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Veröffentlicht: 24.11.2012, 16:05 Uhr

2:1 in Mainz Dortmund bleibt stabil

Zum ersten Mal in dieser Saison dreht der Meister aus Dortmund eine Partie. Noveski trifft zunächst für die Mainzer, doch zwei Tore von Lewandowski bringen die Borussia noch vor der Pause in Führung. Die Nachlässigkeiten im zweiten Durchgang werden nicht bestraft.

von , Mainz
© REUTERS Maß genommen: Marco Reus findet gegen drei Mainzer die Lücke

Allzu viel Zeit, sich wieder auf den Bundesliga-Alltag einzustellen, bekam der deutsche Meister in Mainz nicht. Gleich der erste Ballverlust der Dortmunder im Mittelfeld endete nämlich mit einem Volltreffer – Marco Caligiuri, von Soto nach dessen Balleroberung sofort angespielt, drosch den Ball nach nur vier Minuten aus rund 20 Metern in den Torwinkel. Das war also ein Start so recht nach dem Geschmack der Mainzer, die sich den Borussen mit viel Engagement entgegenstellten, früh attackierten und eigentlich alles taten, was man tun sollte gegen eine Mannschaft, die erst drei Tage zuvor noch in der Champions League brilliert hat.

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Trotzdem währte die Führung der Rheinhessen nicht allzu lange – Reus flankte nach elf Minuten mit den Ball so nah Richtung Tor, Lewandowski irritierte den Mainzer Torwart Wetklo entscheidend, berührte den Ball zudem nach eigener Auskunft auch noch - und bekam den Treffer schlussendlich auch anerkannt.

Heynckes’ Artisten-Truppe Fußball-Bundesliga: Der 13. Spieltag © dpa Bilderstrecke 

Danach entwickelte sich ein hoch interessantes Spiel – auf der einen Seite eine Mannschaft mit lauter Hochbegabten in Gelb-schwarz, die mitunter bemerkenswert kombinierten, auf der anderen Seite ein bestens eingestelltes Mainzer Team, das mit großer taktischer Disziplin agierte und auf seine Chancen wartete. Die kamen durchaus, weil den Dortmundern in manchen Situationen die Handlungsschnelligkeit fehlte – so etwa Mats Hummels in der 25. Minute, als er in die Mainzer Falle tappte und an der Mittellinie ein Dribbling gegen zwei Gegenspieler wagte und es prompt verlor. Nicolai Müller hatte danach freie Bahn, aber nicht immer trifft man den Ball so gut wie beim Treffer zum 1:0-Führung. Müller verzog, und das sollte sich bis zur Pause noch ein paar Mal wiederholen, jeweils mit Ivanschitz in der Hauptrolle. Der Österreicher kam dreimal relativ frei zum Schuss, aber der Dortmunder Torwart Weidenfeller musste jeweils nicht eingreifen.

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Das Dortmunder Spiel schien nach einer halben Stunde etwas ins Stocken geraten zu sein, was vermutlich an der Verletzung von Ilkay Gündogan lag. Der Nationalspieler musste nach einem Zusammenprall mit Noveski ausgewechselt und das defensive Mittelfeld der Westfalen schon wieder umgestellt werden. Kapitän Sebastian Kehl fehlte ja ohnehin, und neben Sven Bender, der trotz seines Nasenbeinbruchs aus der Partie in Amsterdam ohne Maske spielte, agierte von der 32. Minute an Moritz Leitner. Wie wichtig diese Schaltzentrale für das Dortmunder Spiel ist, bewies die 43. Minute, als Bender kurz hinter der Mittellinie den Ball eroberte und Götze sofort Lewandowski freispielte. Der Pole ließ sich die Chance nicht entgehen und traf mit einem Lupfer über Wetklo hinweg zur 2:1-Pausenführung.

Germany Soccer Bundesliga © dapd Vergrößern Nur den Ball im Blick: Noveski (l.) und Lewandowski sind hochkonzentriert

Es blieb auch nach dem Wechsel eine intensiv geführte Begegnung, der Lewandowski allerdings früh eine aus Dortmunder Sicht entscheidende Richtung hätte geben können – er scheiterte aber in der 49. Minute am aus seinem Tor heraus stürzenden Wetklo. Die nächste Chance der Mainzer hatte – natürlich – Ivanschitz, dessen Schuss allerdings von Subotic im letzten Moment noch abgeblockt wurde. Thomas Tuchel, der Mainzer Trainer, stellte danach um – für Ivanschitz kam Rukavytsya, und zusammen mit dem schon zur Pause eingewechselten Risse agierte Mainz bei eigenem Ballbesitz fortan mit drei Stürmern. Durchaus mutig gegen eine Dortmunder Mannschaft, die für ihr Umschaltspiel mittlerweile gefürchtet ist, der aber an diesem Tag entweder die Kraft oder die letzte Konzentration fehlte, um ihre Konterchancen auszuspielen. Schaden richtete diese Nachlässigkeit beim letzten Pass nicht an, denn im Gegensatz zur ersten Halbzeit kam Mainz nicht mehr zu Torgelegenheiten. Daran änderte auch der Einsatz von Ivan Klasnic nichts mehr, der von der 86. Minute an erstmals im Mainzer Dress mitwirken durfte. Doch wie im vergangenen Jahr scheint Dortmund im Spätherbst seine Stabilität in der Bundesliga wiedergefunden zu haben.

1. FSV Mainz 05  - Borussia Dortmund © dpa Vergrößern Thomas Tuchel (r.) ist unzufrieden, Jürgen Klopp macht dagegen einen entspannten Eindruck

BVB-Trainer Jürgen Klopp reagierte am Samstag „geschockt“ auf die Kritik des DFB-Schiedsrichter-Funktionärs Lutz-Michael Fröhlich und wies dessen Anschuldigungen, zurück. Fröhlich hatte Klopps aufbrausende Art an der Seitenlinie in Verbindung mit Ausschreitungen im Amateurfußball gebracht. „Es ist sehr unangenehm, wenn der eigene Name mit sowas in Verbindung gebracht wird“, sagte Klopp.

FSV Mainz 05 - Borussia Dortmund 1:2 (1:2)

FSV Mainz 05: Wetklo - Pospech, Svensson, Noveski, Zabavnik - Baumgartlinger - Caligiuri (46. Risse), Soto - Ivanschitz (63. Rukavytsya)- N. Müller (85. Klasnic), Szalai
Borussia Dortmund: Weidenfeller - Piszczek, Subotic, Hummels, Schmelzer - Gündogan (34. Leitner), Bender - Blaszczykowski (73. Großkreutz), Götze (83. Perisic), Reus - Lewandowski
Schiedsrichter: Kircher (Rottenburg)
Zuschauer: 34.000 (ausverkauft)
Tore: 1:0 Caligiuri (4.), 1:1 Lewandowski (12.), 1:2 Lewandowski (43.)
Gelbe Karten: Szalai (3), Zabavnik (2), N. Müller (2), Svensson

Quelle: FAZ.NET

 

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