06.03.2010 · 2:0 geführt, am Ende aber beinahe doch noch verloren: Stuttgart bremste seine Aufholjagd in der Bundesliga mit dem 2:2 in Bremen selbst. Pogrebnjak und Khedira trafen für den VfB, Almeida und Frings per Elfmeter glichen aber noch aus.
Von Peter Penders, Bremen2:0 geführt, am Ende aber beinahe doch noch verloren: Der VfB Stuttgart war beim 2:2 in Bremen drauf und dran, seine Aufholjagd fortzusetzen, aber in der letzten Viertelstunde verspielten die Schwaben in diesem Verfolgerduell noch den möglichen Sieg.
Die Voraussetzungen hatten von vornherein für eine attraktive Partie gesprochen. Denn mit Werder Bremen (16 Treffer) und dem VfB Stuttgart (18) trafen nicht nur die beiden torgefährlichsten Mannschaften der Rückrunde aufeinander. Vor allem hatte es in den 43 Spielen zwischen diesen beiden Mannschaften noch niemals ein 0:0 im Weserstadion gegeben.
Werder hätte allerdings nicht nur wegen der Erfolgsserie der Schwaben unter Christian Gross gewarnt sein müssen, der seit seinem Amtsantritt erst eine Bundesligapartie (1:3 gegen den Hamburger SV) verloren hat, auch die Langzeitstatistik sprach eine deutliche Sprache. Keine Mannschaft hat öfter als der VfB Stuttgart in Bremen gewonnen, der mit seinen zwölf Siegen sogar den FC Bayern übertraf.
Özil, Hunt und Marin leisten sich zu viele Schnörkel
Nach einer Viertelstunde stand fest, dass es auch diesmal kein 0:0 geben würde. Schiedsrichter Felix Brych half dabei mit, weil er beim Einsatz von Hleb gegen Frings kein Foulspiel gesehen hatte - zu Recht, wie die Fernsehbilder später zeigten. Danach aber war der Weg frei gewesen für den Weißrussen, der im Strafraum Pogrebniak den Ball passend auflegte.
Werder tat sich danach schwer, hätte aber nach einer halben Stunde ausgleichen müssen, als Pizarro es aus drei Metern nicht schaffte, den Ball an Lehmann vorbei zu bringen. Viel mehr brachten die Norddeutschen, abgesehen von einem mächtigen Freistoß von Naldo, der Lehmann zu einer gekonnten Flugeinlage inspirierte, nicht zustande.
Özil, vor allem aber Hunt und Marin, die Bundestrainer Löw kritisiert hatten, weil sie gegen Argentinien nicht zum Einsatz gekommen waren, leisteten sich hier und da einen Schnörkel zu viel. Erinnert man sich an das Verständnis von Löw für öffentliche Kritik, haben sie zudem ihre Einsatzchancen in der Nationalmannschaft nicht drastisch erhöht.
Cacau hätte die Führung sogar noch ausbauen können
So aber musste Werder froh sein, dass es zur Pause nach einem Kopfballtreffer von Khedira (43.) nur 0:2 stand. Cacau hätte seine zuletzt beachtliche Trefferquote schon vorher erhöhen können, aber er scheiterte aus sechs Metern in Pizarro-Manier. Kurz nach Khediras Volltreffer bot sich dann auch noch Progrebniak eine weitere Chance, die Stimmung auf den Rängen den Temperaturen anzunähern.
Zur Pause brachte Werder-Trainer Thomas Schaaf mit Hugo Almeida für den defensiven Tim Borowski einen weiteren Angreifer, ohne dass sich die Bremer Probleme lösten. Hleb (52.) der sich den Ball nach Vorarbeit von Cacau zu weit vorlegte, und später Cacau (58.), der nach einen gewonnenen Sprintduell mit Mertesacker am Bremer Torwart Tim Wiese scheiterte, hätten die Stuttgarter Führung sogar ausbauen können.
Almeida hätte das Bremer Glück perfekt machen können
So aber nahm die Partie urplötzlich eine Wende, auf die nichts hingedeutet hatte. Almeida weckte seine Kollegen mit seinem Volltreffer von der Strafraumkante (74.) offenbar auf, die danach ihren lethargischen Spielaufbau ablegten und munter drauf los stürmten. Das wurde nur sechs Minuten später belohnt, als Marin nach einem Zweikampf mit Celozzi zu Fall kam und Brych auf den Elfmeterpunkt zeigte. Frings ließ sich die Chance nicht entgehen und traf zum 2:2. Kurz danach hätte Almeida nach einem Pass von Marin das Bremer Glück perfekt machen können, aber der Portugiese wurde im letzten Moment noch gestoppt. Es wäre auch etwas viel Bestrafung für eine Schlussviertelstunde gewesen, in der Stuttgart einen schon sicher geglaubten Sieg noch aus der Hand gab.
„Wir haben es eindeutig verpasst, hier in Bremen drei Punkte zu holen“, sagte VfB-Trainer Christian Gross, „Wir hatten mehrfach die Chance, das sicherlich vorentscheidende dritte Tor zu schießen. Nach dem Anschlusstreffer waren wir nicht mehr so dominant und mussten leider ein weiteres Gegentor hinnehmen.“
Die Saison 2011/2012
| Verein | Sp | Diff | Pkt. | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. | ![]() |
Borussia Dortmund | 34 | 55 | 81 | ![]() |
| 2. | ![]() |
Bayern München | 34 | 55 | 73 | ![]() |
| 3. | ![]() |
FC Schalke 04 | 34 | 30 | 64 | ![]() |
| 4. | ![]() |
Bor. Mönchengladbach | 34 | 25 | 60 | ![]() |
| 5. | ![]() |
Bayer Leverkusen | 34 | 8 | 54 | ![]() |
| 6. | ![]() |
VfB Stuttgart | 34 | 17 | 53 | ![]() |
| 7. | ![]() |
Hannover 96 | 34 | -4 | 48 | ![]() |
| 8. | ![]() |
VfL Wolfsburg | 34 | -13 | 44 | ![]() |
| 9. | ![]() |
Werder Bremen | 34 | -9 | 42 | ![]() |
| 10. | ![]() |
1. FC Nürnberg | 34 | -11 | 42 | ![]() |
| 11. | ![]() |
1899 Hoffenheim | 34 | -6 | 41 | ![]() |
| 12. | ![]() |
SC Freiburg | 34 | -16 | 40 | ![]() |
| 13. | ![]() |
FSV Mainz 05 | 34 | -4 | 39 | ![]() |
| 14. | ![]() |
FC Augsburg | 34 | -13 | 38 | ![]() |
| 15. | ![]() |
Hamburger SV | 34 | -22 | 36 | ![]() |
| 16. | ![]() |
Hertha BSC | 34 | -26 | 31 | ![]() |
| 17. | ![]() |
1. FC Köln | 34 | -36 | 30 | ![]() |
| 18. | ![]() |
1. FC Kaiserslautern | 34 | -30 | 23 | ![]() |