19.12.2009 · Kein Sieger im letzten Spiel vor der Winterpause: Frankfurt erreichte gegen den deutschen Meister Wolfsburg ein 2:2. Franz und Meier trafen für die Eintracht, Dzeko und Josue für den VfL. Beide überwintern im Tabellenmittelfeld.
Von Uwe Marx, FrankfurtDer deutsche Meister VfL Wolfsburg kommt einfach nicht vom Fleck, und sein Trainer Armin Veh dürfte weiterhin in der Diskussion bleiben. Im letzten Spiel vor der Winterpause kam seine Mannschaft bei Eintracht Frankfurt gerade mal zu einem 2:2 und verlängerte damit die Reihe jener Spiele, in denen der VfL weit hinter den Erwartungen und hinter seinen eigenen Möglichkeiten zurückgeblieben ist.
Es war von Anfang an ein Duell, dass stellvertretend für die aktuelle sportliche Misere der Niedersachsen stand. Hier der Meister und - bis vor ein paar Tagen jedenfalls - Teilnehmer an der Champions League, dort eine Mannschaft, die sich seit Jahren im grauen Mittelmaß der Bundesliga aufhält. Doch in der Tabelle stehen sie trotzdem Seit' an Seit'.
Dass es ein Spiel auf bescheidenem Niveau war, sprach demnach weniger gegen die Eintracht, sondern mehr gegen die Wolfsburger. Speziell in der ersten Halbzeit und hier in der ersten halben Stunde war es ein Musterbeispiel dafür, wie es Mannschaften ergeht, die chronisch erfolglos sind und sich selbst nicht recht finden können. Der VfL hatte innerhalb von drei Minuten durch Dzeko, Grafite und Ziani drei große Torchancen.
Meiers Ausgleich verlängert die Wolfsburger Leidenszeit
Aber wer traf, war die Eintracht, in diesem Fall Maik Franz per Kopf (26. Minute) nach einem Freistoß von Köhler. Dass der leidende Titelträger durch Edin Dzeko in der 37. Minute relativ schnell zum Ausgleich kam, zeigt, dass er immer noch viel Qualität im Kader und viel Potential hat, derzeit aber einfach nicht er selbst ist. Zudem haben sechs Spiele ohne Sieg in den vergangenen Wochen ihre Spuren hinterlassen.
Trainer Armin Veh, der sich nach dem jüngsten 1:3 gegen Dortmund erste kritische Zurufe von Anhängern des VfL anhören musste, durfte nach dem Treffer durch Josué (69.) zum 2:1 sogar auf eine kleine Wende hoffen. Es sah tatsächlich so aus, als könne seine Mannschaft spät die Kurve kriegen. Der Ausgleich durch Alexander Meier in der 79. Minute aber verlängerte die Leidenszeit nur.
Die Mannschaft hat jetzt 24 Punkte, und das sind auch nur zwei weniger als in der schwachen Hinrunde der Meistersaison. Und doch trennen den VfL von gestern und den von heute Welten. Stellvertretend für diese Schwäche steht Grafite, der mit seinem unbeholfenen Spiel noch nicht einmal erahnen lässt, dass er in der vergangenen Saison Torschützenkönig war.
Die Saison 2011/2012
| Verein | Sp | Diff | Pkt. | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. | ![]() |
Borussia Dortmund | 34 | 55 | 81 | ![]() |
| 2. | ![]() |
Bayern München | 34 | 55 | 73 | ![]() |
| 3. | ![]() |
FC Schalke 04 | 34 | 30 | 64 | ![]() |
| 4. | ![]() |
Bor. Mönchengladbach | 34 | 25 | 60 | ![]() |
| 5. | ![]() |
Bayer Leverkusen | 34 | 8 | 54 | ![]() |
| 6. | ![]() |
VfB Stuttgart | 34 | 17 | 53 | ![]() |
| 7. | ![]() |
Hannover 96 | 34 | -4 | 48 | ![]() |
| 8. | ![]() |
VfL Wolfsburg | 34 | -13 | 44 | ![]() |
| 9. | ![]() |
Werder Bremen | 34 | -9 | 42 | ![]() |
| 10. | ![]() |
1. FC Nürnberg | 34 | -11 | 42 | ![]() |
| 11. | ![]() |
1899 Hoffenheim | 34 | -6 | 41 | ![]() |
| 12. | ![]() |
SC Freiburg | 34 | -16 | 40 | ![]() |
| 13. | ![]() |
FSV Mainz 05 | 34 | -4 | 39 | ![]() |
| 14. | ![]() |
FC Augsburg | 34 | -13 | 38 | ![]() |
| 15. | ![]() |
Hamburger SV | 34 | -22 | 36 | ![]() |
| 16. | ![]() |
Hertha BSC | 34 | -26 | 31 | ![]() |
| 17. | ![]() |
1. FC Köln | 34 | -36 | 30 | ![]() |
| 18. | ![]() |
1. FC Kaiserslautern | 34 | -30 | 23 | ![]() |