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2:1 in Kaiserslautern Der Gladbacher Wirbel geht weiter

18.02.2012 ·  In der ersten Halbzeit zeigen die Borussen große Fußballkunst und gehen schnell 2:0 in Führung. Nach dem Wechsel kämpft sich Lautern ran - mehr aber auch nicht.

Von Daniel Meuren, Kaiserslautern
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© AFP Applaus in eigener Sache: Gladbacher Jubel-Choreographie

Borussia Mönchengladbach scheinen in dieser Spielzeit tatsächlich keine Grenzen mehr gesetzt. Am Samstag beendeten die „Fohlen“ beim 2:1-Auswärtssieg beim 1. FC Kaiserslautern nun auch ihre schwärzeste Auswärtsserie. Mehr als 16 Jahre lang hatte der Fußballverein vom Niederrhein nicht mehr auf dem Betzenberg gewonnen. Diesmal gelang der Überraschungsmannschaft der laufenden Bundesligasaison die Grundlage für den sechsten Triumph auf gegnerischem Platz in der laufenden Spielzeit schon in der Anfangsviertelstunde: Patrick Herrmann (10. Minute), der später mit einem Schlüsselbeinbruch ausgewechselt werden musste, und Juan Arango (14. Minute) brachten die Gladbacher in Führung.

Von der 63. Minute an mussten die Borussen nach dem Anschlusstreffer durch Leon Jessen allerdings um ihren Drei-Punkte-Ertrag zittern. Die Freude über den Erfolg vor 46000 Zuschauern wurde beim Tabellendritten getrübt durch die Verletzung von Flügelflitzer Herrmann. Der Zwanzigjährige musste bereits nach 40 Minuten mit Verdacht auf Schlüsselbeinbruch vom Platz. Ihm droht vermutlich eine mehrwöchige Pause.

Schon vom Anpfiff weg mussten die Mönchengladbacher den zuletzt als Vorbereiter und Torjäger überragenden Mike Hanke ersetzen, der seinem Team wegen einer Grippe nicht zur Verfügung stand. Für Hanke sprang Igor de Camargo glänzend in die Bresche und bewies, dass er trotz monatelangen Daseins als Einwechselspieler das Vertikalspiel seiner Mannschaft genauso verinnerlicht hat wie die Stammkräfte.

Der Belgier mit südamerikanischen Wurzeln spielte den Ball nach zehn Minuten derart mustergültig in die Schnittstelle der Kaiserslauterer Abwehr, dass Herrmann den Ball scheinbar mühelos mit der Fußspitze zum 1:0 einschießen konnte.

Nur vier Minuten später zeigten die Gladbacher, zu welch grandioser Fußballkunst sie in der Lage sind. De Camargo war als Doppelpasspartner von Marco Reus wieder maßgeblich beteiligt. Reus wiederum spielte den Ball anschließend in den Rücken der Abwehr zu Arango.

Der Venezolaner bekräftigte mit seinem Torabschluss die mutige Aussage von Vorstandsmitglied Rainer Bonhof, der Arango bessere technische Fertigkeiten als Günter Netzer, seinem ehemaligen Mitspieler aus den glorreichen siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts, bescheinigt hatte. Beim Schlenzer mit dem linken Außenrist ins lange Eck des FCK-Tores ließ er Schlussmann Kevin Trapp jedenfalls keine Chance.

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Der 1. FC Kaiserslautern, der seine einzige echte Torchance in der ersten Halbzeit durch einen Freistoß von Pierre de Wit an die Latte des Gladbacher Tores hatte (11.), wurde für seine kämpferisch gute Leistung nur noch durch den Anschlusstreffer durch Jessen belohnt. Dessen Diagonalschuss vom linken Strafraumeck in den rechten Torwinkel musste dabei nicht den Vergleich mit Arangos Traumtor scheuen.

Die Ebenbürtigkeit im Wettstreit um das Tor des Tages ist allerdings nur ein schwacher Trost, da die „Roten Teufel“ trotz guter Einschussmöglichkeiten durch Borysiuk (66.) und Kouemaha (68./69.) nicht mehr zum möglichen Ausgleich kamen. Die Pfälzer warten jetzt seit Oktober und nunmehr zwölf Spielen auf einen Sieg

1. FC Kaiserslautern - Borussia Mönchengladbach 1:2 (0:2)

1. FC Kaiserslautern: K. Trapp - Dick, Simunek, Rodnei, Jessen - Sahan (46. Sukuta-Pasu), Borysiuk, de Wit (46. Derstroff), Tiffert - S. Wagner, Swierczok (61. Kouemaha)
Borussia Mönchengladbach: ter Stegen - Jantschke, Brouwers, Dante, Daems - P. Herrmann (38. Leckie / 82. Wendt), Nordtveit, Neustädter, Arango - M. Reus (90.+3 Cigerci), de Camargo
Schiedsrichter: Michael Weiner (Giesen)
Zuschauer: 45.661
Tore: 0:1 P. Herrmann (9.), 0:2 Arango (14.), 1:2 Jessen (63.)
Gelbe Karten: Dick, Sahan, S. Wagner - Brouwers

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Jahrgang 1973, Sportredakteur.

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