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2:1 in Nürnberg Leverkusener Höhenflug hält an

26.09.2007 ·  Bayer Leverkusen feierte beim 1. FC Nürnberg einen glanzlosen 2:1-Erfolg. Damit gelang der Mannschaft von Michael Skibbe der Sprung auf Platz zwei. Am kommenden Samstag kommt es nun zum absoluten Spitzenspiel.

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Bayer Leverkusen hat seinen Höhenflug fortgesetzt und ist nun erster Bayern-Jäger. Nach dem glanzlosen 2:1 (1:0)-Erfolg der Schützlinge von Michael Skibbe beim 1. FC Nürnberg kommt es am Samstag in Leverkusen zum Gipfeltreffen des Tabellenzweiten gegen Klassenprimus Bayern München.

Für die Franken brechen nach der neuerlichen Heimpleite schwere Zeiten an. Vor 40.458 Zuschauern hatte der ehemalige Nürnberger Stefan Kießling die Gäste nach 43 Minuten in Führung gebracht. Marek Mintal glich mit einem verwandelten Foulelfmeter nach 73 Minuten aus, ehe mit Tranquillo Barnetta der beste Mann auf dem Feld für den Leverkusener Siegtreffer sorgte (76.).

Meyer: „Situation ist sehr, sehr angespannt“

„Wir haben katastrophal gespielt, aber solche Spiele muss man gewinnen, wenn man oben dranbleiben will“, sagte Kießling selbstkritisch. Trotz der Niederlage bleibt Nürnbergs Coach Hans Meyer optimistisch. „Bevor ich nicht mehr an mein Team glaube, muss noch einiges passieren. Aber unsere Situation ist sehr, sehr angespannt“, bekannte Meyer, dessen Mannschaft seit April auf einen Heimsieg wartet.

Die Gastgeber mussten kurzfristig auf den an einer Magenverstimmung leidenden Andreas Wolf verzichten und abermals ihre Abwehr umbauen. Die Australier Michael Beauchamp und Matthew Spiranovic bildeten erstmals gemeinsam die Innenverteidigung und wurden bei Kießlings Tor klassisch ausgespielt. Allerdings war das die einzige gefährliche Aktion der Leverkusener vor der Pause. Zwar stand die beste Abwehr der Bundesliga gewohnt sicher, doch nach vorn ging ohne den weiterhin wegen einer Knieprellung pausierenden Denker und Lenker Bernd Schneider nicht viel.

Torwart Adler im Glück

So bestimmte bis zum Gegentor der amtierende Pokalsieger die Szenerie, wirkte spielsicher, blieb wegen des Fehlens der Stürmer Robert Vittek und Ivan Saenko aber wieder einmal im Angriff weitgehend ungefährlich. Mit der größten Möglichkeit scheiterte Angelos Charisteas in der 19. Minute an Leverkusens Torhüter René Adler, der sieben Minuten später nur mit viel Glück um einen Platzverweis herum kam. Bei seiner Rettungsaktion gegen den durchgebrochenen Peer Kluge spielte der Schlussmann den Ball außerhalb des Strafraumes mit der Hand, was Schiedsrichter Peter Gagelmann (Bremen) allerdings nicht ahndete.

Unmittelbar nach der Pause hätte Marek Mintal für den Ausgleich sorgen müssen. Nachdem Adler eine Flanke unterlaufen hatte, schoss der Slowake auf das verwaiste Gehäuse, doch Karim Haggui rettete. Es war jedoch das Signal für einen Nürnberger Sturmlauf, dem Bayer mit Cleverness und Abgeklärtheit begegnete. So blieben Torchancen für den „Club“ Mangelware. Erst ein dummes Foul von Kießling an Charisteas ermöglichte Mintal per Strafstoß die Chance zum Ausgleich, die dieser nutzte. Doch das Glücksgefühl hielt nur drei Minuten, dann sorgte Barnetta gegen die heimschwächste Mannschaft der Liga für die Entscheidung.

1. FC Nürnberg - Bayer Leverkusen 1:2 (0:1)
Nürnberg: Blazek - Reinhardt, Beauchamp (62. Schmidt), Spiranovic, Pinola (70. Vidosic) - Galasek, Kluge - Mintal, Misimovic (62. Kennedy), Kristiansen - Charisteas
Leverkusen: René Adler - Castro, Haggui, Friedrich, Gresko (61. Sarpei) - Vidal (86. Sinkiewicz), Rolfes - Kießling, Barbarez, Barnetta - Gekas (79. Schwegler)
Schiedsrichter: Peter Gagelmann (Bremen)
Tore: 0:1 Kießling (40.), 1:1 Mintal (73., Foulelfmeter), 1:2 Barnetta (76.)
Zuschauer: 40.458
Gelbe Karten: Pinola - Barbarez, Vidal, Kießling (2)

Quelle: FAZ.NET / dpa
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