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2:1 gegen Mainz Dortmund nutzt die Vorlage

 ·  Dortmund ist auf dem besten Weg zum abermaligen Bundesliga-Titelgewinn. Nach dem 2:1 über Mainz liegen die Borussen sieben Punkte vor den Bayern. Rückkehrer Zidan sorgt nur für eine BVB-Schrecksekunde.

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© dapd Vergrößern Gemeinsam auf Titelkurs: Dortmund besiegt auch Mainz und baut die Tabellenführung aus

Diese Steilvorlage konnte sich Borussia Dortmund nicht entgehen lassen. Nach der Niederlage des FC Bayern München in Leverkusen bauten die Borussen ihren Vorsprung an der Tabellenspitze der Fußball-Bundesliga abermals aus. Beim 2:1 über die energisch Widerstand leistende Mannschaft des FSV Mainz 05 erreichte der deutsche Meister den achten Bundesligasieg in Serie und stellte einen neuen Vereinsrekord auf.

Zugleich vergrößerten die Dortmunder ihren Vorsprung auf den aktuellen Liga-Zweiten Bayern München auf sieben Punkte. An diesem Sonntag kann sich Borussia Mönchengladbach mit einem Erfolg in Nürnberg noch an den Bayern vorbeischieben. Aber selbst wenn die Rheinländer ihr Auswärtsspiel gewinnen sollten, betrüge ihr Rückstand auf den Ligaprimus mindestens fünf Zähler. „Wir haben verdient gewonnen“, sagte Trainer Jürgen Klopp, der sich wie im Vorjahr gegen Fragen nach der Meisterschaft verwahrte.

In einer temporeichen Partie erzielten Jakub Blaszczykowski (26. Minute) und Shinji Kagawa (77.) die Tore für den Favoriten. Mohamed Zidan hatte zwischendurch ausgeglichen (74.). Schon vor dem Anpfiff hatte Zidan im Mittelpunkt gestanden. Der Stürmer, bis vor wenigen Wochen noch BVB-Profi, wurde von seinem früheren Verein und dessen Fans mit freundlichen Worten und Blumen verabschiedet.

Im Gegenzug verbeugte sich Zidan vor der Südtribüne und machten mit den Borussen ein letztes Mal die Welle. Seit Mohamed Zidan von Dortmund nach Mainz gewechselt ist, hatte er in jedem Spiel ein Tor erzielt, insgesamt vier. Diese Serie setzte er auch gegen seine ehemaligen Arbeitskollegen fort, vermochte deren Vormarsch aber letztlich nicht aufzuhalten.

Mit dem Selbstbewusstsein eines Titelverteidigers und Tabellenführers ausgestattet, ergriffen die Dortmunder auch gegen Mainz die Initiative, einen Klub, den sie in den zurückliegenden vier Spielzeiten daheim nicht hatten bezwingen können. Die erste große Möglichkeit eröffnete sich den Borussen schon in der Anfangsphase. Doch der angriffslustige Rechtsverteidiger Lukasz Piszczek schob die Kugel flach am langen Eck vorbei.

Ermuntert durch diesen Startschuss gingen die Schwarz-Gelben überlegen, aber nicht übermütig zu Werke - und schließlich auch in Führung. Nachdem ein Schuss von Kagawa abgeblockt worden war, setzte Blaszczykowski nach und wuchtete den Ball zum 1:0 ins Netz. Wenig später hätte Lewandowski den Vorsprung ausbauen können; der polnische Nationalstürmer schoss mit viel Gefühl über Torwart Wetklo hinweg, aber auch über das Ziel hinaus.

Die Dortmunder Ruhe, als Basis souveränen Auftretens, wurde im ersten Durchgang nur einmal spürbar gestört. Nach einem feinen Doppelpass mit Zidan hatte Marco Caligiuri in der 21. Minute die bis dahin beste Chance vergeben. Die Dortmunder sahen sich gewarnt und spielten danach ungerührt ihre Stärken aus.

Nach dem Seitenwechsel erhöhte die Heimelf den Druck und zeigte sich entschlossen, klare Verhältnisse zu schaffen. Die Dortmunder wollten nicht wieder in die gleiche Verlegenheit geraten wie in der Rückrunde der vergangenen Saison gegen Mainz. Auch in jener Partie hatten sie knapp geführt, kurz vor Schluss aber den Ausgleich hinnehmen müssen.

Die Borussen allen voran ihr Trainer Jürgen Klopp, hatten sich danach heftig darüber beklagt, dass die Mainzer den Angriff, der zum Ausgleich führte, fortgesetzt hatten, obwohl ein BVB-Profi am Boden lag und das Spiel nach Meinung der Dortmunder hätte unterbrochen werden müssen. Aber so beherzt und schnell sie ihre Vorstöße auch fortsetzten - auch dieses Mal verlangten ihnen die Mainzer einiges ab.

Lewandowski und Schmelzer vergaben weitere gute Möglichkeiten. Den Gegenstößen der Mainzer fehlte es lange an Durchschlagkraft, bis Zidan seine Serie fortsetzte und Adam Szalais Vorarbeit mit dem Ausgleichstor vollendete - diesmal ohne dass der Gegner hätte reklamieren können. Aber schon drei Minuten später schlug Dortmund im Stile eines Champions zurück. Im entscheidenden Augenblick profilierte sich Kagawa, der mit seiner Kreativität meist anderen den Weg ebnet, selbst als Vollstrecker. Dieser Treffer war für Rückkehrer Zidan Grund genug, Dortmund schon frühzeitig zu „hundert Prozent“ zum kommenden deutschen Meister zu erklären. Diese verfrühte Gratulation wehrte sein alter Ziehvater Klopp indes souverän ab. „Wenn ich in all der Zeit, in der ich mit Mo zusammengearbeitet habe, alles für bare Münze genommen hätte, was er so gesagt hat“, sagte der Meistertrainer. „Es macht die Sache nicht einfacher, nur weil er das so sieht.“

24. Spieltag: Die nächste Bayern-Niederlage

Borussia Dortmund - FSV Mainz 05 2:1 (1:0)

Borussia Dortmund: Weidenfeller - Piszczek, Subotic, Hummels, Schmelzer - Gündogan, Bender - Blaszczykowski (72. Perisic), Kagawa (80. da Silva), Großkreutz (90. Owomoyela) - Lewandowski
FSV Mainz 05: Wetklo - Zabavnik, Noveski, Bungert, Fathi (59. Szalai) - Caligiuri, Polanski (59. Baumgartlinger), Soto, Nicolai Müller - Choupo-Moting (80. Ujah), Zidan
Schiedsrichter: Gagelmann (Bremen)
Zuschauer: 80.720 (ausverkauft)
Tore: 1:0 Blaszczykowski (26.), 1:1 Zidan (74.), 2:1 Kagawa (77.)
Gelbe Karten: - / -

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