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2:2 gegen Bremen : Kein Platz für schönes Spiel in Düsseldorf

Elegant sah es nicht gerade aus, was Düsseldorf und Bremen zeigten Bild: dpa

Ein schönes Spiel war aufgrund der Negativserien von Düsseldorf und Bremen nicht zu erwarten. Dass es trotz etlicher Unzulänglichkeiten ein unterhaltsamer Nachmittag wird, liegt an den vier Toren.

          Die Werbetafel, die von Dani Schahin durch die Gegend getreten wurde, konnte wirklich nichts dafür. Der Düsseldorfer Angreifer hatte den Ball kurz nach der Pause selbst verstolpert. Dass aber ausgerechnet „Barcelona“ darauf zu lesen war, passte ganz gut ins Bild. Für das schöne Spiel war nicht viel Platz am Samstag in Düsseldorf.

          Das war angesichts der Negativserien der Fortuna (sechs Spiele ohne Sieg) und Werder Bremen (sieben) auch nicht zu erwarten gewesen. Dass es trotz etlicher Unzulänglichkeiten auf beiden Seiten ein unterhaltsamer Nachmittag wurde, lag an den vier Toren, die sich gleichmäßig auf die Teams verteilten.

          Für die Düsseldorfer war es zwei Mal Stefan Reisinger, der mit seinen 31 Jahren im Blitztempo auf Betriebstemperatur kam: nach nicht einmal 90 Sekunden der ersten Hälfte und dann noch einmal knapp drei Minuten nach Wiederanpfiff (48.).

          Werder kam durch Zlatko Junuzovic (16.) und ein Eigentor des Düsseldorfer Verteidigers Martin Latka (70.) zum verdienten 2:2 - das am Ende freilich beiden Teams wenig half beim Versuch, sich entscheidend vom Relegationsplatz zu distanzieren.

          De Bruyne läuft, Junuzovic trifft

          Die Fortuna hätte sich keinen schöneren Start wünschen können. Gleich beim ersten Angriff deckte sie die größte Bremer Schwachstelle des Tages auf, die linke Abwehrseite. Kruses schöner Pass und das indisponierte Stellungsspiel von Pavlovic ebneten Reisinger den Weg zum 1:0.

          In der 16. Minute hätte es 2:0 für die Fortuna heißen können. Nach einer ebenso einfachen wie effektiven Freistoßvariante kam Fink frei zum Schuss, doch der Ball wurde abgeblockt. Bremens de Bruyne nutzte den Gegenzug zu einem seiner dynamischen Antritte über den halben Platz. Als er Junuzovic bediente, war das 1:1 perfekt.

          Werder zeigt altbekannte Schlafmützigkeit

          Erst kurz vor der Pause gab es wieder einen Hingucker: als der Fortune van den Bergh frei vor Werder-Torwart Mielitz auftauchte, seinen Heber aber viel zu hoch ansetzte. Auf Werders Schlafmützigkeit konnten sich die Düsseldorfer auch in der zweiten Hälfte verlassen.

          Lambertz eroberte vor dem Bremer Strafraum den Ball, bediente Reisinger - 2:0. Und diesmal ging es munter weiter. Mielitz parierte gegen Schahin (55.), danach hatte Arnautovic seine Chance (60.), schließlich war es eine Flanke des Österreichers, die Latka ins eigene Netz lenkte.

          Fortuna Düsseldorf - Werder Bremen 2:2 (1:1)

          Fortuna Düsseldorf: Giefer - Balogun, Latka, Malezas, van den Bergh - Lambertz, Fink - Reisinger (81. Omae), Kruse, Bellinghausen - Schahin (85. Paurevic)
          Werder Bremen: Mielitz - Gebre Selassie, Prödl, Lukimya, Pavlovic - Junuzovic, Bargfrede - Arnautovic, de Bruyne, Kroos (63. Elia) - Petersen
          Schiedsrichter: Welz (Wiesbaden)
          Zuschauer: 44.000 (ausverkauft)
          Tore: 1:0 Reisinger (2.), 1:1 Junuzovic (16.), 2:1 Reisinger (48.), 2:2 Latka (70./Eigentor)
          Gelbe Karten: Kruse (7), Schahin (5) / Arnautovic (7), Kroos (1), Pavlovic (2)

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