19.02.2011 · Mit dem 3:0 gegen Kaiserslautern festigt Hannover 96 seinen Platz in der Spitze. Doch für die ganz große Party fehlen noch ein paar Zuschauer. Und die Pfälzer beweisen wieder einmal, warum sie bis auf die Abstiegsränge abgerutscht sind.
Von Christian Otto, HannoverFür die ganz große Party fehlten nur noch ein paar Zuschauer. Warum eine Mannschaft wie Hannover 96 Anlass zum Träumen vom europäischen Fußball gibt und das Stadion der Niedersachsen trotzdem nur selten ausverkauft ist, bleibt ein großes Rätsel. Nur 35.412 Zuschauer wollten am Samstag miterleben, wie die Mannschaft von Trainer Mirko Slomka den 1. FC Kaiserslautern 3:0 besiegte.
Den ersten Treffer hatte in der 17. Minute Jan Schlaudraff erzielt, der vom beherzten Nachsetzen und einem klugen Pass seines Kollegen Didier Ya Konan profitierte. Letzterer hatte auch das 2:0 (45.) durch Mohammed Abdellaoue vorbereitet. Der Ivorer gehörte neben Schlaudraff, der auch noch das 3:0 (57.) beisteuerte, wieder einmal zu den überragenden Spielern. Allein seine Auftritte wären einen Besuch des Stadions wert - aber die Kundschaft zögert trotz der Tatsache, dass sich 96 in der Spitzengruppe der Bundesliga festgesetzt hat.
Cherundolo vom Collegeboy zum Kapitän
Neben dem Jubel über ein weiteres Erfolgserlebnis im eigenen Stadion gab es gestern vor allem für Steven Cherundolo viel Applaus. Der Hannoveraner Kapitän feierte seinen 32. Geburtstag. Und mit dem Blumen für ihn wurde auch wieder allgegenwärtig, dass der Außenverteidiger ein Musterbeispiel für die Entwicklung der Niedersachsen ist. Cherundolo, vor zwölf Jahren als günstiger Collegeboy eingekauft, hat sich bei den Niedersachsen zum Nationalspieler und gestandenen Bundesligaprofi entwickelt. Der Amerikaner gilt Präsident Martin Kind als Modell für den Versuch, einen lange Zeit belächelten Erstligaklub zu einer anerkannte Marke des bezahlten Fußball zu entwickeln. Cherundolo spielte an seinem Ehrentag gewohnt fehlerlos.
Während Hannover äußerst souverän und beherzt auftrumpfte, bewiesen die Pfälzer wieder einmal, warum sie bis auf die Abstiegsränge abgerutscht sind. Das Team von Trainer Marco Kurz spielte viel zu unentschlossen und harmlos. Die einzige gute Torchance war ein Schuss von Ivo Ilicevic in der 62. Minute, der das Tor verfehlte.
Die Saison 2011/2012
| Verein | Sp | Diff | Pkt. | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. | ![]() |
Borussia Dortmund | 34 | 55 | 81 | ![]() |
| 2. | ![]() |
Bayern München | 34 | 55 | 73 | ![]() |
| 3. | ![]() |
FC Schalke 04 | 34 | 30 | 64 | ![]() |
| 4. | ![]() |
Bor. Mönchengladbach | 34 | 25 | 60 | ![]() |
| 5. | ![]() |
Bayer Leverkusen | 34 | 8 | 54 | ![]() |
| 6. | ![]() |
VfB Stuttgart | 34 | 17 | 53 | ![]() |
| 7. | ![]() |
Hannover 96 | 34 | -4 | 48 | ![]() |
| 8. | ![]() |
VfL Wolfsburg | 34 | -13 | 44 | ![]() |
| 9. | ![]() |
Werder Bremen | 34 | -9 | 42 | ![]() |
| 10. | ![]() |
1. FC Nürnberg | 34 | -11 | 42 | ![]() |
| 11. | ![]() |
1899 Hoffenheim | 34 | -6 | 41 | ![]() |
| 12. | ![]() |
SC Freiburg | 34 | -16 | 40 | ![]() |
| 13. | ![]() |
FSV Mainz 05 | 34 | -4 | 39 | ![]() |
| 14. | ![]() |
FC Augsburg | 34 | -13 | 38 | ![]() |
| 15. | ![]() |
Hamburger SV | 34 | -22 | 36 | ![]() |
| 16. | ![]() |
Hertha BSC | 34 | -26 | 31 | ![]() |
| 17. | ![]() |
1. FC Köln | 34 | -36 | 30 | ![]() |
| 18. | ![]() |
1. FC Kaiserslautern | 34 | -30 | 23 | ![]() |