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Dienstag, 18. Juni 2013
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

2:2 in Bremen Fürth schlägt sich achtbar

 ·  Zählbares Debüt: Frank Kramer erreicht als neuer Fürther Trainer ein 2:2 in Bremen. Beim SV Werder trifft Hunt zweimal per Elfmeter - und die Fans üben stillen Protest an der Vereinsführung.

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© dpa Hinterher geschaut: Fürths Fürstner (hinten) und Werders Schmitz trauern dem Ball hinterher

Frank Kramer hat beim Einstand als Coach der SpVgg Greuther Fürth seinen ersten Bundesligapunkt geholt. Der neue Trainer der SpVgg Greuther Fürth kam mit seinem Team bei Werder Bremen am Samstag zu einem verdienten 2:2 (0:0). Die Bremer blieben nach zuvor zwei Heimniederlagen wieder sieglos im Weserstadion. Die Tore für Werder schoss vor 40.000 Zuschauern Aaron Hunt mit zwei verwandelten Foulelfmetern (47., 72.). Die Fürther kamen zu Treffern durch Stephan Fürstner (56.) und Thanos Petsos (62.), bleiben aber Letzter der Fußball-Bundesliga.

Kramer sah bei seinem Debüt als Erstligacoach der Fürther eine Partie auf schwachem Niveau, die in der zweiten Halbzeit von der Spannung lebte. Vor allem der Gastgeber enttäuschte seine Fans. Bereits zur Pause pfiffen und buhten die ersten Werder-Anhänger. Kramers Mannschaft, die er im Vergleich zur Niederlage in Hoffenheim auf vier Positionen verändert hatte, zeigte sich agiler und aggressiver als die Bremer. Für den 40-Jährigen war es das dritte Spiel als Bundesligatrainer, die beiden Partien als Interims-Coach von Hoffenheim hatte er verloren.

Teure Offensivkräfte auf der Bank

Die Fürther offenbarten in Bremen einige Mängel, agierten allerdings mutig. Gleich in der Anfangsphase erarbeiteten sie sich zwei hochkarätige Chancen: Bernd Nehrig (8.) und Stephan Fürstner (9.) vergaben jedoch und schossen den Ball jeweils am rechten Pfosten vorbei. Nach dem Wechsel schlugen die Gäste zu. Fürstner nutzte eine Vorlage von Heinrich Schmidtgal, Petsos traf mit einem herrlichen direkten Freistoß.

Der häufig gestikulierende Thomas Schaaf hatte wie zuletzt in Mönchengladbach auf eine taktische Variante mit Doppel-Sechs gesetzt. Überraschenderweise platzierte der dienstälteste Coach der Liga aber den zuletzt gesperrten Abwehrchef Sokratis für den verletzten Kapitän Clemens Fritz im Mittelfeld. Sicher wirkte die Bremer Defensive damit allerdings nicht. Im Gegenteil: Werder ließ den Gästen zu viel Platz und hatte Glück, dass der Tabellenletzte die Fehler und Unkonzentriertheiten nicht schon in der ersten Halbzeit nutze.

Im Angriff der Bremer wurde es - wie schon seit Wochen - fast nur bei Aktionen von Kevin de Bruyne gefährlich. Der Belgier deutete einige Male seine Klasse an. Die teuren Offensivkräfte Hunt, Marko Arnautovic, Eljero Elia und Mehmet Ekici gehörten hingegen wieder nicht zur Startelf. Hunt und Arnautovic kamen nach der Pause.

Und zumindest Hunts Einwechselung lohnte sich: Der Mittelfeldregisseur holte beim Foul von Lasse Sobiech den ersten Elfmeter heraus und verwandelte diesen ebenso sicher wie den zweiten Strafstoß. Arnautovic enttäuschte dagegen erneut. In Bremen wächst der Unmut. Schon vor dem Spiel gab es einen stillen Protest. „1999 - 2013 ist genug“, stand auf einem Plakat, zudem die Initialen des Trainers, des Aufsichtsrats-Vorsitzenden Willi Lemke und des Vereinspräsidenten Klaus-Dieter Fischer.

SV Werder Bremen - Spvgg. Greuther Fürth 2:2 (0:0)

Werder Bremen: Mielitz - Gebre Selassie (46. Arnautovic), Pavlovic, Lukimya, Schmitz - Sokratis, Trybull (46. Hunt) - Junuzovic, de Bruyne, Ignjovski - Petersen
SpVgg Greuther Fürth: Grün - Zimmermann, Sobiech, Mavraj, Baba - Pekovic - Klaus (83. Azemi), Fürstner (90. Zillner), Petsos, Nehrig (28. Schmidtgal) - Sararer
Schiedsrichter: Schmidt (Stuttgart)
Zuschauer: 39.786
Tore: 1:0 Hunt (47./Foulelfmeter), 1:1 Fürstner (55.), 1:2 Petsos (62.), 2:2 Hunt (70./Foulelfmeter)
Gelbe Karten: - / Fürstner (6), Zimmermann (1)

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