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2:2 in Cottbus Amanatidis rettet das Remis für Frankfurt

30.09.2007 ·  Alle Augen waren Cottbus' neuen Trainer Bojan Prasnikar gerichtet. Doch am Ende stahl Frankfurts Ioannis Amanatidis dem Slowenen die Show. Nach 0:2-Rückstand rettete der Stürmer mit zwei Toren der Eintracht doch noch einen Punkt.

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Ioannis Amanatidis hat mit einem Doppelpack einen Einstand nach Maß von Bojan Prasnikar als Trainer von Fußball-Bundesligaverein Energie Cottbus verhindert. Der griechische Nationalstürmer von Eintracht Frankfurt erzielte beim 2:2 (0:2) beide Treffer (49., 79. Foulelfmeter) für die Gäste und machte dem Team des 54 Jahre alten Bundesliga-Debütanten aus Slowenien noch einen Strich durch die Rechnung. Dimitar Rangelow hatte den Tabellenletzten ebenfalls mit zwei Toren (8., 18.) schnell 2:0 in Führung gebracht und schon vom ersten Saisonsieg träumen lassen.

„Wir wollten die zweite Halbzeit so gut spielen wie in der ersten, aber uns hat die Kraft dazu gefehlt. Wir hatten zwar noch große Chancen, aber das dritte Tor wollte nicht fallen. Durch einen Foulelfmeter noch das Unentschieden zu kassieren, ist natürlich bitter“, sagte Prasnikar. Amanatidis kritisierte trotz der erfolgreichen Aufholjagd die Leistung seines Teams: „Das war in der ersten Halbzeit nicht bundesligareif. Hätten wir sofort so gespielt wie nach der Pause, hätten wir hier gewonnen.“

Dimitar Rangelow trifft doppelt für Energie

Im Stadion der Freundschaft sahen 14.290 Zuschauer von Beginn an hochmotivierte Cottbuser. Nach einem sehenswerten Pass von Regisseur Ervin Skela markierte Rangelow die verdiente Führung für Energie. Nur zehn Minuten später bewies der Stürmer wiederum seine Torjägerqualitäten, als er völlig freistehend eine Hereingabe des Dänen Dennis Sörensen verwertete. Vorausgegangen war allerdings ein eklatanter Abwehrfehler von Eintracht-Verteidiger Marco Russ, der im eigenen Strafraum ausrutschte und den Ball an Sörensen verlor.

In der Folgezeit zogen sich die kämpferisch starken Gastgeber zurück und warteten im eigenen Stadion geduldig auf Konter. Die zunächst harmlosen Hessen hatten vor dem Pausenpfiff lediglich Chancen durch Albert Streit (13.) und Michael Thurk (44.). Prasnikar, der am Freitag bei den Lausitzern die Nachfolge des beurlaubten Petrik Sander angetreten und einen Vertrag bis 2009 unterschrieben hatte, stellte seine Mannschaft im Vergleich zum 0:5-Debakel bei Bayern München nur auf einer Position um und brachte den Franzosen Christian Bassila für den Chinesen Jiayi Shao.

Cottbus wird durch schnelles Gegentor überrascht

Auf der anderen Seite musste Coach Friedhelm Funkel auf die beiden japanischen Nationalspieler Naohiro Takahara (Knie) und Junichi Inamoto (Muskelfaserriss) sowie den Mazedonier Alexander Vasoski (Sehnenverletzung) verzichten. In der zweiten Halbzeit wurde das Team von Prasnikar, der seine Mannschaft im grauen Anzug von außen sehr ruhig dirigierte, durch das schnelle Tor von Amanatidis überrascht. Der Grieche hatte einen von Energie-Keeper Tomislav Piplica abgewehrten Ball im Nachschuss verwertet.

Die Hausherren waren aber nicht geschockt und hätten sogar durch einen Kopfball von Abwehrspieler Vragel da Silva (61.) erhöhen müssen. Stattdessen fiel der Ausgleich, nachdem Igor Mitreski Amanatidis im Strafraum zu Fall gebracht hatte. Auf Cottbuser Seite überzeugten vor allem Rangelow und Spielmacher Skela. Bei Frankfurt ragte neben Amanatidis noch Torhüter Markus Pröll heraus.

Energie Cottbus - Eintracht Frankfurt 2:2 (2:0)
Cottbus:
Piplica - da Silva, Kukielka, Mitreski, Cvitanovic - Bassila - Angelow (72. Baumgart), Rost - Skela - Sörensen (85. Rivic), Rangelow (90. Kioyo). - Trainer: Prasnikar
Frankfurt: Pröll - Ochs, Russ, Kyrgiakos, Spycher - Köhler (79. Weissenberger), Fink, Meier, Streit (46. Mahdavikia) - Thurk (87. Preuß), Amanatidis. - Trainer: Funkel
Schiedsrichter: Thorsten Kinhöfer (Herne)
Tore: 1:0 Rangelow (8.), 2:0 Rangelow (18.), 2:1 Amanatidis (49.), 2:2 Amanatidis (79., Foulelfmeter)
Zuschauer: 14.290
Gelbe Karten: Skela - Streit, Fink, Ochs (2)

Quelle: FAZ.NET
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