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2:1 in Wolfsburg Augsburgs großer Moment

Hoffnung für Augsburg, Pfiffe für Wolfsburg: Nach dem 2:1-Sieg beim VfL kommt der Aufsteiger dem Klassenverbleib näher. Vor allem beim ersten Tor durch Oehrl hat der FCA das Glück auf seiner Seite.

© dpa Vergrößern Was war das denn? Wolfsburgs Torwart Benaglio sowie die Augsburger Verhaegh und Bellinghausen staunen über das 0:1

Sie hatten es mächtig eilig, ihren Helden zu umarmen. Wer im Team des FC Augsburg noch rennen konnte, war mit dem Schlusspfiff auf Tobias Langkamp zugesteuert. Der Innenverteidiger hatte seinem Team mit einem Kopfballtor Sekunden vor dem Spielende einen 2:1-Erfolg beim VfL Wolfsburg ermöglicht.

Einem glücklichen Führungstreffer für die Augsburger durch Torsten Oehrl (13. Minute) hatten die Niedersachsen durch Patrick Helmes (27.) den Ausgleich folgen lassen. Aber die Augsburger wurden am Ende für einen starken und couragierten Auftritt belohnt und schöpfen im Kampf gegen den Abstieg neue Hoffnung. Die Wolfsburger dagegen mussten sich vor 25.143 Zuschauern Pfiffe gefallen lassen, weil sie vor allem in der Schlussphase enttäuscht hatten.

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Es war verblüffend, dass nicht der VfL, sondern der Gegner aus Schwaben die besseren spielerischen Akzente setzen konnte. Der Japaner Hajim Hosogai und der aus Wolfsburg ausgeliehene Südkoreaner Koo Ja-Cheol trauten sich viele kurze Pässe und Dribblings zu, die das Augsburger Angriffsspiel belebten und schwer ausrechenbar machten.

Immer wieder kam die Mannschaft von Jos Luhukay („Das war ein dreckiger Sieg, aber ein umso wichtiger – ein Schritt zum Klassenerhalt. Aber wir sind noch lange nicht da.“) zu gefährlichen Pässen in die Spitze. Aber Angreifer Oehrl und Mittelfeldspieler Tobias Werner ließen viele gute Gelegenheiten sogar noch aus.

Engagiertes Eingreifen: Der Augsburger Davids stoppt gleich zwei Wolfsburger © dpa Vergrößern Engagiertes Eingreifen: Der Augsburger Davids stoppt gleich zwei Wolfsburger

Dass Oehrl den Führungstreffer erzielte, war kein Geniestreich von ihm, sondern ein Kuriosum. Der Wolfsburger Abwehrspieler Alexander Madlung hatte ihn so unglücklich angeschossen, dass sich der Ball in hohem Bogen über Torhüter Diego Benaglio ins Gehäuse senkte. Madlung wurde bei diesem Missgeschick dafür bestraft, dass er häufig zu langsam agiert.

Neben der Leihgabe Koo hatten es die Wolfsburger an diesem 31. Spieltag mit einem weiteren früheren Weggefährten zu tun bekommen, der stark auftrumpfte. Sechs Jahre lang hatte Simon Jentzsch beim VfL unter Vertrag gestanden, bei seiner Rückkehr für 90 Minuten zeigte der Routinier, dass aus ihm in der Ferne ein sehr guter und äußerst verlässlicher Torhüter geworden ist.

Ein besonderer Moment: der frühere Wolfsburger Torwart Jentzsch © dpa Vergrößern Ein besonderer Moment: der frühere Wolfsburger Torwart Jentzsch (rechts)

Der 35-Jährige brachte die Wolfsburger vor allem in der ersten Halbzeit mit seinen Paraden zur Verzweiflung. Vor allem ihr Stürmer Mario Mandzukic scheiterte immer wieder an Jentzsch.

Nur gegen den gekonnten Schuss von Helmes, der mit dem Rücken zum Tor stand und Langkamp bei seinem Schuss aus der Drehung düpierte, war der Schlussmann machtlos. Als kopfballstarker Verteidiger und am Ende sogar Torschütze durfte der starke Langkamp nach diesem kurzzeitigen Rückschlag aber noch seinen großen Moment genießen.

Meisterliche Dortmunder 31. Spieltag: Dortmund acht Punkte vor Bayern © dapd Bilderstrecke 

VfL Wolfsburg - FC Augsburg 1:2 (1:1)

VfL Wolfsburg: Benaglio - Hasebe, Russ, Madlung, Rodriguez - Polak (87. Träsch), Jiracek (46. Sio - 80. Polter) - Vieirinha, Schäfer - Helmes, Mandzukic
FC Augsburg: Jentzsch - Verhaegh, Callsen-Bracker, Langkamp, Davids - Baier (57. Moravek), Hosogai (46. Sinkala) - Werner (82. Reinhardt), Koo, Bellinghausen - Oehrl
Schiedsrichter: Kinhöfer (Herne)
Zuschauer: 25.143
Tore: 0:1 Oehrl (13.), 1:1 Helmes (27.), 1:2 Langkamp (88.)
Gelbe Karten: Benaglio (3), Helmes (3), Mandzukic (4) / Baier (7), Bellinghausen (4)

Quelle: FAZ.NET

 
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Veröffentlicht: 14.04.2012, 18:14 Uhr

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