10.02.2007 · Stefan Kießling hat Bayer Leverkusen in letzte Sekunde vor der dritten Niederlage hintereinander gerettet und bei der Eintracht für eine abermalige Enttäuschung gesorgt. Obwohl die Frankfurter lange in Überzahl spielten, konnten sie nicht gewinnen.
Für Bayer Leverkusen wird die Kluft zwischen Anspruch und Wirklichkeit immer größer. Nach zuletzt zwei Niederlagen musste sich die Mannschaft von Trainer Michael Skibbe am Samstag gegen Eintracht Frankfurt mit einem schmeichelhaften 2:2 (1:1) begnügen.
Vier Tage vor dem Uefa-Cup-Duell mit den Blackburn Rovers verspielte der Gastgeber die Chance, im Kampf um den anvisierten fünften Tabellenrang mehr Boden gut zu machen. Vor 22.500 Zuschauern in der ausverkauften BayArena sorgten die Torschützen Sotirios Kyrgiakos (42. Minute) und Alexander Meier (83.) für den verdienten Punktgewinn der seit sechs Spielen sieglosen Hessen. Die Treffer der Leverkusener erzielten der Frankfurter Jermaine Jones (39.) per Eigentor und Stefan Kießling (90.+1), der in der Nachspielzeit sein Team vor einer neuerlichen Niederlage bewahrte.
Zwei Platzverweise
Die Leverkusener mussten lange Zeit mit zehn Spielern auskommen, nachdem sich Torhüter Hans-Jörg Butt wegen Handspiels außerhalb des Strafraums einen Platzverweis eingehandelt hatte (28.). Allerdings konnte auch die Eintracht das Spiel nach dem Platzverweis für Christoph Spycher (80.) nicht vollzählig beenden. Angesichts des
späten Ausgleichs konnte Bayer-Coach Skibbe den neuerlichen Rückschlag verkraften: „Das wird unsere Moral stärken. Wir haben dennoch die Option, weiter nach vorne schauen zu dürfen.“ Dagegen konnte Eintracht-Mittelfeldspieler Jones der Partie nur wenig Positives abgewinnen: „Das späte 2:2 war sehr enttäuschend. Wir hatten die drei Punkte eigentlich schon zu Hause.“
Trotz der Genesung von Nationalspieler Bernd Schneider und der Rückkehr des im Januar am Knie operierten Carsten Ramelow fiel Bayer in der Anfangsphase wenig ein, um die Frankfurter ernsthaft in Gefahr zu bringen. So verlebte der für den verletzen Markus Pröll ins Tor gerückt Gäste-Torhüter Oka Nikolov einen geruhsamen Spielbeginn, in dem sich sein Team als ebenbürtig erwies und bei einem Schuss von Naohiro Takahara (25.) der Führung näher war als der enttäuschende Tabellensiebte. Mit zunehmender Spielzeit machte sich bei den Leverkusenern Verunsicherung breit. Die hohe Fehlpassquote machte sich die Eintracht zu Nutze. In seiner Not klärte Bayer-Schlussmann Butt den heranstürmenden Takahara mit einem Handspiel außerhalb des Strafraums und wurde deshalb des Feldes verwiesen.
Kießling rettet Bayer einen Punkt
Nur fünf Minuten später (33.) stand der für Butt eingewechselte Benedikt Fernandez im Mittelpunkt des Geschehens, als Michael Thurk frei vor dem Bayer-Ersatzkeeper auftauchte und aus 16 Metern nur den Pfosten traf. Danach überschlugen sich in einer bis dahin eher farblosen Partie die Ereignisse: Nach einer Ecke von Schneider beförderte Eintracht-Mittelfeldspieler Jones den Ball per Kopf ins eigene Netz und stellte den Spielverlauf damit auf den Kopf. Doch die Freude der Leverkusener über die glückliche Führung währte nur drei Minuten. Mit einem Kopfball sorgte der wiedergenesene Abwehrspieler Kyrgiakos noch vor der Pause für den verdienten Ausgleich.
Auch nach Wiederanpfiff gelang es den Hessen zunächst nicht, aus ihrer Überzahl mehr Kapital zu schlagen. Zwar erspielten sie sich gegen die nun in erster Linie auf Torsicherung bedachten Leverkusener Feldvorteile, aber zu wenige klare Torchancen. Stattdessen musste Torhüter Nikolov bei einem Freistoß von Marko Babic (64.) sein ganzes Können aufbieten, um den neuerlichen Rückstand zu verhindern. Doch der couragierte Auftritt der Hessen schien sich am Ende doch noch bezahlt zu machen: Obwohl sie nachdem mit einem Platzverweis geahndeten Foulspiel von Spycher ebenfalls nur mit zehn Spielern weiterspielen mussten, gingen sie durch den Abstauber von Alexander Meier verdient in Führung. Wenige Sekunden vor dem Abpfiff jedoch sorgte Kießling mit seinem Ausgleich bei Eintracht für Ernüchterung.
Die Saison 2011/2012
| Verein | Sp | Diff | Pkt. | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. | ![]() |
Borussia Dortmund | 34 | 55 | 81 | ![]() |
| 2. | ![]() |
Bayern München | 34 | 55 | 73 | ![]() |
| 3. | ![]() |
FC Schalke 04 | 34 | 30 | 64 | ![]() |
| 4. | ![]() |
Bor. Mönchengladbach | 34 | 25 | 60 | ![]() |
| 5. | ![]() |
Bayer Leverkusen | 34 | 8 | 54 | ![]() |
| 6. | ![]() |
VfB Stuttgart | 34 | 17 | 53 | ![]() |
| 7. | ![]() |
Hannover 96 | 34 | -4 | 48 | ![]() |
| 8. | ![]() |
VfL Wolfsburg | 34 | -13 | 44 | ![]() |
| 9. | ![]() |
Werder Bremen | 34 | -9 | 42 | ![]() |
| 10. | ![]() |
1. FC Nürnberg | 34 | -11 | 42 | ![]() |
| 11. | ![]() |
1899 Hoffenheim | 34 | -6 | 41 | ![]() |
| 12. | ![]() |
SC Freiburg | 34 | -16 | 40 | ![]() |
| 13. | ![]() |
FSV Mainz 05 | 34 | -4 | 39 | ![]() |
| 14. | ![]() |
FC Augsburg | 34 | -13 | 38 | ![]() |
| 15. | ![]() |
Hamburger SV | 34 | -22 | 36 | ![]() |
| 16. | ![]() |
Hertha BSC | 34 | -26 | 31 | ![]() |
| 17. | ![]() |
1. FC Köln | 34 | -36 | 30 | ![]() |
| 18. | ![]() |
1. FC Kaiserslautern | 34 | -30 | 23 | ![]() |