06.03.2010 · Bundesliga-Niveau konnten weder der SC Freiburg noch Hannover 96 nachweisen, doch im Abstiegsduell hatten die Niedersachsen die besseren Nerven. Im siebten Spiel als 96-Trainer gelingt Mirko Slomka der erste Sieg.
Von Christian Kamp, FreiburgEinen schlechteren Tag für zwei solche Pannen hätte sich der Freiburger Papiss Cissé nicht aussuchen können. Ein Eigentor in der 73. Minute und eine vergebene Torchance, die wegen ihres Slapstick-Faktors in jedem Bundesliga-Rückblick zu sehen sein wird (56.), sorgten maßgeblich dafür, dass der Sportclub das Abstiegsduell gegen Hannover 96 am Samstag 1:2 verlor.
Die Hannoveraner, die durch Elson in Führung gegangen waren (63.), freuten sich nach acht verlorenen Spielen nacheinander über den ersten Sieg unter Trainer Mirko Slomka. Für die Freiburger war der zwischenzeitliche Ausgleich durch Abdessadki (70.) zu wenig, um zumindest zu einem Teilerfolg zu kommen. In der Tabelle tauschten beide Mannschaften die Plätze, Hannover führt nun als Fünfzehnter das Abstiegsquartett an, Freiburg rutschte auf Platz 16 ab.
Bundesliga-Niveau konnte keines der beiden verunsicherten Teams nachweisen. Diese eine Szene aus der 56. Minute aber wird den Freiburgern unter den 19 100 Zuschauern in besonders schmerzhafter Erinnerung bleiben. Es stand noch 0:0, als der Ball nach einer Hannoveraner Tölpelei am Strafraumeck überraschend zu Cissé kam - doch der Angreifer brachte es fertig, aus vier Metern am leeren Tor vorbeizuschießen.
Mit Cissés kuriosem Fehlschuss beginnt das Freiburger Unheil
Weil die Freiburger auch danach noch gute Chancen ausließen und nun schon seit elf Spielen ohne Sieg sind, deutet einiges darauf hin, dass es für die Mannschaft von Trainer Robin Dutt im nächsten Jahr in der zweiten Liga weitergehen könnte. Dazu passte eine gewisse Teilnahmslosigkeit auf den Tribünen. Atmosphärisch entstand nie der Eindruck von Abstiegskampf. Im Freiburger Stadion waren sogar etliche Plätze leer geblieben - und das nicht nur wegen des plötzlichen Kälteeinbruchs.
Eine Halbzeit lang war Freiburg die engagiertere von zwei harmlosen Mannschaften. Einen Schuss von Idrissou parierte Fromlowitz (18.), Cissé wurde kurz vor der Pause noch abgeblockt (44.). Die Niedersachsen wirkten zwar etwas besser aufeinander abgestimmt, waren aber im Spiel Richtung Freiburger Tor völlig harmlos. Nach der Pause riskierten beide Teams auf dem schwer zu bespielenden Boden etwas mehr. Und eigentlich schienen die Freiburger schon bei Cissés Chance in der 47. Minute im Vorteil. Mit dem kuriosen Fehlschuss aber begann das Unheil für den Sportclub. Nach 82 Minuten versuchte Cissé es noch einmal - und traf den Pfosten.
Die Saison 2011/2012
| Verein | Sp | Diff | Pkt. | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. | ![]() |
Borussia Dortmund | 34 | 55 | 81 | ![]() |
| 2. | ![]() |
Bayern München | 34 | 55 | 73 | ![]() |
| 3. | ![]() |
FC Schalke 04 | 34 | 30 | 64 | ![]() |
| 4. | ![]() |
Bor. Mönchengladbach | 34 | 25 | 60 | ![]() |
| 5. | ![]() |
Bayer Leverkusen | 34 | 8 | 54 | ![]() |
| 6. | ![]() |
VfB Stuttgart | 34 | 17 | 53 | ![]() |
| 7. | ![]() |
Hannover 96 | 34 | -4 | 48 | ![]() |
| 8. | ![]() |
VfL Wolfsburg | 34 | -13 | 44 | ![]() |
| 9. | ![]() |
Werder Bremen | 34 | -9 | 42 | ![]() |
| 10. | ![]() |
1. FC Nürnberg | 34 | -11 | 42 | ![]() |
| 11. | ![]() |
1899 Hoffenheim | 34 | -6 | 41 | ![]() |
| 12. | ![]() |
SC Freiburg | 34 | -16 | 40 | ![]() |
| 13. | ![]() |
FSV Mainz 05 | 34 | -4 | 39 | ![]() |
| 14. | ![]() |
FC Augsburg | 34 | -13 | 38 | ![]() |
| 15. | ![]() |
Hamburger SV | 34 | -22 | 36 | ![]() |
| 16. | ![]() |
Hertha BSC | 34 | -26 | 31 | ![]() |
| 17. | ![]() |
1. FC Köln | 34 | -36 | 30 | ![]() |
| 18. | ![]() |
1. FC Kaiserslautern | 34 | -30 | 23 | ![]() |