden, kam in der 41. Minute, als Toni Kroos den Kollegen Thomas Müller gedankenschnell freispielte und der aus spitzem Winkel vorbei an Torhüter Wetklo das 1:0 für die Münchner erzielte.

          Die Mainzer kommen mehr als einen Schritt zu spät
          Die Mainzer kommen mehr als einen Schritt zu spät : Bild: dpa

          Eine Führung, die wie ein Leitsignal wirkte. Schon fünf Minuten nach der Pause demonstrierten die Münchner, warum sie derzeit der Maßstab für einsame Bundesliga-Spitzenklasse sind. Im doppelten Doppelpass spielten sie sich ungehindert bis vor das Mainzer Tor, wo der Kroate Mario Mandzukic nur noch den Fuß hinhalten musste, um das 2:0 (50.) zu schießen.

          Mandzukic belegte sieben Minuten später ein weiteres Mal, warum er momentan dem deutschen Nationalstürmer Gomez vorgezogen wird. Per Kopf nach einer aus dem Lauf geschlagenen Lahm-Flanke traf er zum 3:0 und übernahm damit fürs erste auch die Führung in der Torschützenliste der Fußball-Bundesliga.

          Die Mainzer legten den Bayern keine Steine in den Weg
          Die Mainzer legten den Bayern keine Steine in den Weg : Bild: dpa

          Längst hatte sich bewahrheitet, was der Mainzer Trainer Thomas Tuchel von vornherein geunkt hatte: „Die Bayern sind neben Barcelona in dieser Saison die talentierteste Mannschaft in Europa. In der jetzigen Konstellation gegen sie zu spielen, ist unsere schwierigste (weil unlösbare) Aufgabe in den letzten vier Jahren.“

          FSV Mainz 05 - Bayern München 0:3 (0:1)

          FSV Mainz 05: Wetklo - Pospech, Kirchhoff, Noveski, Zabavnik - Baumgartlinger - Malli (46. Risse), Soto (62. Zimling) - Ivanschitz - Nicolai Müller, Parker (84. Caligiuri)
          Bayern München: Neuer - Lahm, van Buyten, Dante, Alaba - Javi Martínez, Schweinsteiger - Müller, Kroos (82. Luiz Gustavo), Ribéry (76. Robben) - Mandzukic (76. Gomez)
          Schiedsrichter: Weiner (Ottenstein)
          Zuschauer: 34.000 (ausverkauft)
          Tore: 0:1 Müller (41.), 0:2 Mandzukic (50.), 0:3 Mandzukic (57.)
          Gelbe Karten: Nicolai Müller (5), Risse (1), Zabavnik (4) / -

          Quelle: FAZ.NET

          Weitere Themen

          Ribéry vor Gericht Video-Seite öffnen

          Vom Ex-Berater verklagt : Ribéry vor Gericht

          Für den Bayern-Profi geht es um viel Geld: 3,45 Millionen Euro fordert sein Ex-Berater Bruno Heiderscheid. „Wechselgeld“ - für den Transfer von Galatasaray Istanbul zu Olympique Marseille 2005.

          Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben.

          Topmeldungen

          Städtisches Leben soll auch Sicherheit und Geborgenheit vermitteln: Wohnneubauten in Berlin-Friedrichswerder

          Innovative Stadtplanung : Man möchte wissen, wo man ist

          Wollen wir mehr Überwachung, oder soll der Stadtraum die Tugenden der offenen Gesellschaft widerspiegeln? Ideen für eine Stadt, in der man gut und gerne leben könnte.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.