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2:1 in Fürth : Freiburg darf träumen

Abflug Richtung Champions League? Kruse und Schmid jubeln mit dem Freiburger Anhang Bild: dpa

Fürth ist der erste Absteiger in 50 Jahren Bundesliga ohne Heimsieg - und der SC Freiburg spielt dank Oliver Baumann nächste Woche gegen Schalke ein Champions-League-Qualifikationsfinale.

          Es sollte noch einmal so etwas wie ein Trumpf sein: Am Freitag hatte der SC Freiburg Wegweisendes für die Zukunft verkündet. Die Unterschrift ihres Trainers Christian Streich unter einen langfristigen Vertrag schien genau zum richtigen Zeitpunkt zu kommen, um noch einmal für Rückenwind für die letzten Meter der Bundesliga-Saison zu sorgen. Europa war das Ziel. Und beim Tabellenletzten Greuther Fürth benötigten die Badener zwar einigen Anlauf - und am Schluss auch eine Großtat ihres Torhüters.

          Mit dem 2:1-Sieg aber, den Oliver Baumann mit einem gehaltenen Elfmeter in der Schlussminute sicherstellte, durften die Freiburger de facto den Einzug ins internationale Geschäft bejubeln. Und im besten Fall kann das sogar die Champions League sein.

          Weil parallel Schalke gegen Stuttgart verlor, ist im direkten Duell am letzten Spieltag sogar Rang vier und damit die Qualifikationsrunde zur Königsklasse möglich. Die unglücklichen Fürther hingegen verlassen die Liga mit einem historischen Negativrekord: eine ganze Saison ohne einen einzigen Heimsieg - diese schaurige Bilanz haben sie in 50 Jahren Bundesliga exklusiv.

          Matthias Zimmermann brachte die Fürther am Samstag zwar früh in Führung (3.), Jonathan Schmid (69.) und Max Kruse (78.) wendeten die Partie aber noch zu Gunsten des Sportclubs. Danach hatte es nicht mehr zwingend ausgesehen. Denn bei aller Spielkontrolle, die die Freiburger für sich reklamieren konnten - allzu viel Handfestes sprang lange Zeit nicht heraus. Es wirkte immer etwas zu brav, zu ideenlos, was die Freiburger in Richtung Tor unternahmen. Weil sie aber nicht locker ließen und unbeirrt an ihre Chance glaubten, wurden sie am Ende doch noch belohnt.

          Aus Fürther Sicht blieb es unverständlich, warum sie mit der frühen Führung im Rücken nicht mehr unternahmen, um zumindest den Heim-Makel loszuwerden. Die Stimmung im Stadion war dennoch versöhnlich - auch wenn der vergebene Elfmeter von Djurdjic noch einmal ein schmerzlicher Schlusspunkt war.

          SpVgg Greuther Fürth - SC Freiburg 1:2 (1:0)

          SpVgg Greuther Fürth: Hesl - Nehrig (82. Nöthe), Sobiech, Mavraj, Baba - Petsos, Fürstner (84. Park) - Zimmermann, Klaus, Prib - Djurdjic
          SC Freiburg: Baumann - Sorg, Höhn, Ginter, Günter (46. Hedenstad) - Schuster, Makiadi (88. Albutat) - Schmid, Caligiuri, Kruse - Rosenthal (77. Santini)
          Schiedsrichter: Siebert (Berlin)
          Zuschauer: 16.735
          Tore: 1:0 Zimmermann (3.), 1:1 Schmid (69.), 1:2 Kruse (78.)
          Besonderes Vorkommnis: Djurdjic (SpVgg Greuther Fürth) scheitert mit Foulelfmeter an Baumann (90.+1) Gelbe Karten: - / Caligiuri (10), Schuster (11)

          Quelle: FAZ.NET

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